Volltextsuche über das Angebot:

8 ° / 7 ° Regen

Navigation:
Umgehungsstraße für Rheinsberg umstritten

Stadt sagt ja, das Land nein Umgehungsstraße für Rheinsberg umstritten

Die Stadt Rheinsberg (Ostprignitz-Ruppin) leidet unter dem durch den Ort donnernden Schwerlastverkehr - und will mehr denn je eine Entlastungsstraße schaffen. Doch das Land Brandenburg hat Rheinsberg offenbar nicht auf dem Plan, wie der Landtagsabgeordnete Péter Vida aus einer "frechen" und "zynischen" Antwort des Infrastrukturministeriums erfahren hat.

Voriger Artikel
Neuruppiner Rettungswache wird erst 2017 fertig
Nächster Artikel
400 Ehemalige feiern ihre Schule in Neuruppin

Rheinsberger Bürgerinitiative wirbt mit Plakaten an den Häusern für Unterstützung.

Quelle: Celina Aniol

Rheinsberg. Die Stadt Rheinsberg will eine Entlastungsstraße für den durch den Ort donnernden Schwerlastverkehr schaffen - und zwar mehr denn je. Schon in der kommenden Woche sollen sich die Stadtverordneten erstmals mit dem Thema beschäftigen und am 22. Juni bereits einen entsprechenden Aufstellungsbeschluss für die sogenannte südliche Ortsumgehung auf den Weg bringen. Diese Strecke soll vor allem für Entspannung in der Mühlenstraße sorgen, die als besonders belastet gilt.

Rheinsbergs Bürgermeister Jan-Pieter Rau sowie Stadtentwicklungsreferent Thomas Lilienthal betonten gestern noch einmal, dass das Vorhaben breite Zustimmung erfährt. Sowohl die Schlösserstiftung, die Denkmalpflege, die Städtebauförderungsstelle als auch das Land haben signalisiert, dass sie das Projekt befürworten. "Es ist klar, dass wir die südliche Umfahrung brauchen. Es ist klar, dass sie kommen wird", so Thomas Lilienthal. "Die Frage ist nur: in welcher Form." Welche Strecke im südlichen Bereich am besten für die Umfahrung geeignet ist, könne die Stadt aber erst beantworten, wenn der Aufstellungsbeschluss gefasst ist. Denn erst dann könne sie die verschiedenen Trassenvarianten untersuchen.

Der Landtagsabgeordnete Péter Vida (BVB/Freie Wähler) weiß indes, dass das Land an diesem Punkt nicht an einem Strang mit der Stadt zieht. Er hat gerade eine Antwort der Landesregierung auf seine Kleine Anfrage erhalten, die er nach seinem Besuch der Mühlenstraßen-Bürgerinitiative "Leben statt beben" gestellt hatte. Die Erwiderung darauf bezeichnet Vida als "frech" und "zynisch". In dem Schreiben verweist Potsdam nämlich lediglich auf die Verkehrsbelastung an der B122, die weit unter dem Landesdurchschnitt liegt. Zudem habe es dort in den vergangenen drei Jahren keine Unfälle mit Personenschäden gegeben, in die Lkws verwickelt waren, so das Infrastrukturministerium. Eine Ortsumgehung für Rheinsberg sei deshalb nicht geplant - und nach einer Schwachstellenanalyse nicht notwendig.

Vida empfindet die Antwort als "unverantwortlich". "Die offensichtlichen Probleme der Innenstadt dürfen nicht derart abgebügelt werden", so der Landtagsabgeordnete. "Sicherlich wäre in dieser Sache eine stärkere Unterstützung des Bürgermeisters vonnöten, der sich aber offensichtlich genauso passiv verhält wie die Landesregierung." ca

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Ostprignitz-Ruppin

Sollte Rauchen im Auto verboten werden, wenn Kinder dabei sind?

57811e88-cc1d-11e5-9fb5-3858ea6ed044
Babys aus Oberhavel (6)

Babys aus Oberhavel, Januar/Februar 2016

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg