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Ostprignitz-Ruppin Überraschung in Wuthenow
Lokales Ostprignitz-Ruppin Überraschung in Wuthenow
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00:34 21.09.2015
René Daebel von der Dachdeckerfirma Keuf unterm Dach der Kirche. Quelle: Peter Geisler
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Wuthenow

In der Schriftrolle beschreiben die Bauherren von einst die Entstehungsgeschichte der 1836/37 erbauten Kirche. Zugleich danken sie den Regierenden ihrer Zeit – in Wuthenow hatte man den Bau eines Kirchturms erlaubt, in Krangen dagegen nicht.

Das Dach der Kirche von Wuthenow (Ostprignitz-Ruppin) ist neu gedeckt, die alte Zwischendecke im Kirchenschiff ist abgebaut. Nun wird der Blick auf die ursprüngliche Kassettendecke frei. In Kürze zieren auch die Kreuze wieder das Kirchendach. In einem der Kupferkreuze fanden die Bauarbeiter alte Dokumente.

Erst vor Kurzem hatte die Kirchengemeinde von der Schatulle im Kupferkreuz erfahren. Denn Gollasch hatte das Zinkgefäß aufbewahrt und jetzt erst – vor Abschluss der Dacharbeiten – ungeöffnet weitergegeben. Der Wuthenower Lutz Püschel öffnete schließlich das Gefäß. Gemeinsam mit anderen versuchte er den Text zu entziffern. Dass Dokumente in Kirchturmkugeln versteckt seien, sei durchaus üblich, sagen sie übereinstimmend. In einem Kreuz ist ein solcher Fund jedoch ungewöhnlich.

Morgen werden die Bauleute das Kreuz zurück aufs Dach setzen. In seinem Inneren wird die silberfarbene Schatulle wieder versteckt sein. Pfarrerin Ilona Kretzschmar und die Mitglieder des Ortskirchenrates geben eine weitere Schatulle dazu – ein schlankes Kupfergefäß mit einem Text zu den aktuellen Bauarbeiten und der Kirchengemeinde.

Im April hatten die Sanierungsarbeiten am Wuthenower Kirchendach begonnen. Weil die zu DDR-Zeiten verlegten Beton-Ziegel porös geworden waren, hatte es immer wieder durchgeregnet – Schwamm zerfraß Teile des Gebälks. Allerdings waren die Schäden nicht so groß wie befürchtet. „Die negativen Überraschungen blieben aus“, sagt Kretzschmar. So konnten die Bauleute noch den eigentlich für später geplanten zweiten Bauabschnitt – den Turm – in Angriff nehmen. Auch die kleinen Dächer am Turm sind inzwischen mit roten Tonziegeln gedeckt.

Wann die Arbeiten an der Wuthenower Kirche abgeschlossen sind, ist noch offen. Denn am stark beschädigten Kreuz des Turms und seiner Einfassung ist noch einigens zu machen. Derzeit müssen die Maurer den Putz im Inneren des Turms ausbessern. Auch die Maler haben im Inneren der Kirche noch zu tun. In den vergangenen Wochen hatten Handwerker die ebenfalls zu DDR-Zeiten eingezogene Zwischendecke entfernt. Die Holzbalken der Decke sind wieder zu sehen. Am Ende sollen die Decke in einem hellen Grau und die Wände in einem Rosa erstrahlen. „Der Restaurator und der Maler müssen sich noch absprechen“, sagt Kretzschmar. „Wahrscheinlich sind die Wände künftig nicht mehr ganz so kräftig rosa, wie wir sie mal hatten.“ Nach bisherigen Berechnungen werden die Arbeiten etwa 250 000 Euro kosten. Der größte Teil dieser Summe – rund 109 000 Euro – stammt aus dem sogenannten Staatskirchenvertrag. Auch die Landeskirche, der Kirchenkreis, die Stiftung kirchlicher Baudenkmäler in Deutschland und die Wuthenower Kirchengemeinde geben Geld dazu.

Die silberne Schatulle ist in diesem Sommer nicht zum ersten Mal geöffnet worden. Als die Kirche zu DDR-Zeiten saniert wurde, müssen Bauarbeiter sie schon einmal aufgezogen haben. Püschel entdeckte neben dem noch gut erhaltenen Pergament aus dem 19. Jahrhundert auch noch etwas DDR-Geld. „Alu-Chips“, sagt Püschel. „Zwei Fünfer und einen Zehner.“

Von Frauke Herweg

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