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Unfallschwerpunkt Schillerstraße

Rheinsberg Unfallschwerpunkt Schillerstraße

Schon öfter hat es seit der Sanierung der Rheinsberger Schillerstraße dort gekracht. Laut Ortsvorsteher liegt das an einem problembehafteten Ausbau des Weges. Um diese und andere Unfallschwerpunkte in der Stadt zu entschärfen, fordert der Ortsbeirat nun, dass die Verwaltung ein innerstädtisches Radwegekonzept vorlegt.

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Auf dem Verbundpflaster ist das Radfahren kein Problem.

Quelle: Celina Aniol

Rheinsberg. Bereits einige Unfälle habe es vor dem Apartmenthaus am Grienericksee seit dem Ausbau der Schillerstraße gegeben, erzählt Sven Alisch. Bei einem sei er sogar selbst Zeuge gewesen. Die Geschädigten seien dabei bisher zwar glimpflich davongekommen. „Irgendwann knallt es dort sicher aber mal richtig“, ist der Rheinsberger Ortsvorsteher überzeugt.

Das Problem: Weil bei der Sanierung nicht wie ursprünglich vorgesehen überall Verbundpflaster, sondern teilweise Kopfsteinpflaster verbaut wurde, nutzen viele Radfahrer nun den Gehweg zum Radeln, um die unebene Strecke zu meiden. Gerade vor dem Apartmenthaus, das mit seiner Jahresauslastung von etwa 65 Prozent gut besucht ist, werde der Wechsel von der Fahrbahn auf den Bürgersteig und umgekehrt sowie das Befahren des Gehwegs zu einer Gefahrenquelle – einer von vielen in der Prinzenstadt, wie Sven Alisch betont. „Wir müssen da etwas tun, bevor eine Tragödie passiert, sonst tragen wir moralisch eine Mitschuld daran“, so der Lokalpolitiker, der auf steigende Radfahrerzahlen hinweist.

Der Ortsbeirat von Rheinsberg hat auf die Vorfälle reagiert

Tatsächlich hat der Ortsbeirat von Rheinsberg jetzt auf die Vorfälle reagiert und die Stadtverwaltung aufgefordert, ein Radwegekonzept für die gesamte Kernstadt zu erarbeiten. Eine Frist, bis wann das innerstädtische Radwegekonzept fertig sein soll, hat der Ortsbeirat allerdings nicht vorgegeben. „Ich werde es aber im Blick behalten“, verspricht Sven Alisch. Falls die Verwaltung in einem überschaubaren Zeitraum keine Zeit dafür findet, will er sich dafür einsetzen, dass die Aufgabe eine Fremdfirma übernimmt. Möglich wäre aus seiner Sicht auch ein Architektenwettbewerb oder ein Hochschulprojekt, das sich mit der Radwegeführung in der Kernstadt beschäftigt. „Rheinsberg ist für ein Radwegekonzept sicher eine besondere Herausforderung – aber auch spannend. Wir finden bestimmt jemanden, der sich damit auseinandersetzen will.“

Wichtig wäre aus seiner Sicht, dabei neben der Schillerstraße vor allem die Situation von Radfahrern im Bereich der Schulen zu betrachten. Dabei sollten der Birken- und der Kiefernweg sowie die Paulshorster Straße besonders unter die Lupe genommen werden. In der Paulshorster Straße gibt es seit Längerem Streit zwischen Anliegern, Rathaus und Kreisverwaltung darüber, ob die Radfahrer dort den Gehweg benutzen dürfen.

Bei der Schillerstraße will der Ortsvorsteher neben dem Konzept noch andere Hebel in Bewegung setzen. Sven Alisch ist nämlich überzeugt, dass die Straße anders hätte ausgebaut werden müssen. „Diesen Unfallschwerpunkt hätten wir nicht, wenn die ursprüngliche Planung zum Zuge gekommen wäre.“ Alisch will deshalb mit den Fördergeldgebern nachverhandeln und hofft, dass es bauliche Nachbesserungen auf der Strecke geben wird.

Von Celina Aniol

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