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Vereine sollen Freyensteins Zentrum beleben

Nutzungspläne für ehemalige Kaufhalle Vereine sollen Freyensteins Zentrum beleben

Die Vereine in Freyenstein suchen ein neues Domizil. Eigentlich hatten sie dafür die alte Schule im Blick gehabt, doch die Stadt Wittstock hat noch einen anderen Vorschlag: Eine seit fast einem Jahr leerstehende Kaufhalle. Das könnte auch wieder mehr Menschen in Freyensteins Zentrum locken. Allerdings birgt das Gebäude auch Probleme.

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Seit fast einem Jahr steht der ehemalige Konsum in Freyenstein leer. Die Instandsetzung wäre jedoch recht aufwendig.

Quelle: Björn Wagener

Freyenstein. Es ist ein Vorschlag, über den es sich lohnt, nachzudenken. Darüber waren sich die Mitglieder des Freyensteiner Ortsbeirats am Montagabend einig. Die seit April vergangenen Jahres leerstehende Kaufhalle im Zentrum von Freyenstein könnte sich bald über neue Mieter freuen. Der Idee der Stadtverwaltung Wittstock zufolge könnten die Räumlichkeiten künftig von den Vereinen im Ort genutzt werden. „Das würde das Zentrum beleben“, erklärte Wittstocks Kulturamtsleiterin Dorothea Stüben dem Ortsbeirat.

Wittstocks Kulturamtsleiterin Dorothea Stüben stellte dem Ortsbeirat die Ideen der Stadt vor

Wittstocks Kulturamtsleiterin Dorothea Stüben stellte dem Ortsbeirat die Ideen der Stadt vor.

Quelle: Christian Bark

Das Gebäude bietet nach Informationen von Ortsvorsteher Manfred Engel eine Nutzfläche von rund 530 Quadratmetern, genug Raum also für die sieben Vereine. Von den insgesamt zwölf Wohneinheiten seien derzeit noch zwei bewohnt. Allerdings gebe es großen Sanierungsbedarf an dem zu Beginn der 80er Jahre erbauten Haus. „Da liegt ein Reparaturstau von 30 Jahren“, bemerkte Engel.

Pro Quadratmeter müssten die Vereine monatlich einen Euro Warmmiete zahlen, informierte Stüben. Für den vom Förderverein Freyenstein/Ostprignitz betriebenen alternativen Buchmarkt würde womöglich die Hälfte der Kosten des Quadratmeterpreises anfallen. Das wolle sie aber noch prüfen, kündigte die Kulturamtsleiterin an.

„Dazu benötigen wir verlässliche Angaben“, bemerkte Fördervereinsvorstand Stefan Lischnewski. Der Büchermarkt könne für seine Zwecke dann die ehemalige Verkaufsfläche des Centerkaufs nutzen, den anderen Vereinen stünden die Nebenräume zur Verfügung, fuhr die Kulturamtsleiterin fort.

Eigentlich wäre die alte Schule erste Wahl

„Gute Idee“, war von vielen Ortsbeiratsmitgliedern zu hören. Und wenn dann noch ein kleines Kaffee dazu eröffnen würde, wäre die alte Kaufhalle auf jeden Fall wieder ein Anziehungspunkt im Zentrum von Freyenstein. Doch es wurden auch Zweifel und Bedenken geäußert. Neben dem erheblichen Sanierungsbedarf könnte aber noch eine andere Lösung den Plan der Stadt Wittstock zunichte machen: Die Vereine wollten ursprünglich woanders hin – nämlich in die alte Schule, wie Manfred Engel berichtete. Baulich sei diese in einem sehr viel besseren Zustand. Außerdem werde sie bereits erfolgreich genutzt. So fänden dort regelmäßig Einwohnersprechstunden mit dem Ortsvorsteher sowie Ortsbeiratssitzungen, wie eben am Montagabend, statt. Zudem gebe es Überlegungen, in der Schule nicht einen Raum für Jugendliche zu schaffen.

„Passen wir auf, dass uns die Schule nicht noch abgerissen wird“, warnte Engel die Beiratsmitglieder. Auch ein Rückbau konterkariere all das, was bislang in das ehemalige Schulgebäude gesteckt worden ist. Auf der anderen Seite gab er zu, dass es eine schwierige Entscheidung sei, da beide Optionen Vor- und Nachteile aufwiesen. „In die Stadt mehr Leben reinzubringen wäre schon eine gute Sache“, würdigte er die Idee mit der ehemaligen Kaufhalle. Zumal es aktuell keine weiteren Nutzungskonzepte für die leerstehenden Gewerberäume gebe.

Entscheiden musste sich an dem Montag jedoch niemand. „Vielmehr soll der Vorschlag als Diskussionsgrundlage dienen“, bekräftigte Dorothea Stüben. Nun müsse das Objekt zunächst einmal besichtigt und begutachtet werden. Dazu soll in den kommenden Tagen ein Termin gefunden werden.

Von Christian Bark

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