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Überfall auf Getränkemarkt in Neustadt

Auch Schüsse abgefeuert Überfall auf Getränkemarkt in Neustadt

Ein Getränkemarkt ist am frühen Dienstagabend in Neustadt überfallen worden. Wie die Polizei informiert, sollen zwei Maskierte mit einer Geldkassette geflohen sein. Als sich ihnen ein Zeuge in den Weg stellte und einem die Maske vom Kopf riss, fielen Schüsse. Verletzt wurde offensichtlich jedoch niemand.

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Dieser Getränkemarkt in der Köritzer Straße in Neustadt wurde überfallen.

Quelle: Alexander Beckmann

Neustadt. Zwei maskierte und bewaffnete Räuber haben am Dienstagabend einen Getränkemarkt in Neustadt überfallen. Ein Zeuge stellte sich einem der Männer in den Weg und riss ihm die Maske vom Gesicht. Jetzt sucht die Polizei die Täter – und den Zeugen.

Die beiden Täter hatten gegen 17.15 Uhr den Getränkemarkt in der Köritzer Straße in Neustadt unweit des Bahnhofes betreten und eine 54-jährige Angestellte mit einer Pistole bedroht. Wie genau sich der Überfall abspielte, ist noch unklar, denn die Angestellte erlitt einen Schock. Sie musste behandelt werden und konnte zunächst noch nicht zu den Einzelheiten der Tat vernommen werden oder eine Täterbeschreibung abliefern. „Die Frau leidet auch heute noch unter dem Eindruck des Geschehens“, sagte am Mittwoch die Sprecherin der Polizeidirektion Nord, Dörte Röhrs.

Trotz Schüssen wurde in Neustadt offenbar niemand verletzt

Umso mehr hofft die Polizei, dass sich jener Zeuge meldet, der einem der Räuber die offensichtlich als Maske verwendete Mütze heruntergerissen hat – denn womöglich hat er ja einen der Täter erkannt. Offenbar hat er sich in dieser Situation auch selbst in große Gefahr begeben, denn die Räuber sollen zwei Schüsse abgefeuert haben, als es zur Begegnung mit dem Zeugen kam, und dieser einen der Männer festhielt. Verletzt wurde bei dem Handgemenge glücklicherweise niemand.

Ob die Männer für ihren Überfall auf das „Getränkehaus Neustadt“ eine Schreckschusswaffe verwendeten oder ob es sich womöglich um eine scharfe Pistole handelte, war zunächst unklar. Patronenhülsen wurden sichergestellt. Am Ende stand jedoch fest, dass es sich um eine Schreckschusspistole gehandelt haben muss.

Wie und wohin die Täter flohen, ist zudem auch noch nicht bekannt trotz Einsatz eines Fährtenhundes. Sie sollen zumindest zunächst in Richtung Bahnhof gerannt sein. Von dort aus könnten sie ihre Flucht mit dem Auto, per Rad, zu Fuß – oder gar mit dem Zug fortgesetzt haben. In etwa zu der Zeit fuhr ein Zug in Richtung Wittenberge ab und kurz darauf einer in die Berliner Richtung.

Am Mittwoch hatte der Getränkemarkt bereits wieder geöffnet. Das Personal zeigte sich angesichts dieses Vorfalls inmitten von Neustadt noch immer sichtlich mitgenommen. Die Tat ereignete sich schließlich auch zu einer Zeit, bei der es noch hell war.

Der Zeuge, aber auch mögliche weitere Personen, die etwas gesehen haben, werden nun dringend gebeten, sich bei der Polizei in Neuruppin zu melden unter 03391/3540.

Die Taten häufen sich in der Region

Im Bereich Bahnhofstraße/Köritzer Straße in Neustadt häufen sich seit einigen Jahren schon Einbrüche in diverse Läden und Märkte. Zu einem Überfall dieser Art kam aber es noch nicht.

Dafür traf es im Januar vor einem Jahr einen Markt in Kyritz: Die kleine Kaufhalle Friedensstraße/Ecke Werner Straße wurde ebenso von zwei bewaffneten Räubern überfallen. Die mutmaßlichen Täter müssen sich derzeit in Neuruppin vor Gericht verantworten.

Damals war es in Kyritz keine drei Monate her, als die Star-Tankstelle an der B 5 überfallen wurde. Maskiert und mit einem Messer bewaffnet war dort eines Abends Ende Oktober 2014 ein Räuber auf eine 59-jährige Angestellte losgegangen. Sie hielt sich alleine in dem Verkaufsraum auf und wischte gerade den Boden. Mit ihrem Schrubber soll sie sich verteidigt haben, woraufhin der Täter die Flucht ergriff.

Von Matthias Anke

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