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Ostprignitz-Ruppin Unaufhaltsam durchs Schneegestöber
Lokales Ostprignitz-Ruppin Unaufhaltsam durchs Schneegestöber
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00:44 02.03.2018
Heike Kulke düst seit kurzem mit einem Elektromobil durch die Kyritzer Innenstadt – bei jedem Wetter und so auch am Dienstagvormittag. Quelle: Matthias Anke
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Kyritz

Ob er wohl anspringt? Die bange Frage stellen sich sicherlich etliche Kraftfahrer dieser Tage allmorgendlich. Minusgrade im zweistelligen Bereich sind schließlich nicht jedes Jahr so zu erleben in der Kyritzer Region.

Doch Heike Kulke macht sich keine Sorgen. „Fährt sich super. Bis jetzt habe ich keinerlei Startprobleme oder sowas“, sagte sie mit Blick auf ihr feuerrotes Elektromobil: „Das ist nur zu empfehlen.“ Erst seit wenigen Wochen düst die Angestellte der Turbopost damit durch die Kyritzer Innenstadt. Der private Postdienstleister aus Neuruppin hatte unlängst angekündigt, die Testphase für sein Elektromobil auf Kyritz zu erweitern. Gut 100 Kilometer Reichweite hat das lautlose Gefährt – und Griffheizungen. „Toll, oder?“, sagte die Frau am Dienstagvormittag und huschte durch den Flockenwirbel zum nächsten Briefkasten.

Derweil bereiteten sich die Leute vom Kyritzer Bauhof auf ihren Winterdienst vor. „Schwerpunkte? Gibt es keine. Denn Schwerpunkte sind überall. Hat ja geschneit wie verrückt“, erklärte Manfred Nitsche: „Wenn es aufhört, geht’s los, dann wird geräumt.“

Der Kyritzer Werner Wolf mit seinem Motorbesen. Quelle: Matthias Anke

Gefegt und geschippt wurde da bereits vor etlichen Häusern. Mancher brachte seinen Motorbesen zum Einsatz. So auch Werner Wolf, der Mann eines Gebäudeservices, der damit gleich durch mehrere Straßen zog.

Zu größeren Schäden führten Schnee und Kälte indes nicht. „Alles ruhig“, informierte Claudia Hacke als Vorsteherin des Wasser- und Abwasserverbands Dosse in Neustadt: „Bislang jedenfalls. Toi, toi, toi!“ Wenigstens eine Nacht aber mit minus 13 Grad Celsius sollte noch folgen.

Diskussion um Fahrrinne vom Kyritzer Unterseeufer zur Insel

Ausgereicht hatte es augenscheinlich trotzdem noch nicht, um alle Gewässer sorgenlos zu betreten. Der Untersee ist entlang der Kyritzer Uferpromenade gar großflächig eisfrei. Die Inselfähre hält den Bereich offen – was bereits Unmut bei manchem weckte, unter anderem am MAZ-Lesertelefon. Nun kam das Thema kürzlich auch im Internet in der öffentlichen Kyritzer Facebook-Gruppe auf. Nutzer Herbert Brandt wunderte sich: „Warum muss denn im Winter eine Fahrrinne zur Insel freigehalten werden? Verstehe ich nicht, wenn im Winter die Gaststätte dort geschlossen ist. Es besteht doch eine große Gefahrenquelle, wenn mitten auf dem See die Eisdecke aufgebrochen wird.“ Gastwirtin Rosmarie Köckenberger erklärte es mit einem „umfassenden Bedarf“, den „es auch im Winter gibt, regelmäßigen Zugang zu seinem Pachtobjekt zu haben“.

Am Kyritzer Unterseeufer ist das Eis wegen der Fährfahrten bis zur Insel nicht durchgehend dicht. Quelle: Matthias Anke

Auch Stephan Preuß, einst Schwimmmeister in Kyritz und Wusterhausen, meldete sich dazu zu Wort: „Eine offene Fahrrinne ist 1000 mal sicherer, als eine schneebedeckte Eisdecke, die Kinder magisch anlockt. Denn Kinder erkennen die Gefahr einer nichttragenden Eisfläche nicht.“

Diese Gefahr aber dürfte eine um so größere sein, wenn der See mal doch zufriert und die dann dünneren Bereiche nicht mehr zu erkennen sind. Sich aber dahingehend nun noch zu sorgen, ist wohl unnötig: In wenigen Tagen folgen deutliche Plusgrade.

Von Matthias Anke

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