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Ostprignitz-Ruppin Fußballer außer Lebensgefahr
Lokales Ostprignitz-Ruppin Fußballer außer Lebensgefahr
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11:17 13.08.2014
Eine Aufnahme von Oswaldo Proenca, die kurz vor der Fußball-Weltmeisterschaft 2014 entstand. Quelle: P. Geisler (Archiv)
Neuruppin

Der Brasilianer, der am Sonntag in Neuruppin schwer verletzt durch die Innenstadt lief, ist der Fußballer Oswaldo Proenca. Vier Jahre spielte Proenca für den MSV Neuruppin, derzeit steht er bei der Oberligamannschaft des SV Altlüdersdorf (Oberhavel) unter Vertrag. Proenca lebt in Neuruppin. Der Verein zeigte sich gestern in einer Pressemitteilung bestürzt über den Angriff auf seinen Spieler.

Unterdessen ist auch der zweite jugendliche Tatverdächtige gefasst. Ein 15-Jähriger habe sich der Polizei gestellt, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft am Mittwoch. Der Name des Jugendlichen sei den Ermittlern zu diesem Zeitpunkt bereits bekannt gewesen. Die Staatsanwaltschaft prüft nun, ob sie einen Haftbefehl beantragt.

Messerangriff in der Wohnung des Opfers

Gegen einen bereits am Sonntag festgenommenen 16-Jährigen hatte die Staatsanwaltschaft Haftbefehl beantragt. Den lehnte das Amtsgericht Neuruppin am Dienstag zunächst ab. "Das Gericht hat entgegen unserer Auffassung keinen dringenden Tatverdacht für ein versuchtes Tötungsdelikt gesehen", sagte Oberstaatsanwältin Lolita Lodenkämper. Es gehe vielmehr von einer gefährlichen Körperverletzung aus. Die Staatsanwaltschaft wollte prüfen, ob sie Beschwerde einlegt.

Was genau am Sonntag in der Wohnung des Brasilianers in Neuruppin passiert ist, wissen die Ermittler nicht. "Wir gehen aber davon aus, dass es zumindest zu einem lebensbedrohlichen Messerstich gekommen ist", sagte Lodenkämper. Zumindest der festgenommene 16-Jährige und sein Opfer sollen sich gekannt und in der Vergangenheit schon miteinander gefeiert haben.

Proenca ist außer Lebensgefahr

Passanten hatten am Sonntag gegen 17.30 Uhr gesehen, wie Proenca blutverschmiert die Neuruppiner Puschkinstraße entlang lief, offenbar verfolgt von den beiden Jugendlichen. Mit einem Rettungswagen wurde der Brasilianer in die Ruppiner Kliniken gebracht und sofort notoperiert. Inzwischen ist der 35-Jährige außer Lebensgefahr, bestätigte Lodenkämper auf Nachfrage.

Reyk Grunow/MAZ-Online

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