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Ostprignitz-Ruppin VBB antwortet auf Forderungen aus Rheinsberg
Lokales Ostprignitz-Ruppin VBB antwortet auf Forderungen aus Rheinsberg
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17:40 13.06.2014
VBB-Chefin Susanne Henckel. Quelle: Andreas Vogel
Rheinsberg

Diesen Zustand empfinden die Vertreter der Stadt, die als Kulturhochburg gilt und brandenburgweit die zweithöchsten Übernachtungszahlen im Tourismusbereich vorweisen kann, als ein Unding. Ihre Bemühungen, das zu ändern, scheinen nun an Fahrt zu gewinnen. So gibt es in drei Wochen ein Treffen mit Susanne Henckel, der Chefin des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg (VBB) in Berlin. In etwa sieben Wochen will sie nach Rheinsberg kommen, um die Gespräche weiterzuführen.

Wie dringend gehandelt werden muss, das haben die Rheinsberger Susanne Henckel bei der VBB-Regionalkonferenz in Hennigsdorf Mitte Mai mitgeteilt. Im Vorfeld des Treffens haben sie auch einen Katalog mit 22 Fragen an die Chefin des Verkehrsverbundes übergeben. Dabei ging es nicht nur um Forderungen an den öffentlichen Dienstleister. Die Stadt Rheinsberg fragte auch nach, an welchen Stellen sie dabei was leisten kann, um sinnvolle Verbindungen zu erhalten, wieder einzuführen und zu schaffen, oder wie und wann das Angebot für Radtouristen und Menschen mit Behinderungen, die zur Hauptklientel der Stadt gehören, verbessert werden kann.

Nun hat Susanne Henckel den Rheinsbergern den Fragekatalog beantwortet. "Sie hat dabei erst einmal kurz umrissen, wie der VBB zu den einzelnen Themenkomplexen steht", sagt Thomas Lilienthal, der sich im Rheinsberger Rathaus mit dem Thema beschäftigt. "So schreibt sie, dass sie überhaupt froh ist, dass es den Bahnsommerverkehr nach Rheinsberg gibt." Die Antwort ist für Lilienthal eine gute Arbeitsgrundlage - inhaltlich geht sie aber für ihn eindeutig zu wenig auf die speziellen Probleme der Prinzenstadt ein. So schreibe die VBB-Chefin, dass die Fahrgastzahlen eine Winterverbindung nicht hergeben. "Das glaube ich nicht", sagt Lilienthal, der die Verbindung selbst sehr oft nutzt. "Jedes mal, wenn ich mit dem Zug fahre, sitzen bis zu 50Leute drin." Es sei kontraproduktiv, die Verbindung dann im Oktober zu kappen, wenn sich die Menschen gerade erst an diese gewöhnt haben.

Gewundert habe er sich auch darüber, dass der VBB auf das Angebot aus Rheinsberg, die Finanzierung des Verkehrs mitzustemmen, nicht eingegangen ist. "Dass wir einen Teil aus der Kurtaxe mittragen könnten, ist dort anscheinend noch nicht richtig angekommen." 25 Cent der 1-Euro-Taxe könnten die Rheinsberger dafür ausgeben. In Bayern und Schleswig-Holstein werden solche Modelle, die es in der Hauptstadtregion noch nicht gibt, bereits praktiziert.

Thomas Lilienthal ist davon überzeugt, dass der VBB bei den Forderungen aus Rheinsberg einlenken wird - ja, nachgeben muss. Denn diese seien nicht nur sinnvoll, damit die Region auf touristischem Gebiet nicht abgehängt wird. Vor allem das Gebot der Daseinsvorsorge, dem öffentliche Stellen verpflichtet sind, spreche dafür. "Es kann nicht sein, dass Menschen, die in Luhme leben, nicht mehr aus ihrem Dorf wegkommen, nur weil sie nicht im Speckgürtel wohnen", sagt der Rathausmitarbeiter.

Von Celina Aniol

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