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Übung in verqualmtem Haus

Wittstock Übung in verqualmtem Haus

Verqualmte, dunkle Räume sind im Brandfall nicht nur für Bewohner eines Hauses eine Gefahr, sondern auch für die zu Hilfe eilenden Feuerwehrleute. Aus diesem Grund übten 19 Feuerwehrleute aus Wittstock und Biesen am Montag den Brandeinsatz in einem leerstehenden Haus. Bei der Suche nach Vermissten kam die Wärmebildkamera zum Einsatz.

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Eine Puppe diente als Opfer.

Quelle: Björn Wagener

Wittstock. Schläuche ziehen sich über den Gehweg, Feuerwehrleute in voller Montur sind am Montagabend am Walter-Schulz-Platz in Wittstock ebenso zu sehen wie hervordringender Qualm. Doch es gibt keinen Brand. Die Feuerwehr hält vielmehr eine realitätsnahe Ausbildung in einem leer stehenden Haus ab. Geübt wird die Rettung von Personen.

Steffen Müller, der Mittwochabend von den Stadtverordneten zum Wehrführer ernannt werden soll, erklärt das Szenario: Ein Feuer ist im Keller ausgebrochen. Die Räume sind so verqualmt, dass nichts mehr zu sehen ist. Fünf Menschen sind noch in Gefahr, sie sollen von der Feuerwehr gerettet werden. Drei Personen stehen auf dem Balkon, zwei Vermisste befinden sich irgendwo in dem verqualmten Gebäude. Das heißt, es kommen nicht nur Atemschutzgeräte zum Einsatz, sondern auch eine Wärmebildkamera. Nur mit ihr ist es unter diesen Bedingungen möglich, zu erkennen, wo sich Menschen befinden. Seit 2013 verfügt die Wehr über diese Technik.

19 Leute nahmen am Einsatz teil

Auch wenn bei der Übung nur eine Puppe als Opfer herhalten muss, so ist Müller am Ende aber zufrieden. „In erster Linie spielt die benötigte Zeit eine Rolle“, sagt er. Hinzu komme, dass sich die Kameraden in dem Haus nicht auskannten und zunächst einmal orientieren mussten. Wie anstrengend so ein Einsatz ist, war den Feuerwehrleuten anzusehen, als sie Helme und Masken absetzten.

Erschöpfung nach der Übung

Erschöpfung nach der Übung.

Quelle: Björn Wagener

An der Übung nahm ein Zug der Wittstocker Wehr und die Kameraden aus Biesen teil, insgesamt 19 Leute. Nächste Woche soll eine ähnliche Übung stattfinden, bei der auch Kameraden aus Babitz dabei sein werden.

Bei solchen Übungen gehe es nicht nur darum, Einsatztaktiken, sondern auch den Umgang mit der Technik zu festigen – wie zum Beispiel der Wärmebildkamera. „Wenn’s drauf ankommt, muss es funktionieren“, sagt Steffen Müller. Leer stehende Häuser seien da sehr gut geeignet. Der Übungseinsatz am Montagabend dauerte zweieinhalb Stunden und war gegen 20.30 Uhr beendet. Am Ende wurde der Qualm aus dem Haus herausgezogen.

Von Björn Wagener

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