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Valentinstag: Liebesgrüße von Wittstockern

MAZ-Umfrage Valentinstag: Liebesgrüße von Wittstockern

Am Sonntag ist Valentinstag. Der Tag der Liebenden und der Verliebten. Wer warum wen liebt, haben Passanten in Wittstock der MAZ verraten – dafür gab es eine Rose. Logisch, denn Wittstock ist ja auch die Rosenstadt.

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Annina Wilke aus Wittstock revanchiert sich bei ihrem Rosenkavalier.

Quelle: Christian Bark

Wittstock. Wann haben Sie zuletzt Ihren Lieben ein kleines Geschenk gemacht? Und jetzt sagen Sie nicht „zu Weihnachten“, denn richtig große Freude macht man den Menschen ganz überraschend, ohne konkreten Anlass. Gut, ein Anlass steht nun doch vor der Tür: Der Tag der Verliebten und solcher, die es geblieben sind – der Valentinstag. Am Sonntag ist es wieder so weit, also vergessen Sie nicht, noch Blumen oder Pralinen zu besorgen. Die MAZ hat dem Valentinstag etwas vorgegriffen und schon in der zurückliegenden Woche rote Rosen besorgt. Nicht für sich selbst, sondern für Menschen, die sie auf der Straße getroffen hat. Das ging natürlich besonders gut in der Stadt, die im Zuge der Landesgartenschau 2019 bald mit Blumengrüßen auf sich aufmerksam machen will: In der Rosenstadt Wittstock. Kleine Bedingung für das Präsent war, dass die Leute dem Reporter erzählen, wem sie die Rose schenken wollen und wann sie zuletzt einem ihrer Lieben eine kleine Freude gemacht haben. Dabei kam raus, dass es tatsächlich keines besonderen Tages bedarf, Mitmenschen zu danken.

Gisela Bengsch aus Biesen dankt ihrer Tochter

Gisela Bengsch aus Biesen dankt ihrer Tochter

Quelle: Bark

Annina Wilke aus Wittstock besucht ihre Oma in der Westprignitz regelmäßig. Und weil Oma ihr immer mal ein Scheinchen zusteckt, obwohl sie selbst nicht viel Geld hat, dankt ihre Enkelin ihr gerne mal mit etwas Süßem. „Oma mag gerne Zartbitter-Schokolade ab 70 Prozent Kakao“, sagt die 28-Jährige. Die habe sie ihr zuletzt vor vier Wochen zusammen mit einem Blumentöpfchen geschenkt. Die Rose soll hingegen nicht an Oma, sondern an ihren Freund gehen. Der habe sie kürzlich mit einem großen Rosenstrauß überrascht und nun bekomme der Rosenkavalier praktisch eine Revanche.

Gisela Bengsch aus Biesen dankt ihrer Tochter regelmäßig mit kleinen Präsenten für die Hilfe beim Einkaufen oder im Haushalt. „Es sind oft nur Kleinigkeiten, aber sie macht mir damit eine riesige Freude“, sagt die 82-Jährige. Ihre Tochter schenke ihr oft Blumen, worüber sie sich sehr freue. Deshalb soll die Rose natürlich an die fleißige Helferin gehen, findet Gisela Bengsch.

Michelle Zirker aus Heiligengrabe

Michelle Zirker aus Heiligengrabe

Quelle: Bark

Michelle Zirker aus Heiligengrabe weiß, was sie an ihrer Mutter hat. Beide schenken sich regelmäßig Kleinigkeiten. Zuletzt hatte die 17-Jährige ihrer Mutter einen Ordner für Fahrschulunterlagen gekauft. „Mutti ist einfach die Beste“, findet Michelle. Deshalb will sie die Rose auch ihrer Mutter schenken – oder doch lieber einem guten Kumpel? Egal, Blumen könne sie jeden Tag besorgen, sie ist Auszubildende in einer Friedhofsgärtnerei.

Kurz nachdenken mussten Jörg Hübner und Sohn Len aus Graal Müritz schon, wem sie die Rose schenken. Dann fiel ihnen die gute Seele des Hauses ein: Oma. „Mit Blumen kann man ihr die größte Freude machen“, so Jörg Hübner. Die Rose soll seine Mutter und Lens Oma als Dankeschön für ihr leckeres Essen bekommen, womit sie die beiden immer beglückt. Beglückt hatte Hübner zuletzt auch eine Mitarbeiterin, die nach langer Krankheit wieder in seinen Betrieb zurückgekehrt war. „Die Blumen waren eine kleine Geste, aber sie hat sich sehr darüber gefreut.“

Jörg Hübner und Sohn Len mit Blumen für die Oma

Jörg Hübner und Sohn Len mit Blumen für die Oma.

Quelle: Bark

Gerade zum Valentinstag, aber auch mal zwischendurch lädt Siegfried Kowalow aus Fretzdorf seine Frau gern zum Essen ein. „Jeden Tag soll sie nicht am Herd stehen“, sagt er. Außerdem hielten solche Gesten die Liebe frisch. Die Rose will der 57-Jährige aber nicht seiner Frau, sondern seiner Mutter schenken. Die sei nach dem Tod seines Vaters häufig niedergeschlagen. „Blumen muntern Mama auf“, weiß Kowalow. „So lange war sie immer für ihre Söhne da, jetzt sind wir dran, ihr etwas zurückzugeben.“

Von Christian Bark

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