Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Ostprignitz-Ruppin Vereinsschau der Kleintierzüchter
Lokales Ostprignitz-Ruppin Vereinsschau der Kleintierzüchter
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:19 30.11.2017
Mario Fiedler schwört auf die „Deutschen Riesen“. Er holte mit seinem Tier die Note „sehr gut“. Quelle: Christamaria Ruch
Anzeige
Wittstock

Ein Gastspiel legten die Kleintierzüchter vom Verein Cypria D 274 Wittstock am Wochenende in der Waldringturnhalle in Wittstock ein. Erstmals richteten die Vereinsmitglieder dort ihre Vereinsschau aus. „Ich bin jetzt 52 Jahre Mitglied im Verein und erlebe die neunte Ausstellungshalle“, so Vereinsvorsitzender Karl-Heinz Schneider.

Wittstocker Kleintierzüchterverein besteht seit 1882

Der Verein besteht seit 1882, hat derzeit 15 Mitglieder und keine eigene Ausstellungshalle. „Kurzfristig mussten wir von der Turnhalle der Polthieroberschule in die Waldringturnhalle ausweichen“, sagte Schneider. 401 Hühner, Enten, Gänse, Tauben und Kaninchen von 46 Züchtern tummelten sich in den Käfigen. Fünf Tiere erlangten die Höchstnote „Vorzüglich“: Die Kaninchen der Rasse „Helle Großsilber“ von Sarah Jansen aus Neustrelitz und „Zwergwidder wildfarben“ von Wilfried Höppner aus Röbel, die Hühner „Bantam schwarz“ von Thomas Grimm aus Wittstock sowie „Zwerg-New Hampshire goldbraun“ von Stefan Wolf aus Dossow. Außerdem die „Kingtaube rotfahl-dunkelgehämmert“ von Mario Wehrbein aus Alt Lutterow.

Stefan Wolf holte mit seinem Huhn „Zwerg-New Hampshire“ Höchstnoten und zwei Ehrenpreise. Quelle: Christamaria Ruch

„Ich züchte erst seit diesem Jahr die „Zwerg-New Hampshire“ und dann gleich dieser Erfolg“, sagte Stefan Wolf. „Natürlich geht man immer hoffnungsvoll in eine Ausstellung und möchte Höchstnoten holen“, räumte er ein. Diese Zwerghühnerrasse zeichne sich durch ein hübsches Aussehen und ruhiges Wesen aus. Stefan Wolf ist seit 2009 Vereinsmitglied und auch Schriftführer. Gleichzeitig sicherte sich Wolf den Wanderpokal vom Verein und den Ehrenpreis vom Landesverband. Auch Mario Wehrbein sammelte zusätzlich den Ehrenpreis vom Landesverband, während Thomas Grimm einen Ehrenpreis vom Kreisverband entgegennahm. Edelgard Valerius erhielt für ihre 50-jährige Mitgliedschaft bei den Kleintierzüchtern eine Ehrung. Sie ist 82 Jahre und ältestes Vereinsmitglied. Weitere Preise vergab der Verein in den Sparten Hühnern, Kaninchen und Tauben. Die beste Zucht und das beste Tier wurden prämiert sowie Jugendförderpreise vergeben.

Spezialisiert auf „Deutsche Riesen“

Züchter Mario Fiedler hat sich auf die Kaninchen „Deutsche Riesen“ spezialisiert. Vor fünf bis sechs Jahren warb ihn Stefan Blum an und begeisterte ihn für die „Deutschen Riesen.“ „Größe, Aussehen und Gewicht sind überzeugend“, so Fiedler. Er holte 96 Punkte und die Note „sehr gut.“

Beim Würfeln kamen vor allem die jüngsten Besucher auf ihre Kosten. Am Ende warteten viele Preise und auf den Sieger eine Weihnachtsgans.

Auch die zehnjährige Celina aus Wittstock besuchte mit ihrer Oma Ingrid Hartwig die Ausstellung. „Ich mag am liebsten Wölfe, aber hier finde ich die Pfauentauben schön“, sagte Celina. „Ich möchte ihr die Natur näher bringen und Interesse für Tiere wecken“, so Ingrid Hartwig. Katrin Schnell aus Blandikow hielt mit ihren Töchtern Amy und Avani vor den Käfigen inne. „Wir haben zu Hause 30 Tiere und von der Schildkröte über Katzen, Hunde, Pferde oder Ziegen ist alles dabei“; so Katrin Schnell. „Ich bin heute felsenfest entschlossen, kein weiteres Tier zu kaufen, weil ich ausgelastet bin.“ Doch ihre ein und drei Jahre alten Töchter freuten sich, auch ein Zwergwidderkaninchen streicheln zu dürfen.

Von Christamaria Ruch

Beim Kreisbauerntag in Fretzdorf forderten die Landwirte des Kreises Ostprignitz-Ruppin bessere Förderungsmöglichkeiten und weniger Bürokratie, wenn es darum geht, Blühstreifen im Land Brandenburg anzulegen. Das Land Brandenburg verfügt als einziges Bundesland über kein Programm zur Förderung der Biodiversität auf dem Acker .

30.11.2017

Sorgen haben die Linumer Kleintierzüchter genug: zu wenig Nachwuchs und immer wieder Ärger mit der Vogelgrippe nahe dem größten Kranichrastplatz im norddeutschen Binnenland. Aber es gibt auch Hoffnung: Jonas Hüttig, mit neun Jahren das jüngsten Mitglied im Verein, ging mit zahlreichen Preisen für seine 20 ausgestellten Tiere nach Hause.

29.11.2017

Das in diesem Jahr überarbeitete Friedhofsgesetz der evangelischen Landeskirche schreibt vor, dass es keine anonymen Bestattungen mehr auf kirchlichen Friedhöfen geben soll. Deshalb gibt es ab 1. Januar auch in Kyritz nur noch teilanonyme Urnenbeisetzungen. Was derweil noch bekannt wird, sind steigende Gebühren.

29.11.2017
Anzeige