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Urnengrabanlagen neu angelegt

Berlinchen Urnengrabanlagen neu angelegt

Bereits zum sechsten Mal trafen sich Berlinchener am Samstag zu einem Arbeitseinsatz auf dem örtlichen Friedhof. Diesmal ging es speziell um Pflanzungen für die neue Urnengrabanlage.

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Arbeitseinsatz auf dem Friedhof in Berlinchen: Rund zehn Helfer packten am Samstag mit an, um zwei Bereiche für Urnenbestattungen herzurichten.

Quelle: Björn Wagener

Berlinchen. Stück für Stück verändert der Friedhof in Berlinchen sein Gesicht. Die großen Freiflächen werden gestaltet. Etwa zehn Helfer aus dem Dorf sorgten am Samstag ein weiteres Mal dafür, dass es vorangeht. Es war bereits der sechste derartige Arbeitseinsatz. Diesmal wurden zwei künftige Urnengrabstellen hergerichtet – eine Gemeinschaftsanlage und ein Bereich für Urnenwahlgräber. Letztere sind jeweils etwa 1,50 Meter mal einen Meter groß. Mit kleinen Rundbalken waren sie am Samstag bereits angedeutet.

43 Sträucher und einen Baum gepflanzt

Für die Gestaltung mussten zunächst einmal ein Ahorn-Baum und insgesamt 43 Sträucher in die Erde gebracht werden – Hainbuche, Schwarzdorn, Weißdorn, Schneeball. Sie ziehen sich in runden, geschwungenen Linien, ähnlich der Zahl 69, um die aneinander grenzenden Grabstellen, die sich jeweils in der Mitte befinden. In ihren Zentren sollen später gestaltende Elemente – etwa Stelen oder ähnliches – platziert werden. Vor der Innenseite des Sichtschutzes aus Pflanzen werden Sitzbänke aufgestellt. „Das wird bestimmt richtig schön, wenn es alles erst grün ist“, sagt Elvira Krüger, die gemeinsam mit ihrem Mann Ralf am Samstag nicht zum ersten Mal bei einem Arbeitseinsatz auf dem Friedhof mit anpackte.

In der Urnengemeinschaftsanlage sollen mindestens zwölf, bei dichter Belegung sogar etwa 30 Begräbnisplätze zur Verfügung stehen; auf dem Bereich für die Wahlgräber seien es mindestens acht, sagt Steffen Jander. Der Landschaftsplaner aus Berlin lebt seit 2012 in Berlinchen und fühlt sich längst „wie ein Dörfler“, sagt er. Den rund 9000 Quadratmeter großen Friedhof, der über weite Flächen ungenutzt ist, empfand er dabei als Herausforderung. Denn ihm war klar, dass sich mehr daraus machen ließe. So entwickelte er in seiner Freizeit einen Gestaltungsplan und warb im Dorf dafür, diesen weitgehend aus eigener Kraft nach und nach umzusetzen. „Die Alternative wäre gewesen, von der Stadt etwas vorgesetzt zu bekommen“, sagt Jander.

Waldweg angelegt

Es begann mit der Durchforstung des Wäldchens im Randbereich. Schließlich soll auch dort künftig die Asche von Verstorbenen ihre letzte Ruhe finden. Die begrenzende Hecke wurde bei vorangegangenen Arbeitseinsätzen bereits verjüngt und gekürzt. Auch zieht sich inzwischen ein Waldweg durch die Bäume. „Und es kamen einige Eichen zum Vorschein, die man zuvor gar nicht mehr gesehen hat“, so Jander. Bei den Arbeitseinsätzen beteiligten sich unterschiedlich viele Helfer – manchmal nur drei oder vier, ein anderes Mal zehn oder 15 Leute. Mit der Unterstützung des Dorf-Vereins, der für die Pflanzen gesorgt habe und der Stadt Wittstock, die Holzhackschnitzel zur Verfügung stellte und bei baulichen Dingen helfe, kommen die Berlinchener ihrem Ziel mit jedem Einsatz ein Stück näher.

Mehr als nur ein Ort für Gräber

Planer Steffen Jander sieht in dem Friedhof mehr als nur einen Ort für Gräber. „Er soll etwas Besonderes werden“, sagt er und hat dabei auch die soziale Komponente im Blick. Das Areal könne ebenso zu einem Treffpunkt für die Menschen werden. Es wäre sogar möglich, die Gestaltung noch auszuweiten. Denn auf der gegenüber liegenden Seite gibt es noch immer genügend Freiraum. Aber vorerst wollen sich die Helfer rund um Steffen Jander auf den beschrieben Bereich konzentrieren. Denn der biete genügend Platz für Urnenbestattungen in den nächsten Jahren. Bei allen Einsätzen auf dem Gelände werde übrigens auf eine ökologische Arbeitsweise geachtet.

Von Björn Wagener

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