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Turbopost hat die Region stets im Blick

Neuruppin Turbopost hat die Region stets im Blick

Der Postdienstleister Turbopost will so leistungsstark sein wie die Deutsche Post – den Kunden aber die günstigeren Preise bieten. Seit 16 Jahren behauptet sich das Unternehmen nun schon auf dem Markt und ist mit privaten Zustelldiensten in ganz Deutschland vernetzt. Jüngste Errungenschaft von Turbopost: eine neue Sortieranlage.

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Turbopost-Mitarbeiter Dirk Berfelde an der neuen Sortieranlage des Unternehmens.

Quelle: Peter Geisler

Neuruppin. Die neue Sortieranlage macht dem Namen ihres Eigentümers alle Ehre: Sie erfasst bis zu 24 000 Postsendungen pro Stunde – das ist doppelt so viel im Vergleich zum bisherigen Pensum – und ist die neueste Errungenschaft der Firma Turbopost. Das Unternehmen nimmt in diesem Jahr zum zweiten Mal an der Langen Nacht der Wirtschaft teil. Zuletzt hatte sich der Postdienstleister 2010 bei der alle zwei Jahre stattfindenden Veranstaltung präsentiert.

Turbopost-Mitarbeiterin Doreen Krüger sortiert die Briefe in die Kisten der einzelnen Zustellgebiete

Turbopost-Mitarbeiterin Doreen Krüger sortiert die Briefe in die Kisten der einzelnen Zustellgebiete.

Quelle: Peter Geisler

Die neue Maschine ist seit Anfang Juli in Betrieb, das Unternehmen hat nach eigener Aussage rund 250 000 Euro in die Technik investiert, die die Sortierung der Post erheblich beschleunigt. Die Maschine fotografiere die Adressen auf den Briefen ab und könne die Post so dem jeweiligen Zustell­gebiet zuordnen, erklärt Geschäftsführer Matthias Bartsch. „Die Handschriftenerkennung hat eine Trefferquote von über 50 Prozent, alles andere muss weiterhin manuell eingegeben werden.“ Trotzdem eine Steigerung, sei doch anfangs nur von Hand sortiert worden.

Zusammenarbeit mit Netzwerk aus privaten Zustelldiensten

Gegründet habe er die Turbopost 1999 aus dem Interesse heraus, eine Postdienstleistung jenseits der Deutschen Post für regionale Kunden auf die Beine zu stellen, sagt Bartsch. Schnell sei daraus aber das Interesse gewachsen, etwas Professionelles auf die Beine zu stellen, sagt der Unternehmer. Mittlerweile habe Turbopost mehr als 1000 gewerbliche Kunden in Ostprignitz-Ruppin, der Prignitz und in Oberhavel. Die Post werde auf Wunsch täglich aus den Unternehmen abgeholt und in Zusammenarbeit mit einem bundesweiten Netzwerk aus privaten Zustelldiensten in ganz Deutschland zugestellt.

Gestaltungswettbewerb zur Langen Nacht der Wirtschaft

Zur Langen Nacht der Wirtschaft können sich die Besucher aus nächster Nähe ansehen, wie Postsendungen bei Turbopost sortiert werden.

Außerdem soll es ein Schülerprojekt geben. Dabei sollen Schüler ihre eigenen Postkarten gestalten. Die fünf besten Karten sollen dann in einer höheren Auflage gedruckt werden.

Mit einem beladenen Zustellerfahrrad soll außerdem ein kleiner Parcours absolviert werden. So können die Besucher einen Eindruck bekommen, was ihr Zusteller täglich leistet.

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Räder umfasst der Fuhrpark von Turbopost. Auch Elektroräder kommen vermehrt zum Einsatz.

Zur Langen Nacht der Wirtschaft wird es neben Musik aus einem Briefkasten auch Grillgut und Getränke für die Besucher geben.

„Unsere Hauptarbeitszeit ist abends und nachts“, sagt Bartsch. „Zwischen 15 und 16 Uhr wird die Post aus den Poststellen der Kunden abgeholt und dann bis circa 19 Uhr in der Annahmestelle sortiert. Anschließend geht es an die Zustellung.“ Wegen der ungewöhnlichen Arbeitszeiten sei es schwierig, Mitarbeiter für die Postsortierung zu finden. Aktuell beschäftige Turbopost 180 Mitarbeiter – die meisten davon seien als Zusteller tätig.

Briefmarkensätze mit regionalen Motiven

„Klar ist der Anteil an privater Post eher rückläufig“, sagt Bartsch. „Unser Schwerpunkt liegt deshalb ganz klar bei Ämtern und Verwaltungen. Und kolossal zugenommen hat in den letzten Jahren auch der Versand von Werbepost.“ Turbopost kommt nach eigener Aussage auf rund 20 Millionen abgewickelte Postsendungen pro Jahr. Das Unternehmen habe das gleiche Leistungsspektrum wie die Deutsche Post. „Nur bei dem sogenannten Gefahrgut agieren wir etwas zurückhaltender“, sagt der Geschäftsführer.

Geschäftsführer Matthias Bartsch

Geschäftsführer Matthias Bartsch.

Quelle: Peter Geisler

Das Thema Regionalität im Blick behaltend, haben auch die von Turbopost herausgegebenen Briefmarkensätze stets einen regionalen Bezug. Die Motive werden in Zusammenarbeit mit heimischen Künstlern entwickelt oder dokumentieren fotografisch die touristischen Angebote der Landkreise. „Wir geben maximal ein bis zwei Briefmarkensätze pro Jahr aus“, sagt Bartsch. „Auch wenn es viele Anfragen für Jubiläumsmarken gibt.“ Der jüngste Markensatz wurde im Juli vorgestellt, gemeinsam mit der Neuruppiner Feuerwehr und der Künstlerin Cornelia Felsch. Die Feuerwehr feiert 2017 ihren 150. Geburtstag. Die drei Markenmotive „Bergen“, „Löschen“, „Retten“ sollen auf die wichtige Arbeit der Feuerwehrleute aufmerksam machen.

Turbopost hat mehr als 100 Partnershops und 80 Briefkästen – zu erkennen an der leuchtend roten Farbe – im Zustellgebiet. Auch im Reiz betreibt das Unternehmen seit neun Jahren einen eigenen Shop. Im Jahr 2006 hat sich Turbopost dem international tätigen Logistikunternehmen Postcon angeschlossen.

Von Josephine Mühln

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