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Ostprignitz-Ruppin Umleitungsverkehr sorgt für Ärger
Lokales Ostprignitz-Ruppin Umleitungsverkehr sorgt für Ärger
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00:19 03.12.2017
Gerade wegen des vielen Regens der vergangenen Zeit ist der Boden aufgeweicht und schnell zerfahren. Quelle: Matthias Anke
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Gantikow

Ausgefahrene Löcher und modderige Spurrillen dort, wo sonst das sogenannte Straßenbegleitgrün seinen Platz bereits hat: So präsentiert sich derzeit eine Straße, die durch einen Teil von Gantikow führt. Dabei rollen auf diesem Weg, über den man von Mechow aus kommend nach einer Kurve wieder auf die Bundesstraße 103 gelangt – und umgekehrt – erst seit Anfang dieser Woche mehr Fahrzeuge denn je. Grund ist der Fahrbahnbau vom neuen Kreisverkehr im Norden der Stadt Kyritz in Richtung Pritz­walk. Die B 103 wurde dazu im Bereich von Wolfswinkel zwischen der B 5 und dem Abzweig Rüdow gesperrt.

Wie der Landesbetrieb Straßenwesen informierte, und wie es auch an Beschilderungen ablesbar ist, führt die offizielle Umleitung in den Raum Pritzwalk hinein über die B 5 und die B 107. Ortskundige aber und jene, die nur bis in die nächstgelegenen Dörfer müssen, wählen kürzere Wege. Ein Teil von Mechow und eben ein Teil von Gantikow stöhnt folglich unter dem erhöhten Verkehrsaufkommen, und das absehbar bis Jahresende. Dann soll die B 103, sofern es die Witterung zulässt, wieder freigegeben werden.

Auch Rüdower leiden unter den Beeinträchtigungen

Dass laut dem Landesbetrieb derweil „alle Verkehrsteilnehmer und Anwohner um erhöhte Aufmerksamkeit, Information ihrer Lieferanten sowie um Verständnis für die Beeinträchtigungen während der Bauzeit gebeten“ werden, nützt den Betroffenen wenig. Auch die Rüdower gehören dazu – mal wieder: Sie litten voriges Jahr schon während der Kreiselbauarbeiten an der Europakreuzung. Dabei führt diese Abkürzung über die L 14 mittlerweile aber über derart kaputte Wege, dass sie selbst der eiligste ein zweites Mal meiden dürfte.

„Am Montag war es extrem, dagegen hat sich die Lage bis jetzt regelrecht wieder beruhigt“, berichtet Gantikows Ortsvorsteher Willi Dorn. Gerade die von Norden kommenden Kraftfahrer dürften nun wohl doch schon bei Dannenwalde oder Vehlow abbiegen, um zur B 5 und weiter nach Kyritz zu fahren. Dass dennoch viele auch den Weg durch Gantikow finden und vor allem die Dorfbewohner selbst nun allesamt in diese Richtung hinausfahren, lasse sich nicht vermeiden. Und dass es mit Blick auf die betroffene Straße in Gantikow nun schlimm aussehe, sei vor allem auch dem Regenwetter der vergangenen Tage geschuldet. Zudem sei man nicht hoffnungslos, so Dorn: Als die Strecke schon einmal als heimliche Abkürzung statt der offiziellen Umleitung genutzt wurde, wurden Straßenschäden anschließend ausgebessert.

Zweifel, ob die Beschilderung für die offizielle Umleitung ausreicht

Anwohnerin Susanne Krebs-Fitzner, die ebenso dem Ortsbeirat angehört, sieht die Situation dramatischer. „Wir erleben hier die absolute Katastrophe“, sagt sie. Nicht allein die vielen Fahrzeuge an sich seien das Problem, sie würden augenscheinlich auch noch viel zu schnell durch das Dorf donnern. Außerdem bezweifelt sie, dass die Beschilderung für die offizielle Umleitung ausreicht.

Unterdessen gibt es aber auch angesichts dieser Strecke an sich Proteste. Ein MAZ-Leser wundert sich: „Ist eigentlich schon irgendwem aufgefallen, dass Ortsunkundige, die tatsächlich der offiziellen Umleitung folgen, von Wolfswinkel bis in die Stadt Kyritz einen Weg von 70 Kilometern zurücklegen müssen? Das will mir echt nicht in den Kopf.“

Von Matthias Anke

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