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Ostprignitz-Ruppin Verdacht: Mann schon vor Wochen getötet
Lokales Ostprignitz-Ruppin Verdacht: Mann schon vor Wochen getötet
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00:19 17.09.2017
Die Ermittler hatte auch am Donnerstag noch in dem Mehrfamilienhaus in Radensleben zu tun, wo der Mann wohl getötet wurde. Quelle: Andreas Vogel
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Neuruppin

Es ist weiterhin offen, wann der 54-jährige Mann ermordet wurde, dessen arg zugerichtete Leiche die Polizei nach dem Hinweis eines Zeugen Montagnacht in der Wohnung eines 36-Jährigen im Neuruppiner Ortsteil Radensleben gefunden hat – versteckt in einer Mülltonne.

Allerdings haben die Ermittler erste Hinweise, dass das Verbrechen schon mehr als eine Woche zurückliegt. „Wir gehen derzeit davon aus, dass die Tat zwischen dem 22. und dem 31. August geschehen ist“, sagte am Donnerstag Oberstaatsanwalt Andreas Pelzer von der Staatsanwaltschaft Neuruppin. Dafür spreche nicht allein der Verwesungsgrad der Leiche, sondern auch die Aussagen, die ein 21-jähriger Tatverdächtiger gegenüber der Polizei gemacht hat.

Mutmaßlicher Haupttäter schweigt

Demnach soll sein Komplize, der 36-Jährige, in dessen Wohnung die Mülltonne mit der Leiche gefunden wurde, der Haupttäter gewesen sein. Ob das stimmt, ist offen: Der 36-Jährige schweigt bislang zu den Vorwürfen. Da das Amtsgericht Neuruppin sofort nach Prüfen der Akten Haftbefehl erlassen hat, wurde er am Mittwochabend in die Justizvollzugsanstalt (JVA) nach Brandenburg (Havel) eingewiesen, der 21-Jährige sitzt seitdem in der JVA in Wulkow bei Neuruppin.

Ermittler vermuten einen Streit unter Trinkern

Die Ermittler vermuten, dass ein Streit, vermutlich beim Trinken von Alkohol, Auslöser für das Verbrechen gewesen ist. „Sie saßen wohl zusammen in der Wohnung und dann ist der Streit eskaliert“, sagte Oberstaatsanwalt Pelzer. Der Streit muss heftig gewesen sein. Wies doch die Leiche, die bereits am Dienstag in der Gerichtsmedizin in Potsdam obduziert wurde, neben umfangreichen Stichverletzungen auch Folgen von stumpfer Gewalt auf.

Wer ist der Tote?

Noch immer nicht hundertprozentig geklärt ist, wer der Tote ist. Allerdings weist weiterhin alles darauf hin, dass es sich um einen 54-jähren Mann handelt, der zuletzt im Seniorenpark Radensleben gewohnt hat. Dieser befindet sich direkt gegenüber dem frisch verputzten Mehrfamilienhaus in der Dorfstraße, in dem wohl das Verbrechen geschah. Vermutlich haben sich die drei Männer schon länger gekannt und regelmäßig getroffen. War doch der 54-Jährige schon öfter vom Seniorenwohnpark vermisst worden. Bisher war er aber stets zurückgekehrt. Nun warten die Ermittler die Ergebnisse der DNA-Untersuchung ab. Erst dann ist sicher, ob es sich bei dem Toten um den 54-Jährigen aus dem Seniorenwohnheim handelt.

Bei dem Toten könnte es sich um den Mann handeln, der in dieser Seniorenresidenz in Radensleben vermisst wird. Quelle: Andreas Vogel

Kriminaltechniker sichern weitere Spuren

Am Donnerstag waren Kriminaltechniker noch dabei, weitere Spuren in der Wohnung zu sichern, in der die Leiche gefunden wurde und in der wohl das Verbrechen stattgefunden hat. Die Spurensuche war nicht ganz einfach. „Die Wohnung machte keinen sonderlich aufgeräumten Eindruck“, sagte Neuruppins Polizeisprecher Toralf Reinhardt. Deshalb war unklar, ob die Ermittler ihre Arbeit wie geplant am Donnerstag abschließen werden können.

Frank Jüttner, der Direktor des Amtsgerichtes Neuruppin, wies am Donnerstag die Darstellung zurück, dass das Amtsgericht wegen eines Betriebsausfluges nicht rechtzeitig über den Haftantrag gegen die zwei Tatverdächtigen befinden konnte. „Wir waren ab 7 Uhr arbeitsfähig“, betonte Jüttner. Demnach lag der Haftantrag der Staatsanwaltschaft aber erst gegen 16.30 Uhr vor.

Von Andreas Vogel

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