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Unglücklicher Standort für Fontane-Skulptur

Wulkow Unglücklicher Standort für Fontane-Skulptur

Heimlich, still und leise wurde in Wulkow auf einer öffentlichen Fläche eine Fontane-Skulptur aufgestellt – ohne danach zu fragen, ob es dafür einer Erlaubnis bedurft hätte. Das sorgt für Unmut. Denn der Fontane steht direkt neben einem Gedenkstein, der an das einstige Gutshaus von Wulkow erinnert.

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Fontane steht direkt neben dem Gedenkstein fürs Gutshaus.

Quelle: Andreas Vogel

Wulkow. Für Irritationen sorgt in Wulkow seit Kurzem eine graue Fontane-Figur. Geschaffen hat sie der Künstler Ottmar Hörl. Die knapp einen Meter große Skulptur stand im Mai mit 399 weiteren vor der Pfarrkirche in Neuruppin. Fontane zum Anfassen lautete das Motto. Doch nun steht eine der Figuren auf einem Granitsockel auf einer städtischen Fläche gegenüber der Kirche – direkt neben dem Gedenkstein, der seit November 2013 an das einstige Wahrzeichen von Wulkow erinnert, an das Gutshaus. Das einst imposante Gebäude, das um 1650 errichtet wurde und in dem ab 1724 der Bürgermeister zu Ruppin, Heinrich Anhalt, wohnte und später der Landrat Friedrich Wilhelm von Schenkendorf sowie Ernst Enno Russell, stellvertretender Aufsichtsratschef der Deutschen Bank, ließ 2009 die Berlin-Brandenburgische Bodengesellschaft (BBG) abreißen.

In Molchow steht die Figur immer noch nicht

Ronny Merkert ist über die Fontane-Skulptur wenig begeistert. „Der Standort ist unglücklich“, sagt der einstige Ortsvorsteher. „Die beiden Objekte nehmen sich gegenseitig die Wirkung.“ Merkert wunderte sich beim Ortsbeirat am Dienstagabend, dass die Skulptur ohne Beschluss des Ortsbeirates einfach dort aufgestellt wurde. Denn als der Neuruppiner Ortsteil Molchow eine gelbe Fontane-Skulptur bei sich aufstellen wollte, hat sich damit nicht allein der Ortsbeirat beschäftigt. Vielmehr berieten darüber sogar der Neuruppiner Kulturbeirat sowie die Stadtverordneten. Wegen der vielen Auflagen steht Fontane bis heute nicht in Molchow. In Wulkow wurde indes weniger Aufwand betrieben: Es reichte ein Anruf des Käufers der Skulptur beim Ortsvorsteher Sven Deter (CDU) sowie die Versicherung, dass weder auf Wulkow noch auf die Stadt irgendwelche Kosten zukommen würden. Deter, selbst Stadtverordneter in Neuruppin, räumte ein, dass der Werdegang unglücklich gewesen sei. Aber jede Initiative sei eine Bereicherung für das Dorf. Deshalb sollte man den Fontane dort stehen lassen. Ronny Merkert ist damit nicht ganz zufrieden. „In Neuruppin steht doch das Fontane-Denkmal auch nicht neben dem Schinkel-Denkmal.“

Von Andreas Vogel

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