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Ostprignitz-Ruppin Ungewisse Zukunft für Dönerimbiss-Betreiber
Lokales Ostprignitz-Ruppin Ungewisse Zukunft für Dönerimbiss-Betreiber
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02:16 12.10.2015
Mehmet Kaya an seinem Arbeitsplatz. Quelle: Björn Wagener
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Wittstock

Bei Mehmet Kaya gehen in letzter Zeit immer weniger Döner über den Ladentisch. Sein Geschäft im Gebäude des ehemaligen Centerkaufs in der Röbeler Straße in Wittstock ist das letzte dort verbliebene. Das Blumengeschäft und die Postfiliale sind bereits schräg gegenüber in den ehemaligen Pub gezogen. Denn der einstige Centerkauf wird abgerissen. In diesem Bereich entsteht ein neuer Rewe-Supermarkt.

Während die Mietverträge von Blumengeschäft und Post bereits zum 31. Juli ausgelaufen seien, wie die dortigen Mitarbeiterinnen bestätigen, habe Mehmet Kaya keine Kündigung vom Vermieter erhalten. Er wisse somit nicht, wie lange er seinen Laden vor Ort noch betreiben darf. Den Döner-Imbiss in der Röbeler Straße gibt es laut Kaya seit acht Jahren. Bis vor einem Jahr habe ihn sein Cousin geführt. „30 000 Euro hat er in die Ausstattung investiert“, erzählt Mehmet Kaya, der das Geschäft dann übernommen habe. Dass das Haus abgerissen werden soll, habe er zu diesem Zeitpunkt nicht geahnt. Dabei sei es eigentlich sein Plan gewesen, das Geschäft noch auszubauen – mit Pizzaangeboten und Lieferservice. Doch daraus wird nun nichts mehr. Den Billard-Tisch habe er vor einigen Tagen bereits verschenkt. Schade sei es auch um die von einem Maler an die Wand gebrachte Deko – stimmungsvolle Landschaftsmotive. Einige Dinge könne er an einen anderen Standort mitnehmen, aber vieles gehe auch verloren.

Die von einem Maler an die Wand gebrachte Deko im Döner-Imbiss geht verloren. Quelle: Björn Wagener

Mehmet Kaya hofft, zumindest noch bis Januar 2016 bleiben zu können. Eine langfristige Planung sei derzeit unmöglich. Gern aber würde er in diesem Bereich der Röbeler Straße arbeiten und hofft, in der Nähe des künftigen Rewe-Marktes einen Geschäftsraum zu bekommen.

Das möchte auch Evelin Krafack erreichen. Mehmet Kaya solle künftig möglichst einen Platz in der Nähe seines jetzigen Standortes bekommen, sagt die Projektentwicklerin für den Investor, der den Rewe-Markt baut. Denn die Supermarktkette selbst werde nur Mieter sein. An den Planungen werde noch gearbeitet. Sie befänden sich jedoch in der finalen Phase. Die Baugenehmigung liege noch nicht vor. Nach derzeitiger Lage der Dinge seien deshalb noch keine konkreten Angaben möglich, weder zur Zukunft des Döner-Imbisses noch zum Baubeginn des Marktes.

Rewe-Sprecherin: Stecken mitten im Planverfahren“

Auch Rewe-Unternehmenssprecherin Stephanie Behrens kann noch keinen Termin benennen, „da wir noch mitten im Planverfahren stecken“. Fest stehe allerdings, dass der Bau „gemäß unseres Green-Building-Konzepts“ umgesetzt werde. Das heißt, der Rewe-Markt in Wittstock werde von der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen geprüft und zertifiziert, ähnlich wie in den vergangenen Jahren ebenfalls neu entstandene Rewe-Märkte in Berlin, Fürstenwalde und Lauchhammer. Das bedeutet, die ressourcenschonende und energieeffiziente Bauweise stehe im Fokus. Der Markt werde über eine Verkaufsfläche von 1600 Quadratmetern verfügen und mit einem großen Holzanteil errichtet. Neben moderner Haustechnik wie komplett verglasten Kühlregalen mit LED-Beleuchtung zähle zu den Vorzügen beispielsweise großzügig einfallendes Tageslicht dank integrierter Glasfronten. Für Kunden und Mitarbeiter führe das zu einer angenehmen Einkaufs- beziehungsweise Arbeitsatmosphäre.

Blumenladen und Post sind gegenüber in den einstigen Pub gezogen. Quelle: Björn Wagener

„Insgesamt verbraucht ein Rewe Green Building mehr als 40 Prozent weniger Energie als ein herkömmlicher Supermarkt. Heizungs-, Lüftungs-, Beleuchtungs-, Klima- und Kälteanlage belasten die Umwelt nicht mit CO2-Emissionen“, teilt Stephanie Behrens auf MAZ-Nachfrage mit. Zudem werde der künftige Rewe-Markt in Wittstock komplett mit zertifiziertem Grünstrom aus erneuerbaren Energiequellen versorgt.

Von Björn Wagener

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