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Ostprignitz-Ruppin Unmut bei den Ruppiner Waldbauern
Lokales Ostprignitz-Ruppin Unmut bei den Ruppiner Waldbauern
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10:32 19.08.2015
Privater Wald kommt die Besitzer teuer zu stehen. Quelle: dpa-Zentralbild
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Walsleben

Brandenburgs Waldbesitzer sind sauer.Was ihnen aufstößt, sind die dramatisch gestiegenen Beiträge zur Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG). Von derzeit 60 € auf über 80 € soll der Grundbeitrag der Berufsgenossenschaft für land- und forstwirtschaftlichen Grundbesitz ab einer Größe von 0,25 Hektar ansteigen.

Mit der Zusammenführung der ehemals regional organisierten Träger zu der neuen bundesweit zuständigen SVLFG, sind auch die Berechnungsmodalitäten für die Beiträge verändert worden. Neuerdings gilt jeder, der eine Waldfläche ab 0,25 Hektar sein Eigen nennt, als Unternehmer und ist somit beitragspflichtig. „Viele der kleinen Waldbesitzer haben nur ein bis zwei Hektar Wald, den sie gar nicht bewirtschaften. Sie wissen oft gar nicht, wo ihr Wald genau liegt“, sagt Enno Rosenthal, Vorsitzender des Waldbauernverbands Brandenburg. „ Die Arbeiten übernehmen Dienstleister. Trotzdem müssen sie für den Unfallschutz zahlen, auch wenn beauftragte Dritte darin arbeiten, die selbst versichert sind.“ Dieses Problem betrifft aber nicht nur Brandenburger Waldbesitzer. „Wir haben Zuschriften aus verschiedenen Bundesländern bekommen, die sich über diesen Sachverhalt beklagen“, sagt Enno Rosenthal. Die Notwendigkeit eines Flächenbeitrags, der zurzeit bei neun Euro pro Hektar liegt, wird von den Waldbauern nicht angezweifelt. Anders ist es mit den Grundbeiträgen, denn diese übersteigen oft die möglichen Einnahmen aus dem Holzverkauf. Viele Waldeigentümer können oder wollen sich das nicht leisten und verkaufen letztlich den Wald. Der Waldbauernverband tritt deshalb dafür ein, dass nach dem Bundeswaldgesetz anerkannte Zusammenschlüsse von Waldbesitzern, den Grundbeitrag für ihre Mitglieder nur einmal leisten. Er appelliert an die Vertreterversammlung der SVLFG , diese Forderung zu berücksichtigen, allerdings mit wenig Zuversicht.

Forderungen der Waldbauern

bis zu einer Größe von drei Hektar (ohne Eigenbewirtschaftung) sollen von der Berufsgenossenschaftspflicht befreit werden.

, die im Auftrag ihrer Mitglieder den Wald bewirtschaften, sollen als Forstbetriebe anerkannt werden.

sollten zur Deckelung der Grundbeiträge auf maximal zehn Euro pro Hektar Fläche für alle Versicherten der Landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft verwendet werden.

Deshalb wenden sich die Kleinprivatwaldbesitzer an die Bundesgesetzgeber und laden Bundestagsabgeordnete zur 11. Waldbauernversammlung ein, die am Sonnabend, 29. August 2015, im Rahmen der Brandenburger Forsttage in Paaren im Glien statt findet.

Die Forstbetriebsgemeinschaft Neuruppin wird mit einem Sonderbus nach Paaren fahren. Dieser fährt von Rheinsberg über Dierberg, Neuruppin und Dabergotz nach Paaren im Glien. Zurück geht es nach dem Rahmenprogramm am Nachmittag.

 033920/5 06 01 anmelden. Es werden keine Fahrtkosten erhoben. Der Bus fährt um 8.15 Uhr am Rheinsberger Triangelplatz ab.

Von Cornelia Felsch

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