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Untreue-Vorwurf in Reha-Klinik wird geprüft

Maschinen abgezweigt? Untreue-Vorwurf in Reha-Klinik wird geprüft

Die Staatsanwaltschaft kann endlich prüfen, ob etwas an den Untreue-Vorwürfen gegen einen Mitarbeiter der Reha-Klinik Hohenelse bei Rheinsberg dran ist. Der 56-Jährige soll Maschinen und anderes Material für sein Unternehmen abgezweigt haben. Deshalb waren mehrere Räume durchsucht und Akten beschlagnahmt worden. Dagegen gab es jedoch eine Beschwerde.

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Die Reha-Klinik Hohenelse liegt idyllisch am Rheinsberger See.

Quelle: Peter Geisler

Neuruppin. Im Untreue-Verfahren gegen einen 56-jährigen Mitarbeiter der Reha-Klinik Hohenelse bei Rheinsberg kann die Staatsanwaltschaft Neuruppin endlich die beschlagnahmten Unterlagen auswerten. Das war bisher nicht möglich, weil die Deutsche Rentenversicherung Berlin-Brandenburg, die die Klinik seit 1990 betreibt, Beschwerde gegen die Beschlagnahme der Akten eingelegt hatte. Über die Beschwerde musste erst das Amtsgericht Neuruppin befinden. Das ist nun passiert. „Die Ermittlungen laufen jetzt weiter“, sagte Oberstaatsanwalt Detlef Hommes.

Das Ermittlungsverfahren wird sich noch Monate hinziehen

Der 56-jährige Beschuldigte, der aus der Region stammt, soll Maschinen und anderes Material für sein privates Unternehmen abgezweigt und Rechnungen getürkt haben. Ob sich dieser Verdacht bestätigt oder in Luft auflöst, das will die Anklagebehörde anhand der beschlagnahmten Unterlagen herausfinden. Diese waren nach einer anonymen Anzeige bereits Mitte September von Ermittlern konfisziert worden. Seinerzeit waren Räume der Reha-Klinik, des dazugehörigen Restaurants sowie auch die Privat- und Geschäftsräume des Verdächtigen durchsucht worden (die MAZ berichtete).

Die Deutsche Rentenversicherung hatte zwar damals betont, dass sie ein hohes Interesse an der Aufklärung der Vorwürfe habe und die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft unterstützen wolle. Aber die Beschlagnahme von Geschäftsunterlagen schien ihr dann doch zu weit zu gehen, weshalb sie Beschwerde einlegte. Das Amtsgericht Neuruppin bestätigte nun, dass an diesem Vorgehen nichts auszusetzen ist und die Unterlagen für das Prüfen der Vorwürfe notwendig sind. Da das Ermittlungsverfahren wieder läuft, kann auch die Verteidigung Einsicht in die Akten nehmen. Mit einem Abschluss des Verfahrens ist frühestens im Juni zu rechnen.

Eine Klinik mit wechselhafter Geschichte

In der Reha-Klinik Hohenelse werden seit mehr als 100 Jahren Patienten behandelt, die orthopädische Probleme haben, an Diabetes oder Herz-Kreislauferkrankungen leiden. Errichtet wurde die Klinik, die sich nördlich von Rheinsberg im Grünen und in Nähe des Rheinsberger Sees befindet, zwischen 1902 und 1904. Im Ersten und Zweiten Weltkrieg war die Klinik als Lazarett genutzt worden, zwischendurch als SA-Schule sowie als Erholungsheim für Kinder. 200 Patienten finden in der Einrichtung Platz, die seit 1990 wieder eine Reha-Klinik ist.

Von Andreas Vogel

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