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Über 90 000 Kilometer zusammen geradelt

Neuruppin Über 90 000 Kilometer zusammen geradelt

Über 90 000 Kilometer haben die Radwanderer des Ruppiner Radsportclubs seit 1978 zusammen zurück gelegt. Jeden zweiten Sonntag treffen sich um die 20 Radler, um die Region zu erkunden. Höhepunkt ist der bereits fünfte Fahrradtag, der am 29. April unter dem Motto „Fahr Rad – gemeinsam gegen Mukoviszidose“ auf dem Neuruppiner Schulplatz stattfindet.

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Teilnehmer beim Fahrradtag in Neuruppin.

Quelle: Peter Geisler

Neuruppin. Wie lange Uwe Wöller schon bei der Radwandergruppe des Ruppiner Radsportclubs 1909/1990 ist, kann er nicht mehr auf den Tag genau sagen. Lange, so viel ist sicher, fast so lange, wie die Sektion Radwanderer besteht. Die erste Tour der Radler fand am 30. April 1978 statt. Uwe Wöller ist seit Herbst 1978 dabei. Die Radfreunde waren bis zur Wende in der Betriebssportgruppe (BSG) Lok Neuruppin organisiert. 1990 gründeten sie den Verein mit den Abteilungen Radball und Radwandern.

Mehr als zwei Mal die Erde mit dem Rad umrundet

36 Mitglieder hat die Sektion Radwandern zurzeit. Seit April 1978 bis zum Ende der Saison 2015 haben die Radler insgesamt 91690  Kilometer zurück gelegt. In dieser Zeit wurden 1092 Fahrradtouren mit 12 156 Teilnehmern durchgeführt. Nicht unerheblich viele Kilometer gehen allein auf das Konto von Vereinschef Uwe Wöller.

Der 51-Jährige kann sich noch gut an Radtouren nach Boltenmühle erinnern, ohne ausgebauten Radweg, im Sommer durch Zuckersand, im Herbst durch Modder und nasses Laub. „Wer da zügig gefahren ist, kann Radfahren.“ Das stellen er, seine Vereinskollegen und Gastfahrer alle zwei Wochen unter Beweis. Immer sonntags treffen sich die Sportfreunde auf dem Neuruppiner Schulplatz und starten von dort aus zu den Touren, die die fünf Fahrtenleiter zuvor ausgearbeitet haben. Am kommenden Sonntag geht die erste Radtour dieses Jahres zum Katerbower See. Mit 35 Kilometer fahren sich die Radler langsam warm. Im Laufe der Saison steigern sie sich hoch auf bis zu 85 Kilometer. Die Fahrtenleiter sorgen dafür, dass die Gruppe von rund 20 Leuten zusammenbleibt. Für Wöller stehen bei diesen 14-tägigen Fahrten die „Geselligkeit, das Gemeinschafts- und Landschaftserlebnis“ im Vordergrund. Für Thomas Hambück, der erst vor einigen Jahren zu den Radwanderern kam, liegt das Hauptaugenmerk auf dem Gesundheitsaspekt. Seine Ausdauer zu trainieren und die Rückenmuskulatur zu stärken, sind seine Antriebsfedern – und natürlich die Gemeinschaft. Er hatte damals an dem Fahrradtag teilgenommen und gemerkt, dass „die Chemie stimmt“. Er ist laut Wöller nicht mehr aus dem Verein wegzudenken. Hambück hat die Vereins-Homepage auf Vordermann gebracht, eine eigene Seite für den 5. Fahrradtag am 29. April erstellt und kümmert sich um alles, was mit Computer zusammen hängt. Der 37-Jährige gehört mit zu den jüngsten Mitgliedern. „Die Tendenz ist 50plus“, sagt Wöller.

Eine dufte, lustige Truppe

Die Zusammensetzung der Gruppe hat sich im Laufe der Jahre verändert. „Vor zehn Jahren waren wir fast ein reiner Männerverein“, so Wöller. Inzwischen radeln Paare mit, aber auch einzelne Frauen und Männer. „Wir sind eine dufte, lustige Truppe.“ Wöllers Lieblingstour ist die nach Boltenmühle. „Das ist mein Renner. Da gibt es so viele Varianten. Das wird nie langweilig.“ Da setzt er sich schon mal am Wochenende alleine aufs Rad und „schrubbt“ die Kilometer runter, im ehrgeizigen Tempo. „Zackig“ liebt es auch Thomas Hambück, wenn er seine Lieblingsstrecke um den Ruppiner See fährt, alleine. Bei den Vereinsfahrten jedoch ist das Gemeinschaftserlebnis mit das Wichtigste.

Gemeinsam mit der MAZ richtet der Radsportclub am Samstag, 29. April, ab 10 Uhr, den 5. Fahrrad-Tag aus. Es gibt fünf geführte Radtouren zwischen 20 und 150 Kilometer, darüber hinaus Aktionen rund ums Rad sowie Spiel und Spaß für die ganze Familie. Ein besonderes Highlight wird die Stadtsafari-Genusstour sein.

Von Dagmar Simons

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