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Ostprignitz-Ruppin Verein verwaltet Nachlass von Heide-Kämpferin
Lokales Ostprignitz-Ruppin Verein verwaltet Nachlass von Heide-Kämpferin
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00:17 27.08.2016
Ullrich Christ (l.) und Ulrike Laubenthal haben den Nachlass von Barbara Uebel gesichtet und pflegen nun den Wohnwagen der Aktivistin. Quelle: Christian Bark
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Schweinrich

Mehrere Regale in Ulrike Laubenthals Bodenkammer in Zempow sind bereits mit Archivunterlagen aus der Zeit der „Freie-Heide-Bewegung“ gefüllt. Aktuell ist die Vorsitzende des Vereins „Friedensscheune Zempow“, der die Bewegung in einem eigenen Museum dokumentieren und präsentieren möchte, dabei, den Nachlass von Freie-Heide-Kämpferin Barbara Uebel zu sichten. Die Aktivistin war im August vorigen Jahres im Alter von 77 Jahren verstorben und ist in Dranse beigesetzt.

Die Freie-Heide-Kämpferin Barbara Uebel ist im August 2015 verstorben. Quelle: Jan Sternberg

„Barbara war eine Querdenkerin mit vielfältigen Ideen“, erinnert sich Ulrike Laubenthal an die Aktivistin. Gelebt und gewirkt hatte sie auf dem Campingplatz Blanschen bei Schweinrich. Dort war sie Laubenthal zufolge eine der ersten Dauercamper, die sich Mitte der 1990er dort niederließen. Ihr Wohnwagen trägt bis heute den Namen „Barbaras Anarche“. „Weil sie sich nie in bestimmte Muster hat fügen wollen“, beschreibt Laubenthal die Verstorbene. Barbara Uebel habe in ihrem Wohnwagen manche Ideen über Friedensbewegungen und soziale Gemeinschaften formuliert. Zum Beispiel habe sie sich Gedanken über Genossenschaften gemacht und so für den Campingplatz einen Stein ins Rollen gebracht. Dort überlegen die Dauercamper, ob sie den Platz im Zusammenschluss zu einer Genossenschaft pachten wollen. „Wir haben die Dokumente erstmal gesichert, aber noch nicht alles gesichtet“, informiert die Vereinsvorsitzende. So viel sei aber jetzt schon klar: Der Verein konnte sich damit einen kleinen „Schatz“ für sein geplantes Dokumentationszentrum sichern.

Wohnwagen soll in „gute Hände“ gegeben werden

Und auch in Uebels Wohnwagen wird aktuell gewerkelt. Unter anderem von Ullrich Christ, der mit der Aktivistin befreundet war. „Ich kann fast nur an den Wochenenden herkommen“, sagt der in Berlin lebende Fahrradmechaniker. In dem Wohnwagen könnte nach seiner und Laubenthals Ansicht ein kleines Dokumentations- und Kulturzentrum für den Platz entstehen. So habe Christ am Wochenende eine kleine Lesung darin abgehalten. Auch könnten hier wie zu Uebels Zeiten weitere Ideen entstehen, zum Beispiel über umweltschonende Komposttoiletten.

Eines ist aber auch klar, wie Ulrike Laubenthal betont: Der Verein könne den Wagen nicht langfristig halten. „Wir wollen Barbaras Vermächtnis bewahren“, sagt Christ. Deshalb soll der Wagen künftig in „gute Hände“ gegeben werden. Ein neuer Besitzer werde derzeit noch gesucht.

Von Christian Bark

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