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Ostprignitz-Ruppin Umleitungsverkehr sorgt für Ärger
Lokales Ostprignitz-Ruppin Umleitungsverkehr sorgt für Ärger
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02:16 19.05.2017
Auch der Fußweg leidet unter dem Umleitungsverkehr. Quelle: Andreas Vogel
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Bechlin

Für einige der vielen großen Laster, die derzeit aus Richtung Rheinsberg zur Autobahnauffahrt Neuruppin wollen, ist die Umleitungsstrecke über Bechlin einfach zu schmal. Davon zeugen die großen Reifenspuren neben der Dorfstraße, besonders aber die Spuren an der Kreuzung Dorfstraße/Ecke B 167 in Höhe des Fußgängerweges. „Durch das erhöhte Verkehrsaufkommen wird die Dorfstraße in Mitleidenschaft gezogen“, sagt auch der SPD-Stadtverordnete Nico Ruhle. Der Politiker weiß, wovon er spricht: Ruhle wohnt in Bechlin.

Der Landesbetrieb Straßenwesen, der wegen der Arbeiten am Kreisverkehr an der Neustädter Straße die Umleitung über Bechlin hat ausschildern lassen, ist auf derartige Probleme vorbereitet. Um Streit über Schäden, die durch den Umleitungsverkehr entstanden sind, zu vermeiden, versucht der Landesbetrieb, den Verkehr grundsätzlich auf Landesstraßen umzuleiten. Das gelingt jedoch nur in gut 80 Prozent der Fälle, sagte am Dienstag Cornelia Mitschka, Sprecherin des Landesstraßenbetriebes. In den restlichen Fällen wird vor dem Ausschildern der Umleitungsstrecke der Zustand der jeweiligen Straße dokumentiert. Schließlich will der Landesbetrieb nur die Kosten für die Schäden übernehmen, die wirklich durch den Umleitungsverkehr entstanden sind – und nicht noch für andere Reparaturen.

Raser in der Schulstraße

Die Schäden an der Bechliner Dorfstraße hat der Landesbetrieb bereits dokumentiert. Zufrieden ist Ruhle dennoch nicht. Den Bechliner ärgert, dass immer wieder Autofahrer versuchen, die ausgewiesene Umleitungsstrecke über die Schulstraße abzukürzen. Diese geht am Ortsende in einen unbefestigten Feldweg über, der nach mehreren hundert Metern auf die Straße zwischen Kränzlin und Neuruppin führt. „In manchen Navis ist der Weg über den Acker wohl als normale Straße unterlegt“, vermutet Ruhle. Am wirksamsten wäre es, den Weg ganz zu sperren, sagte Baudezernent Arne Krohn.

Aber ob das von der Mehrheit der Bechliner gewünscht wird, ist fraglich. Immerhin wird der Feldweg nicht nur von Radlern genutzt, sondern auch von Landwirtschaftsfahrzeugen, damit die umliegenden Felder bewirtschaftet werden können. Ruhle würde es reichen, wenn in der Schulstraße die vorgeschriebene Höchstgeschwindigkeit von Tempo 30 eingehalten wird. Immerhin befindet sich an der Straße auch die Kita. Damit sich Autofahrer an das Tempolimit halten, könnten große Pflanzkästen auf die Straße gestellt werden, wie vor der Evangelischen Schule in Neuruppin, so Ruhle. Ob das passieren wird, ist offen: Beruhigt sich doch im Sommer vermutlich die Situation in Bechlin, wenn im Juli der neue Kreisel in Neuruppin fertig ist. Dann entfällt die Umleitung – bis zur nächsten Baustelle.

Die Arbeiten am umstritten Kreisverkehr in Neuruppin sollen im Juli fertig werden. Quelle: Andreas Vogel

Von Andreas Vogel

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