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Urteil gegen Supermarkt-Räuber in Sicht

Mehr als 20 Überfälle Urteil gegen Supermarkt-Räuber in Sicht

Der 42-Jährige soll mehr als 20 Supermärkte überfallen und dabei einen Menschen erschossen sowie mehrere verletzt haben, darunter eine Verkäuferin und einen Kunden in Neuruppin. Nun will das Landgericht Hannover die Beweisaufnahme gegen den Mann, der aus Polen stammt und schweigt, schließen. Damit könnte bereits am Mittwoch das Urteil gefällt werden.

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In Neuruppin überfiel der Mann den Lidl-Markt und schoss mit einer Pistole. Der Supermarkt-Räuber soll in sechs Bundesländern zugeschlagen haben.

Quelle: Peter Geisler

Neuruppin. Bereits am Mittwoch könnte das Urteil gegen den sogenannten Supermarkt-Räuber fallen, der zwischen Februar 2014 und Juni 2015 mehr als 20 Supermärkte überfallen hat, darunter am 29. April auch den Lidl in Neuruppin. „Die 13. große Strafkammer plant, die Beweisaufnahme am Mittwoch zu schließen“, sagte am Montag Stephan Loheit, Sprecher des Landgerichts Hannover. Dann könnten Staatsanwaltschaft und Verteidigung ihre Plädoyers halten, anschließend könnte das Urteil verkündet werden.

Grund: Das Gericht hat bereits die acht Fälle behandelt, in denen der 42-Jährige aus Polen geschossen hat. Bei der schwersten Tat war im Dezember 2014 in Hannover ein 21-jähriger Kunde eines Supermarktes erschossen und ein 29-Jähriger schwer verletzt worden. Auch in Neuruppin hatte der Mann die Pistole eingesetzt: Er schlug damit eine Kassiererin und schoss neben ihr in den Fußboden. Zudem hatte er einen Kunden mit der Waffe bedroht, der sich ihm in den Weg stellen wollte (die MAZ berichtete).

Lebenslange Freiheitsstrafe droht

Dem Angeklagten, der weiter schweigt, droht eine lebenslange Freiheitsstrafe. An diesem Strafmaß würde sich auch nichts ändern, wenn die restlichen 16 Überfälle noch vor Gericht verhandelt würden. Bei jenen Taten hatte der Mann mit der Waffe lediglich gedroht, aber nicht geschossen. Die Staatsanwaltschaft wolle deshalb diese Anklagepunkte fallen lassen, sagte Gerichtssprecher Loheit.

Die Fälle werden in Hannover verhandelt, weil die schwerste Tat in Hannover begangen wurde. Die Staatsanwaltschaft vermutet, dass der Mann sogar mehr als 40 Märkte in sechs Bundesländern ausgeraubt hat. Jedoch kann die Anklage lediglich 24 Fälle nachweisen. Die Beute: etwa 30 000 Euro.

Von Andreas Vogel

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