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Ostprignitz-Ruppin Umzug der Roten Waldameisen
Lokales Ostprignitz-Ruppin Umzug der Roten Waldameisen
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02:15 12.06.2017
Dieses Hochbeet ist nun frei von Ameisen. Quelle: Björn Wagener
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Alt Daber

Jetzt krabbeln sie woanders: Rote Waldameisen wurden kürzlich vom Hochbeet am Daberturm-Ensemble in Alt Daber zu einem geeigneten Platz im Wald umgesiedelt. Diese Aufgabe habe ein Fachmann vom Landesbetrieb Forst übernommen, sagt dazu Stadtförster Guido Bischoff. Dabei ging es um zwei Nester, die nun in etwa anderthalb Kilometern Entfernung ihr neues Zuhause gefunden haben. Der Standort sei zuvor von einem Fachmann ausgewählt worden. Um ihnen die Eingewöhnung am neuen Ort etwas zu erleichtern, sei etwas Holz vom bisherigen Standort an den neuen Platz mitgenommen worden. Die Kosten für die Umsiedlung trug die Stadt.

Zugang war eingeschränkt

Die Bitte um Umsetzung der Ameisen kam von der Wittstocker Touristinformation. „Die Ameisen befanden sich direkt an den Hochbeeten, die natürlich für die Gäste zugänglich sein sollen“, sagt dazu Katja Reichelt, Leiterin der Touristinformation. Genau das sei aber nicht mehr möglich gewesen, „weil die Nester über die Jahre so groß geworden waren“.

Das Daberturm-Ensemble gehört für die Stadt Wittstock immerhin zu den touristischen Highlights. Besucherverkehr ist dort an der Tagesordnung. Deshalb ist die Umsiedlung der Roten Waldameisen nur der erste Schritt, um die kleinen Krabbler auch langfristig von dieser Stelle fern zu halten. Laut Guido Bischoff solle das Hochbeet, in dem sich verschiedene Kräuterarten befinden, demnächst in ein Beet auf dem Boden umgewandelt werden. Nester der Roten Waldameise sind nach der Bundesartenschutzverordnung besonders geschützt und stehen laut der Roten Liste gefährdeter Arten Deutschlands auf der Vorwarnliste. Laut Wikipedia beurteilten einzelne Länder Deutschlands die Situation hinsichtlich des Vorkommens unterschiedlich. Im Wittstocker Stadtforst seien Rote Waldameisen jedoch noch recht häufig anzutreffen, so Guido Bischoff.

Von Björn Wagener

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