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Ungewöhnliche Angebote im Gasthof

Wustrau Ungewöhnliche Angebote im Gasthof

Hunderte Besucher strömten am Sonnabend zum Wustrauer Kreativmarkt. Dort boten 27 Hobby- und Kunsthandwerker ihre selbst gefertigten Waren an. Neben Klöppelarbeiten, Schmuck und Teelichtern und Weihnachtssternen in verschiedensten Größen und Farben gab es auch Geldbörsen und Taschen aus einem besonderen Material.

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Teelichter gab es in den verschiedensten Variationen.

Quelle: Andreas Vogel

Wustrau. Die Straße am Gasthof „Zum alten Zieten“ ist am Sonnabendmittag voll, ein Parkplatz nur schwer zu finden. Der Grund: Zum vierten Mal wird im Saal des Gasthofes zum Wustrauer Kreativmarkt eingeladen. 27 Hobby- und Kunsthandwerker bieten ihre selbst gefertigten Waren zum Verkauf an. „Die Teelichter sind sehr schön“, sagt Edeltraud Schweitzer. Die Wildbergerin ist zum ersten Mal beim Wustrauer Kreativmarkt und hat gleich etwas für sich für die Adventszeit entdeckt. „Wenn mir was gefällt, dann greife ich auch zu.“

Die Auswahl ist enorm. Sie reicht von Honig und Walnüssen über Klöppelarbeiten, Lavendelsäckchen und Schmuck bis hin zu Weihnachtssternen in verschiedensten Größen und Farben. Bei Andreas Zerbel gibt es indes Geldbörsen, Wasch- und Handtaschen. Diese sind allerdings aus einem besonderen Material. „Ich nehme dazu alte DDR-Luftmatratzen oder Segel vom Kitesurfen“, sagt der Dollgower. Er fertigt die Geldbörsen und Taschen abends zu Hause an. „Das mache ich aus Spaß.“ Der Lehrer an der Förderschule in Zehdenick (Oberhavel) ist zum ersten Mal in Wustrau dabei. Von dem Kreativmarkt hat er von einer Bekannten erfahren – und sich rechtzeitig gekümmert. Denn der Platz im Gasthof ist begrenzt. „Wir sind bis auf den letzten Platz ausgebucht“, sagt Marie-Luise Klein. Sie gehört zu den Organisatorinnen des Marktes. Die Idee dafür entstand, als sie einen ähnlichen Markt in Gnewikow besuchten. „So etwas können wir auch“, sagten sich die Wustrauer und machten sich ans Werk. „Wir legen Wert darauf, dass die Leute vor Ort sind, die Sachen hergestellt haben“, so Klein, die selbst gefertigte Seifen anbietet. Zudem sollten die Handwerker aus der Region sein.

Längst nicht jeder Besucher kam darauf, aus welchem Material diese Geldbörsen sind

Längst nicht jeder Besucher kam darauf, aus welchem Material diese Geldbörsen sind.

Quelle: Vogel

Sabine Brückmann ist schon das vierte Mal beim Kreativmarkt dabei. Die Hakenbergerin hat sich vor sieben Jahren ein Spinnrad zugelegt. Ihr Sohn hielt damals Schafe, für die Wolle fanden sich jedoch kaum Abnehmer. Also setzte sie sich ans Spinnrad. Inzwischen ist fast die gesamte Verwandtschaft gut mit Socken und Mützen aus Schafwolle versorgt. „Die Socken strickt meine Schwester, ich mache die Mützen“, sagt Brückmann. Für eine braucht sie meist eine gute Woche. Sie strickt die Mützen, wenn der Fernseher läuft.

Marlon (11), Yannis (11) und Leo (10) sind am Sonnabend zum ersten Mal beim Kreativmarkt. Die Fünftklässler von der grünen Grundschule Wustrau bieten Futterstationen für Vögel an, die die Schüler im WAT-Unterricht hergestellt haben. Zudem gibt es bei ihnen am Stand getöpferte Anhänger, die im Töpferkurs entstanden sind, und Weihnachtskarten. Der Erlös ist für die Schulkasse bestimmt. Wofür das Geld verwendet werden wird, ist noch offen.

Marlon, Yannis und Leo (v

Marlon, Yannis und Leo (v. l.) von der Wustrauer Grundschule.

Quelle: Vogel

Das Konzept des Wustrauer Kreativmarktes kommt an. Im vergangenen Jahr wurden fast 1500 Besucher gezählt, sagt Organisatorin Klein. Am Sonnabend werden es kaum viel weniger gewesen sein. Manche Besucher schauen sich erst mal an jedem Stand um, manche greifen gleich zu. Die Wildbergerin Edeltraud Schweitzer verlässt mit einem Lächeln den Markt. Sie hat zum Abschluss noch ein paar Weihnachtssterne mitgenommen.

Von Andreas Vogel

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