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Verfahren wegen Überfall verläuft schleppend

Mutmaßliche Kyritzer Räuber vor Gericht Verfahren wegen Überfall verläuft schleppend

Marcus P. und Dennis R. sollen am 15. Januar einen Edeka-Markt in Kyritz überfallen, im Jahr zuvor zweimal hintereinander in den Lidl-Markt eingebrochen sein. Die beiden Angeklagten schweigen. Jetzt müssen viele Zeugen gehört werden. Am Dienstag erschienen von sieben Zeugen nur drei. Sie konnten nicht viel zur Sachverhaltsaufklärung beitragen.

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Quelle: dpa

Kyritz. Wenn einmal der Wurm drin ist, scheint sich das fortzusetzen. Am ersten Verhandlungstag vor dem Neuruppiner Amtsgericht gegen Marcus P. (28) und Dennis R. (37) wegen schweren Raubes und zweifachen Einbruchsdiebstahls in Kyritz verspäteten sich erst die Angeklagten. Dann waren sie mit dem Verständigungsvorschlag des Gerichts über mögliche Strafobergrenzen nicht einverstanden. Letztlich mussten alle Zeugen, bevor sie vernommen werden konnten, wieder nach Hause geschickt werden, weil die Verteidiger mit ihren Mandanten noch einmal die Lage ausführlich erörtern wollten. „Um das Vertrauen ihrer Mandanten in das Gericht wieder herzustellen“, wie Verteidiger Ernst Medecke sagte.

Das scheint offenbar nicht gelungen zu sein. Am Dienstag ließen die Angeklagten, denen vorgeworfen wird, in Kyritz am 15. Januar den Edeka-Frischemarkt überfallen zu haben und am 9. und 19. Januar 2014 in den Lidl-Markt eingebrochen zu sein, mitteilen, dass sie nichts sagen werden. Weil das Rechtsgespräch nicht so, wie von ihnen erhofft, ausgefallen ist. Das Gericht wollte nicht den Vorwurf des schweren Raubes einstellen im Gegenzug zu einem umfassenden Geständnis zu den beiden Einbrüchen. Auch zu der Frage, mögliche Strafen zur Bewährung auszusetzen, wollte das Gericht sich noch nicht festlegen.

Zum Verhandlungstag am Dienstag waren sieben Zeugen zu den Taten vom Januar 2014 geladen. Doch nur drei kamen. Drei hatten sich im Vorfeld als krank entschuldigt, eine Zeugin erschien ohne Angabe von Gründen nicht. Immer wieder gab es Verhandlungspausen. „Es plätschert alles so vor sich her“, sagte Richter Gerhard Pries.

Fährtenhund verlor die Spur

Auf die Minute pünktlich kam Waldemar H. Der Diensthundeführer bekam im Januar 2014 den Auftrag nach dem Einbruch in den Lidl-Markt, seinen Hund auf etwaige Spuren anzusetzen. Der nahm auch sofort die Fährte auf, lief vom Markt in einen kleinen Weg über eine Ackerfläche, vorbei an einem Garagenkomplex bis zu zwei Neubau-Wohnblöcken. Vor dem ersten Haus kreiste das Tier und legte sich ab. „Das war für mich das Zeichen, dass der Hund die Spur verloren hat“, sagte Waldemar H.

Viel aussagekräftiger waren auch die Ergebnisse der Spurensicherung nicht. Fußspuren außerhalb des Marktes hatte ein anderer Beamter den Schuhen des Angeklagten Marcus P. zugeordnet. Da hielt sich der mit der Spurensicherung beauftragte Beamte Reno L. am Dienstag bedeckt und schränkte ein, dass solche Schuhe viele tragen würden. Auch, dass eine Spur in Richtung der Wohnung von Marcus P. führen würde, konnte er so nicht bestätigen. Insgesamt scheint die Spurenlage eher dünn zu sein.

Was auf die Angeklagten als mögliche Räuber hindeuten könnte, wird vielleicht am Dienstag, 22. Dezember, geklärt. Zu diesem Verhandlungstag sind zwölf Zeugen geladen.

Von Dagmar Simons

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