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Unternehmer reden in Neustadt Klartext

Wirtschaft Unternehmer reden in Neustadt Klartext

Beim ersten Unternehmerforum der Regionalentwicklungsgesellschaft Nordwestbrandenburg für das Gebiet der sogenannten Kleeblatt-Kommunen wurde sich darauf verständigt, sich gegenseitig besser kennenzulernen als bisher und auch die Kontakte zu den Schulen zu intensivieren. Die nächste Möglichkeit dafür steht bereits vor der Tür.

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Gestüte-Geschäftsführerin Regine Ebert (l.) stellte als Gastgeberin ihre Einrichtung als ein Motor für die regionale Wirtschaft vor.

Quelle: Matthias Anke

Neustadt. Sich besser kennenzulernen, um neue Ideen zu entwickeln, und bessere Kontakte zu den Schulen aufzubauen, um noch näher am potenziellen Fachkräftenachwuchs dran zu sein als bisher, darauf verständigten sich gute zwei Dutzend Teilnehmer beim ersten Unternehmerforum in der Kleeblatt-Region am Donnerstagabend in Neustadt. Die Stadt Kyritz mit Bürgermeisterin Nora Görke als Vorsitzende des Kleeblatt-Kooperationsrats und die Regionalentwicklungsgesellschaft (Reg) Nordwestbrandenburg luden dazu ins Haupt- und Landgestüt ein. Es kamen Spitzenvertreter der Regionalwirtschaft und Entscheider aus kommunalen Verwaltungen.

Geschäftsführerin Regine Ebert stellte die Gestüte als Arbeitgeber mit 65 Beschäftigten und zugleich Ausbildungsbetrieb vor, der wie ein Motor für regionalen Tourismus und Gastgewerbe fungiere. Des weiteren steht laut Ebert neben der Pferdezucht und dem Erhalt des historischen Ensembles Kulturpflege vornan. Mit verweis auf „Schöller“ und den Blick auf die Vertreter aus den Verwaltungen sagte sie: „Die Schöller-Festspiele funktionieren nur als Verband.“ Auch die Wirtschaft, aus der viele Sponsoren kommen, helfe dabei.

Netzwerke sind notwendig

Wie viel in der Region miteinander zusammenhängt, verdeutlicht auch das Projekt „Reiten in der Schule“. Kathrin Lorenz, in Neustadt Leiterin des Amtes für Ordnung und Bildung, sprach vom „Wirtschaftsfaktor Pferd“. Allein angesichts des städtischen wie auch des privaten Internats, dem dafür zu zahlenden Geld, den Beschäftigten, den Tierarztgebühren oder gar den Pferdefutter- und Reiterbedarfskosten beispielsweise sei am Ende viel Geld im Fluss. Der jährliche Umsatz wird auf knapp zwei Millionen Euro gerechnet.

Reg-Geschäftsführer Hans Schaefer als Mitveranstalter des Forums sagte zu diesem Thema voneinander profitierender, sich gegenseitig bedingender Bereiche: „Netzwerke sind nicht nur gewünscht, sondern notwendig.“ Die noch recht junge Reg mit den Gesellschaftern Wittstock, Neuruppin, Kyritz für das Kleeblatt, Sparkasse und Landkreis verstehe sich als Bindeglied. Jedoch gab es sogleich auch Kritik, etwa hinsichtlich der letzten Regionalmesse „Prima“, deren Partner neben der Stadt Kyritz die Reg ist. „Das Messezelt muss den Abschluss des Geländes bilden und nicht umgekehrt“, sagte Ingo Schumacher, Leiter der Kampehler B&S Landtechnik. „Wir haben das Konzept dahingehend schon geändert“, sagte Nora Görke.

Weitere Sorgen bereite Schumacher die Schullandschaft und damit der Fachkräftenachwuchs: „Wir brauchen ein großes Gymnasium mit einer Außenstelle für den Schwerpunkt Reiten. Die Konkurrenz, das Prestigedenken unter den Schulen von Neustadt und Kyritz muss ein Ende haben.“ .

Klaus Seidel von der Investitionsbank des Landes Brandenburg berichtete über Neuerungen aus der Förderlandschaft

Klaus Seidel von der Investitionsbank des Landes Brandenburg berichtete über Neuerungen aus der Förderlandschaft.

Quelle: Matthias Anke

Eckhard Vlach von der Marep-Landtechnik Vehlow berichtete indes von seiner „Top-Kooperation“ mit der Diercke-Oberschule: „Man muss man dran bleiben.“ Kathrin Lorenz schlug vor, bei der nächsten Runde Unternehmer und Schulen an einen Tisch zu bringen. Auch in diesen Zusammenhang passte der Satz Dieter Müllers von der Tischfabrik in Kampehl: „Wer miteinander reden kann, kann auch miteinander arbeiten.“ Reinhard Göhler von der Zukunftsagentur Brandenburg forderte statt großer Worte Taten. In dem Sinne tauschen die Akteure persönliche Kontakte aus. Der eine oder andere überlegt zudem, doch noch bei der ersten Langen Nacht der Wirtschaft mitzumachen. Denn bislang gibt es für diese Kleeblatt-Aktion am 26. September noch kein ganzes Dutzend Teilnehmer.

Von Matthias Anke

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