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Ostprignitz-Ruppin Vage Hoffnung für die Straße des Friedens
Lokales Ostprignitz-Ruppin Vage Hoffnung für die Straße des Friedens
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02:15 17.07.2017
Holprig, laut und unerträglich: seit Jahren fordern Stadt und Landkreis, dass der Landesstraßenbetrieb die marode Piste endlich ausbaut. Der hält jedoch andere Straßen für wichtiger. Quelle: Peter Geisler
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Neuruppin

In Neuruppin keimt neue Hoffnung auf, die völlig desolate Straße des Friedens könnte in absehbarer Zeit doch saniert werden. „Vor Kurzem hat uns der Landesbetrieb Straßenwesen in Aussicht gestellt, 2020/21 in Bau zu gehen“, kündigte Neuruppins Tiefbaufachfrau Uta Pirk jetzt im Bauausschuss überraschend an.

Seit Jahren versuchen Stadt und Landkreis vergebens, das Land zu bewegen, die marode Pflasterstraße zwischen Bahnhof Rheinsberger Tor und St.-Georg-Kapelle endlich zu sanieren. Die Straße ist eine der wichtigsten Zufahrten zur Neuruppiner Innenstadt, aber so heruntergekommen, dass sie kaum noch zu befahren ist. MAZ-Leser haben sie gerade erst zur schlechtesten Strecke im gesamten Nordwesten gekürt. Bürgermeister und Landrat appellieren bei jeder Gelegenheit an das Land, endlich Geld für eine Sanierung bereitzustellen. Der Landesstraßenbetrieb und auch Verkehrsministerin Kathrin Schneider haben bisher stets abgelehnt.

MAZ-Leser hatten die viel befahrene Straße des Friedens in Neuruppin erst kürzlich zur miserabelsten Piste in der Region gekürt. Quelle: Christina Koormann

Die Straße des Friedens ist Teil der Landesstraße 167, die von Radensleben über Wuthenow und den Seedamm bis zur B 167 am Neuruppiner Friedhof führt. Aus Sicht des Landes ist sie aber zu unwichtig, um dort viel zu investieren.

Uta Pirk setzt dann auch nicht allzu viel auf die Aussagen des Landes. „,In Aussicht’ hat man uns die Sanierung auch früher schon gestellt“, sagt sie. Passiert sei trotzdem nichts. Tatsächlich scheint es bisher keine konkreten Planungen oder auch nur Kostenschätzungen für die Straße des Friedens zu geben.

Kreise sollen weniger wichtige Straßen vom Land übernehmen

Allerdings prüft das Verkehrsministerium gerade, welche seiner Straßen das Land an die Kreise abgeben kann. Betroffen ist das sogenannte grüne Netz der weniger wichtigen Landesstraßen; auch die L 167 gehört dazu. Schon früher hatte das Land versucht, einzelne Strecken an Städte oder Kreise zu übertragen. „Bisher haben wir auf Freiwilligkeit gesetzt“, sagt Ministeriumssprecher Steffen Streu: „Das hatte aber keinen großen Erfolg.“

Der Kreis Ostprignitz-Ruppin und die Stadt Neuruppin hatten es vehement abgelehnt, die L 167 in ihre Verantwortung zu übernehmen – selbst wenn das Land einen Zuschuss für die Sanierung in Aussicht stellt. Schon wegen des maroden Seedamms, der zu der Strecke gehört, sehen sich Kreis und Stadt nicht in der Lage, auf Dauer für den Unterhalt aufzukommen.

Wer freiwillig nachgibt,m bekommt Zuschüsse für die Sanierung

In der Prignitz hatte das Land dagegen erst im März die L 146 zur Kreisstraße heruntergestuft. Jetzt bekommt der Landkreis rund sieben Millionen Euro Zuschuss, um die 15-Kilometer-Strecke sanieren zu können. Dort waren die Kommunen freiwillig zur Übernahme bereit – weil das Land an der Strecke sonst nichts mehr machen würde

Wo Kommunen nicht von selbst nachgeben, könnte die Umstufung zwangsweise passieren. „Wir überlegen gerade, wie wir mit dem grünen Netz künftig umgehen“, sagt Steffen Streu und beruft sich auf den Landesrechnungshof. Der hatte kürzlich infrage gestellt, ob Brandenburg wirklich so viel Geld wie bisher für Landesstraßen ausgeben soll, auf denen vergleichsweise wenig Verkehr herrscht.

Von Reyk Grunow

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