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Ostprignitz-Ruppin Unsicherheit bei Bahn-Abfahrtszeiten
Lokales Ostprignitz-Ruppin Unsicherheit bei Bahn-Abfahrtszeiten
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10:23 05.06.2015
Quelle: Barbara Linke bereitet Werbematerial vor.
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Neustadt

Es war ein großer Erfolg für die Bürgerinitiative, die sich für eine spätere Bahnverbindung von Berlin in die Prignitz einsetzt, als das Potsdamer Verkehrsministerium drei Testfahrten zusagte. Und nun ist es bald so weit: Die erste Tour steht am Sonnabend, 13. Juni, bevor. Es folgen der Sonntag, 21. Juni, und Sonnabend, 29. August.

„Wenn an diesen Tagen mehr als 30 Prozent aller Sitzplätze belegt sind, wird geprüft, ob die Verbindung dauerhaft eingerichtet werden kann“, ließ jetzt auch Brandenburgs Verkehrsministerin Kathrin Schneider (SPD) nochmals mitteilen. Doch mit den heranrückenden Terminen wächst die Sorge der Initiatoren, jeweils die rund 150 Fahrgäste zusammenzubekommen. Es gibt Unwägbarkeiten bei den Terminen, die die Initiative um die Barsikowerin Barbara Linke selbst mit festlegte. Sie wurden bewusst danach ausgewählt, wann möglichst viel in der Hauptstadt los ist.

Aber zeitlich könnte es problematisch werden. So kann nach den Veranstaltungen vom Sonnabend, 13. Juni, der Zug erst sonntagfrüh um 2.15 Uhr am Ostbahnhof Richtung Wittenberge abfahren. „Da lockt vor allem die Lange Nacht der Wissenschaften. Die endet aber um 0 Uhr. Wenn ich meine Kinder mitnehme, was soll ich da so lange noch? Und wer feiern will, kann doch gleich bis zum nächsten Morgen machen“, sagte gestern Manuela Matz-Kubick. Die Berliner Sozialarbeiterin sei bewusst aufs Land gezogen. Sie schloss sich jetzt kurzfristig der Initiative an. Derzeit hilft sie, Flyer zu verteilen.

Geworben wird auch in allen Zügen. Auf den professionell ausgearbeiteten Handzetteln ist als weiterer Termin der 21. Juni genannt. An diesem Sonntag soll der Sonderzug jedoch schon um 23.15 Uhr am Ostbahnhof abfahren. Für Besucher der „Fete de la Musique“ oder des Herbert-Grönemeyer-Konzerts könnte das wiederum zu früh sein. Ebenso problematisch ist es am 29. August, wenn Andrea Berg auf der Waldbühne singt. Dann ist schon um 23. 15 Uhr Abfahrt in Berlin – baubedingt auch noch in Lichtenberg, und es geht über Gesundbrunnen. Dabei könnte man bei der „Nacht der Museen“, die an diesem Tag stattfindet, sogar bis 2 Uhr bleiben.

Ohnehin: Ob und wann nach dieser Aktion ein regulärer Nachtzug eingesetzt werden könnte und ob dann nur an Wochenenden oder doch täglich, das steht in den Sternen – falls die Bürgerinitiative, die Tausende Unterschriften vom Havelland bis in die Prignitz sammeln konnte, überhaupt Erfolg mit ihrem Ansinnen hat. Versprochen hat das Ministerium schließlich nur, die Sache danach weiter zu prüfen.

Für Elke Meier-Lorenz von der Neustädter Amtsverwaltung, die zugleich Ostprignitz-Ruppiner Kreistagsabgeordnete ist, steht schon heute fest: „Wir brauchen den dauerhaften Nachtzug.“ Sollten die Testfahrten scheitern, müsse eben doch eine Verkehrsstudie her. Die aber sei als Alternative laut Ministerin Schneider „deutlich teurer als der Praxistest“. Der wird vom Land mit 15.000 Euro finanziert. Barbara Linke findet zudem: „Wenn die Züge tagsüber rappelvoll sind, kann am Abend mal einer mit weniger Leuten fahren.“ Dennoch könne auch sie jetzt erstmal nur auf die Testfahrten setzen, die Werbetrommel rühren und sagen: „Jeder Fahrgast zählt.“

Von Matthias Anke

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