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Überraschungsgast beim Wasserfest

Nietwerder Überraschungsgast beim Wasserfest

Zur Freude der Besucher ist beim ersten Wasserfest des Neuruppiner Ortsteils Nietwerder ist am Sonntag sogar Neptun aufgetaucht. Der Gott des Meeres taufte in einem kleinen Pool auf dem Bolzplatz mehrere Erdflöhe und war erstaunt von den Spielen, zu denen der Heimat- und Kulturverein des Ortes eingeladen hatte.

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Neptun ließ es sich nicht nehmen, beim ersten Wasserfest in Nietwerder aufzutauchen.

Quelle: Andreas Vogel

Nietwerder. So schnell lassen sich die Einwohner von Nietwerder das Feiern nicht vermiesen. Im nächsten Jahr steht zwar der 150. Geburtstag der Stülerkirche an, und 2020 soll der 600. Geburtstag des Dorfes groß gefeiert werden. Aber das ist noch lange kein Grund, das Sommerfest in diesem Jahr ausfallen zu lassen – es war wegen des Unwetters vor gut zwei Wochen lediglich etwas verschoben worden.

Zwar schauten Ortsvorsteher Wolfram Händel (67) und die Mitglieder des Heimat- und Kulturvereins auch am Sonntag immer wieder mit sorgenvollen Blicken gen Himmel.

Wasserspritzen und Wasserbaustelle

Doch der Wettergott hatte zur Freude der Besucher auf dem Bolzplatz weitgehend Erbarmen. Lediglich ein paar Tropfen fielen immer mal vom Himmel, und diese passten eigentlich ganz gut: Hatte doch Nietwerder erstmals zu einem Wasserfest eingeladen. Kinder und Erwachsene konnten mit einer Wasserspritze ihre Zielgenauigkeit testen, mit übergroßen Gummistiefeln einen oder gar zwei Eimer Wasser mit einem Mal so schnell wie möglich über einen Parcours tragen oder versuchen, innerhalb einer Minute ein großes Reagenzglas mit dem kühlen Nass zu füllen, wobei sie allerdings nur einen kleinen Plastikbecher benutzen durften und mit diesem zuvor immer wieder erst einen Stuhl überqueren mussten. Passend zum Thema, und dank der Unterstützung der Sparkasse, hatte der Heimat- und Kulturverein zudem die Wasserbaustelle von Esta Ruppin bestellen können. An dieser hatte auch Paul viel Spaß. Der Sechsjährige aus Alt Ruppin, der in Nietwerder seine Großeltern besuchte, wurde nicht müde, die vielen Plastikrohre auf immer wieder neue Weise zu verbinden und das Wasser sowie die kleinen bunten Bälle in die bereitstehenden Tröge fließen zu lassen.

Paul (6) hatte großen Spaß mit der Wasserbaustelle, die das Spielmobil von Esta Ruppin mitgebracht hatte

Paul (6) hatte großen Spaß mit der Wasserbaustelle, die das Spielmobil von Esta Ruppin mitgebracht hatte.

Quelle: Andreas Vogel

„Wir suchen für unsere Feste immer wieder nach neuen Ideen“, sagte Heidrun Händel. Gleichwohl hielt der Heimat- und Kulturverein auch an Bewährtem fest: Es konnte Fußball gespielt und gekegelt werden, auch die kleine Anlage für das sogenannte Galgenkegeln war aufgebaut. Und natürlich gab es auch Kaffee und selbst gebackenen Kuchen.

Zur Überraschung vieler jüngerer Besucher tauchte am Nachmittag sogar Neptun aus den Fluten des Ruppiner Sees auf und taufte in einem kleinem Pool einige „Erdflöhe“ auf gar wunderliche Namen, wie süße Miesmuschel, glitzernde Auster oder zappelnder Aal.

Zur Taufe gehörte natürlich ein ganz besonderer Trunk

Zur Taufe gehörte natürlich ein ganz besonderer Trunk.

Quelle: Andreas Vogel

Die nächste Feier in Nietwerder steht schon fest: das Erntefest am 16. September.

Von Andreas Vogel

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