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Verehrer erinnern an Eva Strittmatter

Neuruppin Verehrer erinnern an Eva Strittmatter

Seit einigen Jahren erinnern Neuruppiner an die Dichterin Eva Strittmatter, die in der Fontanestadt geboren wurde und 2011 gestorben ist. Diesmal gab es dabei eine Premiere: Die Gedenkfeier mit etwa zwei Dutzend Gästen fand nicht allein am Geburtshaus der Lyrikerin am Schlossgarten statt, sondern auch in der Sankt-Georg-Kapelle.

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Eva Strittmatters Verehrer legten gestern Blumen an ihrem Geburtshaus nieder, dem Neuruppiner Schlossgarten.

Quelle: Celina Aniol

Neuruppin. Die Kinder aufwachsen, die Zeit vergehen sehen – wie schwer, die Intimität dieser Augenblicke, die Einzigartigkeit dieses Zustands in Worte zu fassen. Und doch, für Eva Strittmatter machbar. „Die Zeit ist vorbei, da es ,Mutter’ hieß. Als erstes Wort morgens, als letztes zur Nacht. Was haben wir mit dem Leben gemacht, dass es so jagend vorbeigeschnellt ist?“, trägt Christel Weimar an diesem Donnerstagnachmittag in der Neuruppiner Sankt-Georg-Kapelle die Zeilen der Grande Dame der deutschen Lyrik vor. Die Rezitatorin hat für die Feierstunde zum 88. Geburtstag Eva Strittmatters am 8. Februar einige Gedichte ausgewählt, die um das Muttersein kreisen. „Sie schreibt über Sorgen, die wir alle kennen“, sagt Christel Weimar. Die zwei Dutzend Gäste, die an der Feuerstunde für die in Neuruppin geborene und 2011 gestorbene Autorin, lauschen bewegt den Versen.

Es ist eine Premiere. Nicht die Gedenkveranstaltung. Denn bereits seit einigen Jahren sorgt die Stadt für eine würdige Erinnerung an die berühmte Tochter der Stadt. Erstmals aber finden sich die Gäste dafür in der nun fast fertig sanierten Kapelle zusammen. Sie sei für diese Idee der Stadt richtig dankbar, gesteht Christel Weimar. „Hier ist kein Lärm von Autos, die vorbeirasen. Keine klirrende Kälte.“ Bürgermeister Jens-Peter Golde hofft, dass sich die Zusammenkunft zur Ehren Eva Strittmatters an diesem Ort zu einer Tradition entwickelt. Günstig wäre es: Steht das Kirchlein doch nur wenige Schritte von ihrem Geburtshaus, dem Schlossgarten entfernt, zu dem die Gäste nach der Gedenkstunde mit Blumen hinpilgern. Doch bevor diese offizielle Geste vollzogen wird, gibt Golde noch einen Geheimtipp preis, der nur in einem solch intimen Rahmen denkbar ist: Verehrer der Strittmatter’schen Kunst sollten doch unbedingt mal beim Sohn der Dichterin nach einer Führung durch ihr Anwesen in Schulzenhof fragen, sie bekämen einmalige Einblicke in das Leben der Autorin. Jakob Strittmatter, der ebenfalls da ist, lächelt und nickt.

Von Celina Aniol

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