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Ostprignitz-Ruppin Unter der Straße lauern Gefahren in Wittstock
Lokales Ostprignitz-Ruppin Unter der Straße lauern Gefahren in Wittstock
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00:27 12.06.2015
Das gebrochene Regenwasserrohr wurde am Dienstag freigelegt und repariert. Quelle: Diederich
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Gefahr unter der Fahrbahn lauert immer öfter

Der Prozess der schleichenden Unterhöhlung mitten im Kreuzungsbereich von Eisenbahn- und Gartenstraße in Wittstock ist wohl über Jahre fortgeschritten und unter der Fahrbahn unbemerkt geblieben. Bis am vergangenen Freitag plötzlich ein fußballgroßes Loch in der Straße den Blick in die ausgespülte Höhle freigegeben hat. Das war gerade noch rechtzeitig bemerkt und dann als Gefahrenstelle abgesperrt worden.

Gebrochenes Gusseisen-Rohr als Ursache

Tiefbauer des Wittstocker Hoch- und Tiefbaus schnitten Dienstag den Asphalt auf. Kopfsteine und Füllboden wurden herausgebaggert. Plötzlich stießen die Arbeiter auf ein gebrochenes Gusseisen-Rohr. Es führt offensichtlich als Regenwasserableitung aus dem Bahnbetriebsgelände, vermutlich vom Ringlokschuppen aus, bis über die Kreuzung der Eisenbahnstraße. „Die Leitung hat wohl eine Betonplombe drin und ist abgeklemmt“, stellt der Tiefbauer beim Stochern im Rohr fest.

Das Regenrohr wurde wieder geflickt. Quelle: Diederich

Die Auftragnehmer haben noch Glück. Der defekte Regenwasserabfluss liegt nur noch halb so tief in der Erde wie der Abwasserkanal. Für einen ebenfalls denkbaren Schaden am Abwasserkanal hätte bis zu drei Meter tief gebaggert und mit Stützwänden gearbeitet werden müssen.

Regenentwässerung ist ein Problem

Der amtierende Geschäftsführer Eckhard Pelzer vom Wasser- und Abwasserverband Wittstock hatte von Anfang an vermutet, dass ein alter Regenwasseranschluss die Ursache sei, „eher als unser Abwasserkanal. Der ist im Inlinerverfahren im vergangenen Jahr in voller Länge saniert worden und bricht nicht so einfach weg“, sagt Pelzer. Er sieht nun klar die Zuständigkeit bei der Stadt. Bausachgebietsleiter Hans-Joachim Mantey bestätigt das auf Nachfrage. „Der Schaden am gebrochenen Gussrohr wird repariert und dann kann die Havariestelle auch wieder geschlossen werden. Bis Mittwoch sollte wieder alles in Ordnung und die Straße befahrbar sein“, sagt Mantey. Die Regenentwässerung in dem Wohngebiet und generell in Wittstock sei in einem problematischen Zustand, „weil schon viele Jahre nichts mehr daran gemacht wurde“, klagt der Sachgebietsleiter. Deshalb werde es wohl immer öfter und in kürzeren Abständen zu Notreparaturen kommen.

In Wittstock sind die Zuständigkeiten klar geregelt. Das Trinkwassernetz und das gesamte Abwassersystem einschließlich der Pumpwerke und des Klärwerkes liegen in der Verantwortung des Wasser- und Abwasserverbandes Wittstock. Die öffentliche Regenwasser-Kanalisation liegt in Stadtverantwortung und wird vom Bauhof gewartet, Bau- und Reparaturleistungen werden auch an Unternehmen vergeben. „Jetzt werden wir die Schadensbeseitigung in der Eisenbahnstraße aus dem Stadthaushalt bezahlen müssen“, sagt Hans-Joachim Mantey.

Von Gerd-Peter Diederich

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