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Umsatz mit Sicherheitstechnik steigt

Einbruchsschutz im Ruppiner Land und der Prignitz Umsatz mit Sicherheitstechnik steigt

Immer mehr Hausbesitzer und Unternehmer in der Prignitz und dem Ruppiner Land denken an Vorsorge und lassen ihre Gebäude mit Sicherheitstechnik wie Alarmanlagen oder Videoüberwachung ausrüsten. Das bestätigen Sicherheitsfirmen aus der Region. Auch die Polizeiliche Präventionsstelle bekommt mehr Zulauf, empfiehlt Meldeanlagen aber nicht immer.

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Die Tür nur abzuschließen, reicht oft nicht aus.

Quelle: Peter Geisler

Neuruppin. Einbrecher haben in den meisten Fällen leichtes Spiel. Sie müssen sich nicht etwa wochenlang auf die Lauer legen und Haustüren beobachten. Holger Mende leitet die Präventionsstelle der Polizei in Neuruppin und sagt, dass die Einbrecher ihre Gelegenheit eher spontan nutzen. „Die Menschen machen es den potenziellen Dieben oftmals sehr leicht“, so der Experte. Doch das ändert sich offenbar, denn das Interesse an Alarmanlagen im Land Brandenburg ist gestiegen. Der Verband der Sicherheitswirtschaft meldet steigende Umsätze. Sicherheitsunternehmen aus der Prignitz und dem Ruppiner Land können diesen Trend größtenteils bestätigen.

Besonders seitens der Unternehmen ist die Nachfrage gestiegen, sagt Erik Walden von Walden-Sicherheitstechnik in Wittstock. Das sei aber nicht erst seit Kurzem so, sondern habe sich kontinuierlich über die vergangenen Jahre entwickelt. Am häufigsten verkauft Walden Brandmeldeanlagen. „Da haben wir zum Beispiel viele Anfragen von Altersheimen. Die müssen ja solche Anlagen anschaffen“, so Walden.

Unternehmen lassen sich eher beraten als Eigenheimbesitzer

Die Eigenheimbesitzer bilden demnach eher nicht die Masse. Genügend Einbrüche gebe es zwar, aber das sei noch lange kein Grund, eine spezialisierte Sicherheitstechnikfirma aufzusuchen. „Die meisten gehen dann doch in den Baumarkt“, sagt Walden, der die Firma 1991 mit seinem Bruder gegründet hat. Der Nachteil: Die günstigeren Produkte verursachten häufiger Fehlalarme und hätten keinen Notstromakku, so der Fachmann.

Laut Polizeistatistik ist die Zahl der Wohnungs- und Hauseinbrüche im Jahr 2014 gesunken. 2013 wurde im Gebiet der Direktion Nord 1118 Mal eingebrochen. Dieser Wert schließt Diebstähle mit ein. 2014 waren es noch 1045 Fälle. Die aktuellen Zahlen für das Jahr 2015 liegen noch nicht vor. In der Polizeilichen Präventionsstelle in Neuruppin wollen sich parallel immer mehr Menschen beraten lassen. „Mehr als drei Monate im Voraus sind bereits Termine vergeben worden“, sagt Holger Mende, Koordinator der Prävention im Kreis Ostprignitz-Ruppin. In den vergangenen drei Jahren haben sich 455 Menschen zum Einbruchsschutz für Haus oder Wohnung beraten lassen. An den Seniorenveranstaltungen „Sicher im Alter“ haben 745 Menschen teilgenommen. Zum Präventionsangebot gehört zuerst eine technische Grundberatung.

Vorsorge funktioniert auch ohne Geld

Im Unterschied zur gewerblichen Beratung stehen dabei einfache und kostenlose Methoden im Vordergrund. „Der Berater vor Ort empfiehlt zum Beispiel, das Garagentor nicht offen zu lassen, den Briefkasten bei längerer Abwesenheit leeren zu lassen und auch Fenster in den oberen Etagen zu schließen“, erklärt Mende. Zudem werde demonstriert, wie leicht sich eine nicht abgeschlossene Tür mit Knauf, die ins Schloss gefallen ist, öffnen lässt. Im Einzelfall empfehlen die Berater auch technische Mittel zum Einbruchsschutz. Dabei halten sie sich ausschließlich an zertifizierte Firmen. Diese stehen auf der sogenannten „Errichterliste“, die ständig aktualisiert wird. „Die Ausrüstung mit Einbruchsmeldeanlagen bevorzugt die Prävention aber nicht“, so Mende. Sie seien zwar ein bewährtes Mittel zum Schutz vor Einbrechern, erfordern aber technisches Verständnis der Hausbesitzer und Voraussetzungen am Gebäude selbst.

Dass Eigenheimbesitzer Vorsorge treffen und sich mit Alarmanlagen oder Videoüberwachung eindecken wollen, erlebt Isolde Wegner vom gleichnamigen Alarm- und Sicherheitstechnikunternehmen in Pritzwalk immer seltener. „Wir erledigen hauptsächlich Reparaturen an Türschlössern“, sagt Wegner und vermutet auch, dass potenzielle Kunden ihre Alarmanlagen eher im Baumarkt kaufen.

Nachfrage steigt traditionell im Winter

Anders ist das bei der Firma Ela Sell in Neuruppin, die es seit mittlerweile 25 Jahren gibt. „Wir sind seit eh und je gut ausgelastet“, sagt Geschäftsführer Eberhard Sell. Traditionell steige die Anfrage immer in den Wintermonaten an. Ela Sell berät, wie viele andere Sicherheitsfirmen auch, mehr Unternehmer als Privathaushalte. Am beliebtesten sind bei Eberhard Sells Kunden Einbruchsmelder.

Von Luise Fröhlich

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