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Unverhofftes Wiedersehen in der Tagespflege

Blumenthal Unverhofftes Wiedersehen in der Tagespflege

Früher arbeiteten sie gemeinsam in der Landwirtschaft und heute verbringen sie einige Zeit in der Tagespflege. 18 Senioren besuchen derzeit die Einrichtung in Blumenthal. Dabei frischen sie Erinnerungen aus ihrem Arbeitsleben auf und erfreuen sich am Zusammensein.

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Basteln gehört zum Angebot: Elisabeth Lappe (l.) erhält dabei Hilfe von Gabriele Schiller (M.) und Julia Quast (v.l.).

Quelle: Christamaria Ruch

Blumenthal. „Das ist ein Wiedersehen nach 30 Jahren“, sagt Helma Heiduk. Die 88-Jährige sitzt mit Erika Dittmann an einem Tisch und tauscht sich über frühere Zeiten aus. Damals arbeiteten sie in der Landwirtschaft und standen gemeinsam an der Schällinie in Blandikow. Nun besuchen sie die Tagespflege in Blumenthal und treffen sich dort regelmäßig. Der ambulante Pflegedienst Schwester Gabi mit Inhaberin Gabriele Schiller betreibt seit Anfang Mai die Tagespflege. Heike Kaschull, Julia Quast, Sebastian Pilz und Schwester Gabi betreuen die Senioren montags bis freitags und bieten eine feste Tagesstruktur.

Zwölf Plätze stehen bereit; derzeit besuchen 18 Frauen und Männer aus einem Umkreis von 20 Kilometern ein bis viermal wöchentlich die Einrichtung. „Es läuft harmonisch unter den Besuchern ab“, sagt Gabriele Schiller. Gradmesser dafür sind auch die Fortschritte in der gesundheitlichen Verfassung. „Es gibt Senioren, die sind an Demenz erkrankt und sind nun gesprächiger geworden“, sagt sie. Vor allem der Kontakt in der Gruppe trägt dazu bei. „Einige lachen jetzt auch wieder mehr“, ergänzt Jörg Schiller. Er übernimmt den täglichen Hol- und Bringeservice im Rollstuhlgerechten Kleinbus und stellt diese Veränderungen ebenfalls fest. „Die Tagespflege unterstützt die Senioren beim Erhalt ihrer Selbstständigkeit“, fasst Gabriele Schiller zusammen.

Sieglinde Maruschke lässt sich von Friseurin Doreen Grott verwöhnen

Sieglinde Maruschke lässt sich von Friseurin Doreen Grott verwöhnen.

Quelle: Christamaria Ruch

Sieglinde Maruschke aus Heiligengrabe gehört auch zu den Gästen: „Andere ältere Menschen sollten sich überlegen, hierher zu kommen, denn wir sind eine Gemeinschaft.“ Erika Dittmann fügt hinzu: „Wenn einer etwas nicht weiß, weiß das ein anderer.“ Elisabeth Lappe aus Liebenthal sagt: „Hier bin ich nicht allein und sehe auch meine alten Kollegen von der Schällinie in Bandikow wieder.“

Heinz Gottschalk aus Blumenthal ist mit 93 Jahren der älteste Besucher. Dreimal wöchentlich nutzt er das Angebot. „Das war meine eigene Entscheidung, denn sonst bin ich allein zu Hause“, sagt er. „Besonders gefällt mir, dass ich den ganzen Tag betreut werde.“ Er sitzt gemeinsam mit Reinhold Otto und Gustav Schulz an einem Tisch. „Ich bin überrascht, wie schön das Haus nach dem Umbau geworden ist“, sagt Otto. Nun steht nach dem Frühstück ein Bastelangebot an. Mit einer Schere schneiden sie allein oder mit Hilfe Blumen aus den Servietten, die dann Gläser verzieren. Kommt dann noch die Kerze ins Glas, wird daraus ein dekoratives Windlicht. Einige Stunden später besucht Ina Schwarz aus Blandikow die Einrichtung und singt für und mit den Senioren. „Ich möchte den Leuten einfach eine Freude bereiten und weiß, dass hier gern gesungen wird.“ Zu den weiteren Angeboten gehören der Besuch einer mobilen Friseurin oder der Physiotherapie. „Die Kita „Trollblümchen“ aus Blumenthal hat sich auch schon angemeldet und möchte mal zu uns kommen“, sagt Gabriele Schiller.

Von Christamaria Ruch

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