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Uwe Witt ist tot

Rheinsberg Uwe Witt ist tot

Der Linken-Lokalpolitiker Uwe Witt aus Rheinsberg ist in dieser Woche nach einer kurzen, schweren Krankheit gestorben. Seit über 20 Jahren kümmerte sich der 54-Jährige mit der sozialen Ader als Stadtvertreter um die Belange der Kommune – vor allem aber um diejenigen, denen das Leben nicht so wohlgesonnen war.

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Der Rheinsberger Uwe Witt ist tot.

Quelle: Peter Geisler

Rheinsberg. Noch vor Kurzem hat sich Uwe Witt (Foto: Geisler) für die Stadt und ihre Bewohner, aber auch für viele andere Menschen, denen es nicht gut ging, stark engagiert. Anfang der Woche ist der 54-Jährige nach einer kurzen, schweren Krankheit gestorben. Zuvor hat der Lokalpolitiker seine Ämter als Stadtverordneter und Ortsbeiratsmitglied niedergelegt und seinen Posten im Vorstand des Linken-Kreisverbands ruhen lassen. Uwe Witt hinterlässt eine Mutter und Geschwister sowie eine Lebenspartnerin mit drei Kindern.

„Wir sind sehr bestürzt über seinen Tod“, sagt Heinz Karwath, der Linken-Fraktionsvorsitzende in der Rheinsberger Stadtverordnetenversammlung. „Er und sein soziales Engagement werden der Stadt fehlen.“ Seit 1993 war Uwe Witt, der für seine Sachlichkeit bekannt war, Mitglied im Stadtparlament; zuletzt war er Linken-Fraktionsvorsitzender und saß in vielen Ausschüssen. Auch außerhalb der politischen Bühne setzte sich Witt, der nach der Wende einige Jahre lang die Rheinsberger Badeanstalt betrieb, für andere ein: bei der Tafel, in der Kleiderkammer, als Seniorenvertreter und Flüchtlingshelfer, im Heimatverein, bei den Musikinstitutionen der Stadt, im Wasserwanderclub oder im Heimatverein. „Er war selbst Aufstocker – hat aber anderen trotzdem immer gegeben“, sagt Freke Over. Der Vorsitzende des Linken-Kreisverbands kannte Uwe Witt seit seinem Umzug nach Rheinsberg 2004.

Damals lernte er ihn als den „bestvernetzten Menschen“ der Stadt kennen. „Er war der Linke in Rheinsberg. Jeder, der ein Anliegen hatte, sprach ihn an. Heute kann ich aber sagen: Ich habe einen lieben Freund verloren“, so Over, in dessen Ferienland Luhme Witt in den vergangenen Jahren arbeitete. „Er war kein Aktenarbeiter, eher der Kommunikator, der über alle politischen Grenzen hinweg mit allen gesprochen hatte. Er wollte die Welt verstehen.“ Deshalb habe der lebensbejahende Mann auch sehr viel gelesen. „Und er hatte auch immer alle Zahlen im Kopf. Dafür habe ich ihn bewundert“, sagt Karwarth. Over ergänzt: „Er hatte die Gabe, sich Informationen ranzuholen und alle Themen von allen Seiten zu beleuchten. Er kümmerte sich aber vor allem um die kleinen Dinge, darum, dass es in Rheinsberg vorgeht – das wird fehlen.“

Von Celina Aniol

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