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Ostprignitz-Ruppin Unerwartete Spende fürs Museum
Lokales Ostprignitz-Ruppin Unerwartete Spende fürs Museum
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00:17 02.10.2016
Cornelia Lambriev-Soost (r.) übergab die Spendenbox gestern an Margarete Jungblut, Chefin des Fördervereins des Museums. Quelle: Andreas Vogel
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Neuruppin

Von diesem Wunsch wurde Cornelia Lambriev-Soost überrascht: Besucher der Ausstellung über die Kunsthandwerkersiedlung Gildenhall wollten sich mit einem kleinen Obolus für die Schau und die Führungen bedanken. Also beschaffte Lambriev-Soost, die die Ausstellung „Als ob aller Tage Sonntag wäre“ gemeinsam mit dem Rheinsberger Keramiker Hendrik Schink kuratiert hatte, schnell eine gläserne Spendenbox – und siehe da: Am Ende der gerade mal sechswöchigen Exposition lagen 507,27 Euro in der Box. Das Geld übergab Lambriev-Soost am Donnerstag an Margarete Jungblut, der Chefin des Fördervereins des Neuruppiner Museums.

80 Prozent private Leihgaben

Jungblut freute sich über die Spende, überrascht von dem guten Anklang, den die Ausstellung in Gildenhall gefunden hatte, war die einstige Neuruppiner Vizebürgermeisterin jedoch nicht. „Jedes Ausstellungsstück hatte seine Geschichte, die ans Herz ging.“ Jungblut hat in Gildenhall viele Alt und Neuruppiner gesehen, die einen oder mehrere Handwerker von damals aus der einstigen Freilandsiedlung noch kannten. Einer erkannte auf einem der alten Fotos sogar seinen Vater, der in einer Werkstatt in Gildenhall gearbeitet hatte, ein anderer eine alte Vase aus seinem Besitz. Das ist wenig verwunderlich: Bei 80 Prozent der Ausstellungsstücke handelte es sich um private Leihgaben.

Die Spende soll dafür verwendet werden, um im Museum mit weiteren Ausstellungsstücken auf die weithin bekannte Freilandsiedlung Gildenhall aufmerksam zu machen. Das wird wohl nicht schwer fallen. „Gildenhall gehört zu unseren dauerhaften Themen“, sagte Museumsmitarbeiterin Carola Zimmermann.

Ausstellung über Richard Mutz geplant

Zudem hat das Neuruppiner Museum gerade zusammen mit den Museen in Velten (Oberhavel) den Zuschlag für ein Volontariat über den Museumsverband erhalten. Ein junger Historiker kann sich dadurch mit Leben und Werk des Keramikers Richard Mutz (1872 – 1931) beschäftigen, der ab 1923 in der Freilandsiedlung Gildenhall lebte und arbeitete. Zuvor hatte Mutz bereits mit Ernst Barlach (1870 – 1932) zusammengearbeitet, Keramiken für den Berliner U-Bahn hof Fehrbelliner Platz gefertigt und knapp zwei Jahre in Velten eine Ofen- und Tonwarenfabrik betrieben. Bereits geplant ist für die Jahre 2017/18 eine Doppelausstellung in Velten und Neuruppin über den Keramiker Mutz.

Von Andreas Vogel

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