Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Ostprignitz-Ruppin Ungewöhnliche Fotos von Klosterruine Lindow
Lokales Ostprignitz-Ruppin Ungewöhnliche Fotos von Klosterruine Lindow
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:18 23.05.2016
Andrea Künstle und Klaus Breuer starteten ihre Drohne gestern neben der Lindower Klosterruine. Quelle: Peter Geisler
Anzeige
Lindow

Andrea Künstle hat es erwischt. Pollenallergie. Das drückt auf Nase und Stimme. Dennoch ist die 48-jährige Fotografin froh, am Freitag an der Klosterruine Lindow sein zu können. Dort grünt und blüht es zwar an jeder Stelle. Aber das nimmt Künstle gern in Kauf. Schließlich will sie gemeinsam mit ihrem Partner Klaus Breuer (53) das einstige Zisterzienserkloster unter die Lupe nehmen – von oben.

Sie wollte schon immer in die Luft gehen

„Wir wollen von der Klosterruine 360-Grad-Luftaufnahmen mit unserer Kameradrohne machen“, sagt Breuer. Lindow soll dabei der Start von einer ganzen Serie von Luftaufnahmen von historischen Kirchen, Klöstern und anderen Gebäuden in Brandenburg mit der Kameradrohne sein. Am Freitag sollte es noch nach Löwenberg gehen, am Sonnabend nach Prenzlau in die Uckermark. „Das ist unser Wochenende“, sagt Künstle und schmunzelt. Eigentlich arbeitet sie als Fotografin in Berlin, während Breuer als Softwareentwickler in der Hauptstadt Apps entwickelt. Doch die Liebe zu Fotos, Videos und Technik hat die beiden vor einem Jahr dazu verführt, ein Gewerbe anzumelden und die Firma Jokeair zu gründen. Denn den faszinierenden Blick aus der Luft kennen die zwei gut: Breuer hat seit 2007 einen Pilotenschein für Segelflugzeuge, Künstle machte bereits mit 17 ihren Sonderpilotenschein für Drachenflieger. „Ich wollte schon immer in die Luft gehen“, sagt die Fotografin. Also schafften sie sich zunächst eine einfache Drohne zum Selberbauen an und bestückten sie mit einer Kamera.

Die Kameradrohne vor Lindow Klosterruine. Quelle: Peter Geisler

„Es hat Spaß gemacht, damit zu fliegen“, sagt Breuer. Sie beschlossen, ihr neues Hobby auszubauen, kauften sich für deutlich mehr Geld eine technisch ausgefeilte Drohne samt Kamerazubehör und Computerzubehör und gründeten ihre kleine Firma. „In so geringer Höhe kann man sonst von keinen Gebäuden Fotos machen“, schwärmt Breuer. Allerdings benötigen sie einige Genehmigungen, bevor ihre Drohne bis maximal 100 Meter in die Luft gehen darf. Der Grundstückseigentümer muss natürlich zustimmen und die Luftfahrtbehörde des Landes. Von Vorteil ist ebenfalls, wenn Nachbarn und die Polizei Bescheid wissen. Schließlich ist nicht jeder erfreut, wenn in seiner Nähe eine Drohne fliegt.

Er steuert die Drohne, sie die Kamera

Den ganzen Sommer über wollen Künstle und Breuer mit ihrer Drohne unterwegs sein und besondere Objekte und Gebäude aus der Vogelperspektive filmen.Er steuert stets die Drohne, sie die Kamera. Die Systeme arbeiten unabhängig voneinander. „Unser Ziel ist ein interaktives Nachschlagewerk“, sagt Breuer. Im grauen, deutschen Winter würden die beiden ihr Hobby gern in Latein- oder Südamerika fortsetzen. „Wir reisen gern“, so Breuer. Die längste Reise führte sie von Bonn nach Ägypten – mit dem Fahrrad.

Von Andreas Vogel

Ostprignitz-Ruppin Historischer Tag für ehemaliges Bombodrom - Erster Weg in die Kyritz-Ruppiner Heide

Mehr als 200 Wanderer wollten am Freitag dabei sein, als ein neues Kapitel in der Geschichte der Kyritz-Ruppiner Heide aufgeschlagen wurde: Ein erster Wanderweg durch das einstige Bombodrom wurde von Landrat Ralf Reinhardt (SPD) und der Sielmannstiftung für die Öffentlichkeit freigegeben. „Es ist ein historischer Tag“, freut sich der Stiftungsvorstand.

20.05.2016

Erst trafen sich die Gegner des Bombodroms vor ihr, später beteten sie in ihr. Die Geschichte der Dorfkirche Gadow und des um ihren Erhalt bemühten Fördervereins ist eng mit der Protestbewegung „Freie Heide“ verbunden. Nach aufwendigen Sanierungsarbeiten ist die Kirche mittlerweile eine Art kleines Museum für die Bürgerinitiative von damals geworden.

23.05.2016

Das Kyritzer Mehrgenerationenhaus hatte allen Grund zum Feiern – so dass zehnjährige Bestehen des Hauses und zehn Jahre Bündnis für Familie in der Knatterstadt. Zum Gratulieren kam die Familien-Staatssekretärin Almuth Hartwig-Tiedt und viele Kyritzer. Gemeinsam feierte man ein rundum gelungenes Familienfest.

23.05.2016
Anzeige