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Umbau der ehemaligen Schule absehbar

Sieversdorf Umbau der ehemaligen Schule absehbar

Die Gemeinde Sieversdorf-Hohenofen will auf ihren bisherigen zentralen Treffpunkt in der ehemaligen Schule verzichten und das Haus zum Seniorenzentrum umbauen. Statt viel Geld für die Betriebskosten auszugeben, will man damit künftig Mieteinnahmen erzielen.

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Der Umbau der ehemaligen Sieversdorfer Schule zur Senioreneinrichtung könnte noch in diesem Jahr beginnen.

Quelle: Alexander Beckmann

Sieversdorf. Die Gemeinde Sieversdorf-Hohenofen ist einen guten Schritt weitergekommen mit ihrem Vorhaben, die einstige Sieverdorfer Schule einer neuen Nutzung zuzuführen. Seit dem Ende der Schule Mitte der 90er Jahre wird das Gebäude als Bürger- und Vereinshaus genutzt – aber eben nur zum Teil. Die Mehrzahl der einstigen Klassenzimmer, Büros, Küchen- und Wirtschaftsräume steht leer. Die Kommune steckte einiges Geld in den Erhalt des Baus, doch längst ist sich die Gemeindevertretung einig: Das alles ist überdimensioniert und zu teuer.

Platz genug zum Wohnen

2015 entstand die Idee, das Haus für die Seniorenbetreuung umzubauen und an einen Betreiber zu vermieten, der bereits sein Interesse angemeldet hatte. „Der Bedarf ist auf jeden Fall da“, schätzt Bürgermeister Hermann Haacke ein. Einrichtungen dieser Art gibt es in der Gemeinde bisher gar nicht.

Ursprünglich ging man in Sieversdorf davon aus, dass das ganze Vorhaben bis Mitte 2017 erledigt sein könnte. Das war wohl etwas zu optimistisch. Doch es geht voran. „Wir haben die Pläne jetzt beim Landkreis eingereicht und warten auf die Baugenehmigung“, berichtet der Bürgermeister.

Finanziert werden soll der Umbau ausschließlich Geld aus dem eigenen Haushalt. Die Kostenschätzung konnte von ursprünglich einer Million mit vertretbaren Abstrichen auf 600 000 Euro gedrückt werden. „Wir wollten keine Fördermittel“, sagt Hermann Haacke. Denn damit wären Vorgaben zur Nutzung verbunden. Und das wolle sich die Gemeinde auf jeden Fall selbst vorbehalten. Oberstes Ziel sei es, mit dem Haus Mieteinnahmen zu generieren statt sich über die Betriebskosten arm zu machen.

Dorfgemeinschaft braucht Alternativen

Ganz ohne einen gewissen Verzicht geht das für die Sieversdorfer nicht ab. Für den bisher genutzten Sitzungsraum, den Clubraum und die kleine Sporthalle müssen Alternativen gefunden werden. Im Blick hat man dafür unter anderem die leerstehenden Räume des ehemaligen Dorfkonsums direkt neben dem Feuerwehrhaus. „Die wollen wir mit wenig Kosten umgestalten“, kündigt Hermann Haacke an. Für körperliche Aktivitäten ließe sich auch das Sporthaus nutzen. „Räume haben wir eigentlich genug“, ist der Bürgermeister sicher. „Nur die Kapazität für ganz große Veranstaltungen mit 100 Leuten oder so werden wir nicht mehr haben.“ Aber sowas sei ohnehin die große Ausnahme gewesen.

Über alle Einzelheiten will die Gemeinde ihre Bürger bei einer Informationsveranstaltung am 15. März informieren. Dann soll sich auch der künftige Betreiber des Hauses der Öffentlichkeit vorstellen. Soweit bekannt ist, will das Unternehmen aus Rhinow sowohl betreutes Wohnen als auch eine Tagespflege in der ehemaligen Schule einrichten.

Von Alexander Beckmann

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