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Untreue in Reha-Klinik bei Rheinsberg?

Inventar abgezweigt, Rechnungen getürkt Untreue in Reha-Klinik bei Rheinsberg?

Ein 56-jähriger Angestellter der Reha-Klinik Hohenelse bei Rheinsberg soll Maschinen und anderes Material für sein privates Unternehmen abgezweigt und Rechnungen getürkt haben. Deshalb hat die Staatsanwaltschaft Neuruppin die Reha-Klinik, das dazugehörige Restaurant sowie die Privat- und Geschäftsräume des Verdächtigen durchsucht.

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Die Reha-Klinik Hohenelse bei Rheinsberg.

Quelle: Peter Geisler

Rheinsberg. Die Reha-Klinik in Hohenelse bei Rheinsberg steht im Visier der Staatsanwaltschaft. Grund: Ein 56-jähriger Angestellter, der aus der Region stammt, soll Maschinen und anderes Material für sein privates Unternehmen abgezweigt und Rechnungen getürkt haben. Ermittler haben deshalb nach einer anonymen Anzeige bereits Mitte September Räume der Reha-Klinik, des dazugehörigen Restaurants als auch die Privat- und Geschäftsräume des Verdächtigen untersucht, bestätigte der Oberstaatsanwalt Detlef Hommes von der Staatsanwaltschaft Neuruppin am Dienstag. „Wir ermitteln wegen des Verdachts der Untreue.“ Deshalb wurden auch Geschäftsunterlagen beschlagnahmt.

Oberstaatsanwalt Detlef Hommes von der Staatsanwaltschaft in Neuruppin

Oberstaatsanwalt Detlef Hommes von der Staatsanwaltschaft in Neuruppin.

Quelle: Peter Geisler

Allerdings konnte Hommes am Dienstag nicht sagen, ob sich die Vorwürfe nach der Durchsuchung erhärtet haben, wie hoch ein womöglich entstandener Schaden ist oder ob die Vorwürfe entkräftet wurden. „Dafür ist es noch zu früh. Wir sind weiter beim Auswerten der Unterlagen.“ Das kann auch noch einige Zeit dauern: Der Staatsanwalt rechnet frühestens Anfang Dezember mit ersten Ergebnissen.

Bei der Reha-Klinik in Hohen­else hielt man sich am Dienstag ebenfalls bedeckt. Der Verwaltungsleiter Dietmar Beling wollte gegenüber der MAZ noch nicht einmal bestätigen, dass es die Durchsuchung in seinem Haus gegeben hat. „Erzählt wird viel“, sagte Beling lediglich und verwies darauf, dass die Klinikleitung weiter vor Ort sei und arbeite.

Die Deutsche Rentenversicherung Berlin-Brandenburg, die die Klinik seit 1990 betreibt, beantwortete am Dienstag trotz mehrerer Anrufe gar keine Fragen. Damit bleibt vorerst nicht nur unklar, seit wann die Rentenversicherung von den Untreue-Vorwürfen wusste und ob sie diesen nachgegangen ist. Offen ist vielmehr ebenfalls, ob dem Mitarbeiter, der die Staatsanwaltschaft anonym informiert hat, gekündigt wurde. Davon ist in Rheinsberg die Rede. Staatsanwalt Detlef Hommes in Neuruppin konnte das am Dienstag nicht bestätigen. Denn für Streits um Kündigungen ist nicht die Staatsanwaltschaft zuständig, sondern das Arbeitsgericht. Dort war am Nachmittag niemand mehr zu erreichen.

Die Reha-Klinik Hohenelse am Rheinsberger See ist bereits vor 100 Jahren als Sanatorium entstanden

Die Reha-Klinik Hohenelse am Rheinsberger See ist bereits vor 100 Jahren als Sanatorium entstanden. Die Klinik hat sich auf Gelenk- und Diabetes-Behandlungen spezialisiert.

Quelle: Peter Geisler

Untreue-Fälle sind für Ermittler oft eine besonders hohe Hürde. So war jahrelang gegen die langjährige Kassenwartin des Kreis-Feuerwehrverbandes Ostprignitz-Ruppin ermittelt worden. Grund: Im August 2011 hatte der Verband entdeckt, dass mehrere 10 000 Euro von einem Konto verschwunden sind. Der Verdacht fiel auf die Kassenwartin, die aber alle Vorwürfe bestritt. Der Fall ist bis heute nicht geklärt.

Von Andreas Vogel

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