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Ostprignitz-Ruppin Unruhe wegen Plänen für Abwasserkanal
Lokales Ostprignitz-Ruppin Unruhe wegen Plänen für Abwasserkanal
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10:52 27.02.2018
Es ist noch keinesfalls entschieden, dass die Bahnhofsiedlung in Walsleben an das Abwassernetz angeschlossen wird. Schmutzwasser Quelle: Peter Geisler
Walsleben

Die Gemeinde Walsleben kommt derzeit nicht zur Ruhe. Neben dem Streit über die Ausschreibung der Direktorenstelle im Amt Temnitz gibt es jetzt auch Irritationen über angebliche Pläne des Zweckverbandes, für die Bahnhofsiedlung in Walsleben einen Abwasserkanal zu bauen. „Wir wollen den Kanal nicht“, sagte Reinhard Plötz bei der Gemeindevertretersitzung und verwies darauf, dass sich schon zwölf Bewohner gegen diesen Plan ausgesprochen hätten – auch mit Blick auf die zu erwartenden Kosten. Denn im Gespräch sind Anschlussgebühren von 15 000 Euro. Derzeit verfügen die Bewohner in der Bahnhofsiedlung über Klärgruben, die regelmäßig geleert werden.

Neues Konzept für die nächsten fünf Jahre

Bei den Klärgruben soll es auch bleiben, vorerst zumindest, sagte am Freitag Ralph Bormann, der Geschäftsführer des Zweckverbandes Wasser/Abwasser Fehrbellin-Temnitz. Bormann bestätigte zwar, dass der Verband gerade das neue Abwasserkonzept für die nächsten fünf Jahre prüft. Doch dabei werde „sachlich“ vorgegangen. Soll heißen: Der Verband orientiert sich an dem, was wirtschaftlich sei. Dabei wären Fördermittel für derartige Projekte „hilfreich“, so Bormann. Zuschüsse seien jedoch für den Bau eines Abwasserkanals in Walsleben nicht in Sicht. Für den Verband sei deshalb laut einer ersten Prüfung ein Kanal für die Bahnhofsiedlung „nicht wirtschaftlich“.

Bürgermeister will verlässliche Zahlen

Bormann wundert sich über die Gerüchte in Walsleben. Möglicherweise ist daran Burghard Gammelin schuld. Der ehrenamtliche Bürgermeister der Gemeinde will, dass der Verband „verlässliche Zahlen“ auf den Tisch legt. Dann könne die Gemeinde prüfen, wie sie das Thema sieht, sagte Gammelin, der selbst Anwohner in der Bahnhofsiedlung ist. Die im Raum stehenden Kosten hält der Bürgermeister jedoch für übertrieben. Denn bei einer Straßenfront von 40 Metern und einer Grundstückstiefe von 50 Metern sowie einer Gebühr von 87 Cent je Quadratmeter lägen die Kosten bei knapp 1800 Euro, so Gammelin.

Verband tagt am Dienstag in Fehrbellin

Vielleicht beruhigen sich die Gemüter in Walsleben zum Thema Abwasser am Dienstag. Dann tagt die Verbandsversammlung ab 19 Uhr in Fehrbellin. Laut Bormann ist ein Beschluss des neuen Abwasserkonzeptes am Dienstag nicht vorgesehen.

Mitglied im Zweckverband sind die Gemeinde Fehrbellin, alle Gemeinden des Amtes Temnitz sowie die Gemeinde Rüthnick. Das Verbandsgebiet umfasst damit eine Fläche von etwa 534 Quadratkilometern, in der gut 14 400 Menschen leben.

Von Andreas Vogel

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