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Verdi fordert mehr Personal für Kliniken

Symbolische Aktion im Neuruppiner Krankenhaus Verdi fordert mehr Personal für Kliniken

Rund 50 Mitarbeiter der Ruppiner Kliniken haben sich am Mittwochmittag an einer bundesweiten Protestaktion der Gewerkschaft beteiligt. Verdi fordert mehr Personal für die Kliniken.

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Jane Zahn sorgte mit deutlichen Texten für die Musik bei der Protestaktion.

Quelle: Foto: Peter Geisler

Neuruppin. Mit einer symbolischen Aktion haben am Mittwoch rund 50 Mitarbeiter der Ruppiner Kliniken mehr Personal für die Krankenhäuser gefordert. Sie beteiligten sich damit an einer bundesweiten Aktion an 1300 Kliniken in Deutschland. „Pflege im Akkord ist Mord“, sang dazu Jane Zahn. Die Liedermacherin, die seit Kurzem in Rheinsberg lebt, griff vor dem Haupteingang des Neuruppiner Krankenhauses in die Saiten ihrer Gitarre.

„Wir stehen hier für viele, die unzufrieden damit sind, dass sie immer weniger Zeit für die Patienten haben“, betonte Verdi-Frau Manon Cochois. Grund dafür sei vor allem der große Aufwand, um minutiös jeden Schritt zu dokumentieren, sagte Klinik-Geschäftsführer Gunnar Pietzner. Werde nicht dokumentiert, bekomme das Krankenhaus die Leistung nicht bezahlt. „Das ist ein Dokumentationswahnsinn“, sagte Christian Scherkenbach. Der Oberarzt in den Ruppiner Kliniken ist zugleich Betriebsrat. „Früher habe ich ein DIN-A4-Blatt für die Dokumentation benötigt, jetzt sind es im Schnitt zehn“, so Scherkenbach. Dabei hat das Neuruppiner Krankenhaus auf die ständig wachsenden Dokumentationspflichten bereits auf seine Weise reagiert und sogenannte Codierfachkräfte eingestellt, die die Dokumentation der erbrachten ärztlichen und pflegerischen Leistungen übernehmen. Doch auch die Codierfachkräfte könnten die Ärzte, Krankenschwestern und Pfleger nur zum Teil entlasten, sagte Klinikchef Pietzner. Viele Dokumentationspflichten blieben bei den Medizinern und dem Pflegepersonal.

„Wir wollen zurück zur Pflege am Menschen“, betonte Betriebsrat Scherkenbach. Verdi fordert deshalb, dass die Politik mehr Geld für das Gesundheitswesen bereit stellt. Immerhin hatten bei einer Abfrage in mehr als 200 Kliniken im März 59 Prozent der Pflegefachkräfte angegeben, dass es in ihrem Nachtdienst in den vergangenen vier Wochen eine gefährliche Situation für Patienten gegeben hat, die bei ausreichend Personal vermeidbar gewesen wäre.

Neuruppins Klinik-Chef Pietzner betonte, dass die Situation in den Ruppiner Kliniken nicht so brenzlig sei. „Wir haben im Moment noch keinen Pflegekräftemangel.“ Doch laut Verdi-Frau Cochois klagen auch Mitarbeiter der Ruppiner Kliniken über eine ständig wachsende Belastung.

Von Andreas Vogel

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