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Ostprignitz-Ruppin Turmuhr der Marienkirche läuft wieder
Lokales Ostprignitz-Ruppin Turmuhr der Marienkirche läuft wieder
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00:17 04.11.2016
Uhrmacher Detlef Beuß zeigte Pfarrerin Linda Jünger am Dienstag das wieder funktionierende Uhrwerk. . Quelle: Christian Bark
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Wittstock

In den vergangenen zehn Monaten war an einen Zeitcheck zwischen der eigenen Armband- und der Turmuhr der Marienkirche nicht zu denken. Am Silvestertag hatte nämlich das Uhrwerk seinen Geist aufgegeben, wie Uhrmacher Detlef Beuß, der die Turmuhr seit 30 Jahren wartet, berichtet. Ein gusseiserner Hebel war an beiden Enden abgebrochen. Er ist Beuß zufolge mit für die Gewichtsregulierung auf das Gehwerk zuständig – fällt die aus, funktioniert auch die Zeitanzeige nicht länger.

Dieser aus Bronze gegossene Hebel war an beiden Enden auseinandergebrochen. Er musste in Süddeutschland neu angefertigt werden Quelle: Christian Bark

„Gegen fünf Uhr sind die Zeiger am 1. Januar stehengeblieben“, erinnert sich Beuß. Auf Bitten einer Anwohnerin habe er die Uhr dann auf zwölf Uhr gestellt. „Aufgrund der Windeinwirkung sind sie jeweils um wenige Minuten verrutscht“, erklärt der Uhrmachermeister. Der bronzene Hebel musste in Süddeutschland angefertigt werden. Die Firma hatte laut Beuß aber zu volle Auftragsbücher, deshalb hat sich alles verzögert. Eigentlich wollte er die Uhr schon im August reparieren. Nun habe es erst Ende Oktober am Montag geklappt. „Wir haben die Uhr bei der Gelegenheit auch gleich gewartet“, sagt der Uhrmachermeister. Nach drei Stunden sei alles erledigt gewesen.

Die Turmuhr zu St. Marien

e ist die Grahamhemmung (Verbindung zwischen Pendel und Räderwerk) alt. Seit 1928 läuft die Uhr elektrisch, zuvor musste sie von Hand aufgezogen werden. Die Uhr schlägt jeweils zur vollen Stunde. Ihre Ziffernblätter haben einen Durchmesser von anderthalb Metern.

Gut 3500 Euro kosteten Reparatur und Ersatzteillieferung. Am 31. Oktober brachte Detlef Beuß die Uhr wieder in Gang.

Jetzt stehen die Zeiger nicht länger auf Mittagszeit. Quelle: Christian Bark

Ein herzliches Dankeschön erhielt Detlef Beuß am Dienstag vom Pfarrerin Linda Jünger. Im Namen der Evangelischen Gesamtkirchgemeinde Wittstock, des Uhr-Eigentümers, lobte sie die gute Arbeit. „Die Reparaturkosten waren nicht im Haushalt eingeplant“, sagte sie. Nur über Spenden habe man die Summe aufbringen können. „Notfalls wäre ich auch erstmal in Vorkasse gegangen“, ergänzte Beuß. Ihm sei es, nicht zuletzt aufgrund zahlreicher Kundenanfragen bezüglich der Turmuhr, besonders wichtig gewesen, dass die Reparatur so schnell wie möglich erfolgte.

Von Christian Bark

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