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Unzufriedenheit über Sanierung des Quast'schen Altenteils

Sanierung zieht sich seit drei Jahren Unzufriedenheit über Sanierung des Quast'schen Altenteils

Dass das alles noch so lange dauern würde, hat Radenslebens Ortsvorsteher Hardy Richter nicht gedacht. Drei Jahre ist es inzwischen her, dass die Fontanestadt der Neuruppiner Wohnungsbaugesellschaft (NWG) das einstige Altenteil der Familie von Quast übertragen hat, damit die städtische Tochterfirma das heruntergekommene Baudenkmal an der Radenslebener Dorfstraße saniert.

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Quelle: MAZ

Radensleben‒ . Allen war damals klar, dass die Bauarbeiten sehr aufwendig und teuer werden. Die NWG ließ das Haus zunächst einmal sichern. Seitdem passierte dort aber nichts mehr. Nun wird der Ortsbeirat so langsam nervös. "Was ist denn nun damit?", wollte Richter jetzt im Bauausschuss wissen.

Eigentlich ist der Ortsvorsteher kein großer Freund der teuren Sanierung des verwinkelten Gebäudes. In der Vergangenheit hatte er mehrfach erklärt, dass er diesen Umbau eigentlich für Geldverschwendung hält. Nach groben Schätzungen sind mehr als eine Million Euro nötig, um das denkmalgeschützte Haus an der Dorfstraße auf Vordermann zu bringen und wieder nutzbar zu machen. Das Geld wäre in einem Neubau mit Räumen für Vereine und für den Ortsbeirat viel besser angelegt, fand Hardy Richter lange.

Doch mit seiner Meinung stand er weitgehend allein da. Seit Langem drängten Radenslebener auf die Sanierung des Quast’schen Altenteils. Schließlich beauftragten die Stadtverordneten ihre Tochterfirma NWG damit, weil Neuruppin selbst kein Geld dafür übrig hat. 200.000 Euro gab die Stadt als Zuschuss.

Das Geld hat NWG-Chef Walter Tolsdorf eingesetzt, um das Dach neu decken lassen und alles so vorzubereiten, dass der Umbau schnell weitergehen kann. Wenn irgendwann klar ist, wie das Haus später eigentlich genutzt wird. Die NWG hat dazu erste Vorstellungen. "Wir wollen im Erdgeschoss auf der einen Seite Räume für den Ortsbeirat und für Vereine einrichten", sagt Tolsdorf. In der anderen Hälfte des Hauses könnten eine oder mehrere Wohnungen entstehen. Theoretisch ist auch im Dachgeschoss noch Platz für Wohnungen. Die will die NWG aber nur bauen, wenn es den Bedarf gibt. Leitungen sind dafür schon mal eingeplant.

Offen ist vor allem, wer die laufenden Kosten nach dem Umbau bezahlt. Die NWG erwartet, dass ein Verein als Betreiber des Hauses einsteigt. "Das kann ich auch nachvollziehen", räumt Ortsvorsteher Richter ein. "Aber wer soll das tun, wenn er die Kosten nicht kennt?" So wartet die NWG jetzt, dass sich Radenslebener bei ihr melden ‒ die Radenslebener warten auf Zuarbeit der NWG. Das ist der Stand seit Monaten.

"Ich kann verstehen, dass das nicht zufriedenstellend ist", räumt Baudezernent Krohn ein. Er will sich dafür einsetzen, dass wieder etwas mehr Bewegung in das Procedere kommt. Auch Walter Tolsdorf wäre das sehr recht. Allerdings sieht er nur begrenzte Möglichkeiten. Für dieses Jahr ist der Wirtschaftsplan der NWG mit allen größeren Investitionen schon beschlossen. Radensleben kommt in dem Konzept nicht vor. Dass sich dort etwas tun muss, darin sind sich Richter, Krohn und Tolsdorf einig. "Aber in diesem Jahr wird das auf keinen Fall mehr was", sagt der NWG-Chef. Ende 2015 geht Walter Tolsdorf in den Ruhestand. Dann bekommt die NWG mit Robert Liefke einen neuen Chef ‒ und Radensleben einen neuen Gesprächspartner.

Von Reyk Grunow

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