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Ostprignitz-Ruppin Unbemanntes Flugobjekt über Wittstock
Lokales Ostprignitz-Ruppin Unbemanntes Flugobjekt über Wittstock
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00:17 13.04.2016
Firmenchef Jens Masuch mit dem Geokopter, der in Wittstock aufstieg. Quelle: Björn Wagener
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Wittstock

Wie ein großer Bienenschwarm klingt es, wenn Jens Masuch sein Fluggerät mit einer Fernbedienung aufsteigen lässt – bis auf 75 Meter. Dann ist die Arbeitshöhe erreicht, um mit der angebrachten Kamera die gewünschten Luftaufnahmen zu machen – in diesem Fall vom Friedrich-Ebert-Park in Wittstock. In geraden, parallelen Bahnen, beginnend an der Stadtmauer, wird der gut sechs Hektar große Park systematisch abgeflogen und fotografiert. Die Fotostrecken überlappen sich dabei, um keine Fläche auszulassen.

Das Ganze geschieht im Auftrag der Stadt und steht in Zusammenhang mit der Landesgartenschau, die Wittstock 2019 ausrichtet. Denn der Ebert-Park soll bis dahin etwas umgestaltet und modernisiert werden. Voraussetzung dafür sind aktuelle Planungsunterlagen. Die aus der Höhe gewonnen Daten dienten als hilfreiche Ergänzung zur konventionellen Vermessung, sagt Jens Masuch von der Firma Masuch-Geoinformation aus Breddin bei Kyritz. Denn es entstünden hoch auflösende Fotos, die auch noch Wegeinfassungen oder Bordsteine gut erkennen ließen.

Für den Auftrag in Wittstock rechnete Jens Masuch am Freitag mit insgesamt vier bis fünf Aufstiegen des akkubetriebenen sogenannten Oktokopters. Er heißt so, weil er über acht Arme verfügt, an deren Ende jeweils ein Propeller sitzt. Rund 20 000 Euro plus Software koste ein solches Gerät, das über ein präzises GPS verfügt und bis zu 300 Meter hoch fliegen kann.

Mit dieser Technik steuert Jens Masuch den Oktokopter. Quelle: Björn Wagener

„Wir gehen aber nur bis maximal 100 Meter“, sagt Masuch. Mehr sei aus luftfahrtrechtlichen Gründen nicht erlaubt. Um eine solche Drohne für professionelle Zwecke überhaupt bewegen zu dürfen, brauche es eine allgemeine Aufstiegserlaubnis der Oberen Luftfahrtbehörde. Voraussetzung dafür sei wiederum ein Flugbefähigungsnachweis. Außerdem müsse der Oktokopter auch gewisse Sicherheitsauflagen erfüllen, etwa, dass er selbstständig zum Startplatz zurückkehrt und dort gefahrlos landen kann, sollte er außer Kontrolle geraten. Derlei Probleme habe es aber noch nie gegeben, sagt Masuch, der das Fluggerät seit drei Jahren einsetzt – meist im Auftrag von Behörden oder Planungsbüros.

Gleich hebt er ab, der Oktokopter. Quelle: Björn Wagener

Aber auch Baustellen habe er schon überflogen. Musuchs erster großer Einsatz habe bei der Elbe-Flut 2013 stattgefunden. In diesem Jahr hatte ich bisher knapp zehn Einsätze. Aber im Frühling werden es mehr“, berichtet der Firmenchef. Gerade jetzt, wo der Winter vorbei ist, aber auch noch kein Grün an den Bäumen die Sicht bis zum Boden stört, sei es eine ideale Zeit für den Einsatz eines Oktokopters. Allerdings müsse auch das Wetter stimmen. „Sonnig sollte es sein – und nicht zu windig.“ Deshalb wurde der Einsatz in Wittstock auch kurzfristig festgelegt.

Doch wo auch immer der Oktokopter aufsteigt: Datenschutz habe oberste Priorität. Das heißt, private Grundstücke würden keinesfalls fotografiert. „Manchmal sprachen mich schon Leute an, weil sie befürchteten, dass mit dem Gerät Fotos von ihren Grundstücken gemacht würden. Für solche Fragen habe ich durchaus Verständnis, aber ich kann sie alle beruhigen.“

Von Björn Wagener

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