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Vasen-Benefiz-Auktion für alle Rheinsberger

Rheinsberg Vasen-Benefiz-Auktion für alle Rheinsberger

Wer schon immer einmal ein Objekt vom Rheinsberger Keramiker Hendrik Schink haben wollte und das auch noch fantasievoll dekoriert und womöglich sogar zum Schnäppchen-Preis, kann zur Langen Nacht der Künste am 5. November zur Auktion kommen. Die Vasen wurden von Rheinsbergern individuell dekoriert, das Startgebot ist moderat.

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Hendrik Schink, Andrea Jokisch und Helga Merz (v. l.)

Quelle: Regine Buddeke

Rheinsberg. Die Idee ist spannend, da sind sich Hendrik Schink und Ursula Wackrow einig. Und auch die Rheinsberger, die am Donnerstag und an den Tagen davor in der Galerie des Keramikers Schink stöberten, sind neugierig. „Schuld hat Frau Wackrow“, erzählt Hendrik Schink mit einem Augenzwinkern. Die Rheinsbergerin hatte als Mitglied im Kunst- und Kulturverein die Idee, noch etwas mehr für die Lange Nacht der Künste zu tun. diese findet am Sonnabend, 5. November, zum 20. Mal in Rheinsberg statt. Die Idee von Hendrik Schink und Ursula Wackrow ist indes eine Premiere. „Eine Benefiz-Auktion“, erklärt die Ideengeberin. „Ich möchte, dass da auch ganz normale Rheinsberger mitmachen“, sagt sie. Die Idee ist einfach: Hendrik Schink stellt aus seiner Werkstatt etwa 25 bis 30 Gefäße – Vasen, Töpfe und Krüge unterschiedlichster Art – zur Verfügung, aus denen sich Interessierte ihren Favoriten aussuchen können – um sie zuerst einmal mit nach Hause zu nehmen und (da liegt der Hase im Pfeffer) sie individuell zu befüllen. „Etwas reinstecken, was oben rausguckt“, formuliert es Hendrik Schink salopp. Wer absolut gar keine Idee hat, kann sich bei den drei örtlichen Blumengeschäften beraten lassen, die ihrerseits auch alle ein Exemplar der Schink’schen Gefäße füllen werden. Bis zum 5. November mittags müssen die gefüllten Kunstwerke – mit den Namen der Kreativen beschildert – in Schinks Galerie abgegeben werden. Dort findet dann um 15 Uhr die Vernissage statt.

Benefiz fürs Kulturgutshaus in Köpernitz

Später werden alle eingereichten Beiträge in den Turm der Galerie gebracht – „Wie, das wird eine Überraschung“, sagt Hendrik Schink. Am Abend findet im Turm ab 20 Uhr dann die Versteigerung der dekorierten Gefäße statt. „Das Startgebot wird deutlich niedriger liegen als das, was meine Keramiken sonst kosten“, wirbt Schink. „Und die Dekoration gibt’s sogar noch oben drauf.“ Die Erlöse der Auktion fließen – ebenso wie die der gesamten Langen Nacht, die ja eine große Benefiz-Veranstaltung ist – in diesem Jahr ins Kulturgutshaus Köpernitz.

„Gucken Sie sich um“, ermuntert Hendrik Schink Helga Merz, die auf der Suche nach ihrem Lieblingsobjekt ist. „Ich brauche etwas mit einer großen Öffnung für meine Hortensien“, sagt Helga Merz und greift zielsicher nach einer riesigen Vase, die in ihrer gezackten Form wie eine weiße Krone aussieht. Auch die Rheinsbergerin Andrea Jokisch hat ihre Wahl schnell getroffen. „Es wird sicher auch Leute geben, die keine Blumen hineintun“, ist Hendrik Schink überzeugt. Er sei keinesfalls sicher, ob das Ganze nicht eine Luftnummer wird, falls keiner steigern will. „Aber was nicht weggeht, kommt halt zurück“, sagt er. Es sei ein Versuch für einen guten Zweck. Helga Merz pflichtet dem bei. „Man wird hierher gelockt“, sagt sie. Und bei der Auktion treffe man auch Bekannte und Gleichgesinnte – eine schöne Form der Begegnung.

In Kiel gab es eine ähnliche Aktion – aber mit Handtaschen

„Die Idee kam mir, als ich im Radio mal von solch einer Auktion in Kiel gehört habe – da waren es allerdings Handtaschen“, erinnert sich die Initiatorin Ursula Wackrow. Sie hat sich auch schon ihre Favoriten aus Schinks Werkstatt ausgesucht – die sogenannten Kuschel-Vasen: Kleine, gut in der Hand liegende, kugelige Teile, die in ihrer Form mit einiger Fantasie an Teile der männlichen Anatomie erinnern und auf verschiedenste Art und Weise kombiniert werden können – zu zweien ineinander gekuschelt, aber auch in Dreier- oder Vierergruppe aufstellbar. Eine Blume kann man natürlich auch hineintun – aber auch als Solisten machen sich die Objekte possierlich im Regal aus. „Auf die werde ich natürlich auch steigern“, sagt Wackrow. Zuerst muss sie aber überlegen, wie sie die kleinen Vasen passend in Szene setzt. „Ich werde darüber meditieren“, sagt sie und lacht.

Rund 40 Veranstaltungen zwischen 13 und 23 Uhr

Rund 40 Veranstaltungen
stehen auf dem Programm der Langen Nacht der Künste, die am Samstag, 5. November, in Rheinsberg stattfindet.

Ab 13 Uhr beginnen Führungen für Kinder, Familien und alle Interessierten.

Musik ist ab 16 Uhr zu hören: Unter anderem Bläser der Kreismusikschule, ein Orgelkonzert, ein Streicherensemble, Pop-Gesang und die Bigband Big Brass.

Gespräche , Präsentationen, Lesungen, Ausstellungen, Pantomimen runden das Programm bis Mitternacht ab.

Für Kinder steht unter anderem Bilderbuch-Kino auf dem Programm, ein Puppentheater, Instrumente basteln und Deutsch-Arabisches Musiktheater.

Ein Faltblatt mit allen Veranstaltungen und Uhrzeiten findet man im Internet unter www.kunstverein-rheinsberg.de/Flyer_23.09.2016_Ansichtsdatei_Lange Nacht der Künste 2016.pdf

Eintrittskarten zum Preis von 12 Euro (ermäßigt 7 Euro) gibt es im Vorverkauf in der Rheinsberger Touristinformation, Tel.  Telefon 033931/3 49 40, und im Marstall (Schlosskasse), Tel.  Telefon 033931/72 60.

Von Regine Buddeke

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