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Ostprignitz-Ruppin Verbundenheit liegt nicht nur in Schildern
Lokales Ostprignitz-Ruppin Verbundenheit liegt nicht nur in Schildern
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00:18 25.04.2016
An allen Ortseingängen, wie hier an der Pritzwalker Straße, zeigt Wittstock in Schildform seine Verbundenheit zu den Partnerstädten Höganäs in Schweden und Uetersen in Schleswig-Holstein. Quelle: Christian Bark
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Wittstock

Gerade ist Wittstocks Stadtsprecher Jean Dibbert dabei, die Fahne der Partnerstadt Uetersen auszurollen. Sie soll neben der Schwedenfahne, die symbolisch für die zweite Partnerstadt Höganäs gehisst wird, am Sonntag zum internationalen Tag der Städtepartnerschaft vor dem Rathaus der Dossestadt wehen.

Nicht nur dieser Akt soll laut dem Stadtsprecher die Nähe zu den Partnern verdeutlichen. „Die Stadt zeigt ihre Verbundenheit auch durch Schilder im Stadtgebiet, Straßenbenennungen und den gegenseitigen Delegationen bei Veranstaltungen“, informiert er. Beide Orte seien 1990 und 2004 nicht zufällig ausgewählt worden, sondern hätten explizit einen thematischen Bezug zu Wittstock. „Bei Uetersen sind das zum Beispiel die Rosen, bei Höganäs die geschichtliche Verbindung“,erklärt Dibbert und verweist auf den Dreißigjährigen Krieg, als die Schweden in der Schlacht vor Wittstock 1636 Kaiserliche und Sachsen bezwangen.

Beide Partnerstädte wichtig für Wittstock

Eine Partnerschaft habe der Dossestadt Dibbert zufolge in den vergangenen Jahren, insbesondere während der Umgewöhnungsphase nach der Wende, viele Vorteile gebracht. So gab es zum Beispiel Kooperationen in Bereichen wie Organisation der Verwaltung, Aus- und Fortbildung von Jugendlichen oder den Austausch von Kulturgruppen und Künstlern. „Dieser soll auf jeden Fall weitergeführt und möglichst intensiviert werden“, kündigt Dibbert an. Denkbar wäre künftig ein stärkerer Austausch bei Fragen zur Organisation des Gesundheitswesens, Möglichkeiten zum Schüler- oder Jugendaustausch oder der Ausbau von Wirtschaftskontakten.

Straßenname zeugt von der Partnerschaft zu Uetersen. Quelle: Bark

„Wichtig sind für Wittstock beide Partnerstädte“, betont der Sprecher. Da ein Austausch auf den verschiedenen Ebenen immer für alle Beteiligten erkenntnisbringend sei. Der Kontakt nach Uetersen gestalte sich aber aufgrund der geringeren Entfernung und leichteren Verständigung einfacher als zu Höganäs. Gelebt werde die Partnerschaft durch gegenseitige Einladungen, Vorschläge zur Zusammenarbeit oder einfach nur durch die Sensibilisierung der Bürger. Im Rathaus kursierten täglich die Uetersener Nachrichten, um über die Partnerstadt auf dem Laufenden zu bleiben.

Bläser pflegen intensiven Kontakt

Auf dem Laufenden über die Partner an der Dosse hält sich Uetersens Bürgermeisterin Andrea Hansen zwar weniger über die Wittstocker Tageszeitung, dafür stöbert sie aber immer mal im Internet nach Informationen und Neuigkeiten. Wittstock ist Uetersens einzige Partnerstadt, bemerkt Hansen im MAZ-Gespräch. Und der gegenseitige Austausch sei nach über 25 Jahren nicht mehr so intensiv wie zum Anfang. „Da müssen wir dringend mehr Leben reinbringen.“ Das könne durch Kooperationen mit Schulen oder den Feuerwehren vielleicht wieder erreicht werden.

Vereine und private Freundschaften sind Jean Dibbert zufolge ein weiteres Standbein der Partnerschaften. Dabei verweist er auf die Rosenfreunde oder den regelmäßigen Austausch des Wittstocker Blasorchesters mit dem Militärorchester in Höganäs.

Die Strecke in Richtung Uetersen weist auf eine Schnapszahl hin. Quelle: Bark

Über den Sport hat auch der Leichtathletikclub LC Dosse-Wittstock seit gut 35 Jahren Beziehungen zum Sportverein im tschechischen Žebrák, weiß LC-Mitglied Detlef Beuß. Beim 36. Below-Gedenk- und Heidelauf seien dann wieder Sportfreunde aus Žebrák an der Dosse. Beuß selbst fahre mit Vereinsmitgliedern im August nach Tschechien.

In diesem Zusammenhang erinnert er sich an eine weitere Partnerstadt Wittstocks, zu der es zumindest bis zur Wende Beziehungen gab, das ebenfalls in Tschechien gelegene Beraun. „Das muss nach der Wende irgendwie eingeschlafen sein“, erklärt Jean Dibbert. Damals sei anscheinend die Hinwendung zum Westen wichtiger gewesen.

Von Christian Bark

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