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Verkehrsänderungen: Wünsche abgelehnt

Grabow Verkehrsänderungen: Wünsche abgelehnt

Der Ortsbeirat in Grabow hätte die Verkehrssituation Situation am Rondell gern geändert, vor allem auf die Einbahnstraße verzichtet. Die Verkehrsbehörde des Kreises aber sieht das anders.

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Die Durchfahrt an dieser Stelle bleibt gesperrt. Der Ortsbeirat hätte das gern anders gesehen.

Quelle: Björn Wagener

Grabow. Vor allem der Einbahnstraße vom Rondell in Richtung Kolonnenweg nach Blandikow sollte es an den Kragen gehen: Der Ortsbeirat in Grabow schlug im Oktober 2016 vor, die Durchfahrt von der Ortsdurchfahrt aus zu erlauben, damit Autofahrer nicht länger den ausgeschilderten Umweg fahren müssen – immerhin rund 600 Meter. Außerdem sollte auf dem, kurzen und engen Teilstück der Grabower Dorfstraße Tempo 30 gelten.

Gehweg könnte Schaden nehmen

Doch daraus wird nichts. Das Straßenverkehrsamt hat nach einer Ortsbesichtigung festgelegt, dass die bestehende Regelung beibehalten wird. Grund: Durch eine mögliche Aufhebung der Einbahnstraßenregelung sei aufgrund der geringen Straßenbreite zu befürchten, dass der Gehweg beschädigt wird, wenn er von schweren landwirtschaftlichen Fahrzeugen im Begegnungsverkehr überfahren wird. Der Umweg durch die bestehende Einbahnstraßenregelung wurde als „gering“ bewertet. Und: Da alles so bleiben soll wie es ist, sei es auch nicht nötig, die Geschwindigkeit auf Tempo 30 zu senken. Diese Entscheidungen teilt Britta Avantario, Sprecherin der Kreisverwaltung, mit.

Das war zwar die wichtigste vom Ortsbeirat gewünschte Veränderung, aber nicht die einzige. Angeregt worden war auch die Beschilderung „Schleudergefahr“ in einer Doppelkurve auf dem Kolonnenweg in Richtung Blandikow. Für Ortsvorsteher Werner Goldmann wäre das ein merklicher Sicherheitsgewinn gewesen. „Wir sehen das als einen Unfallschwerpunkt an“, sagt er und berichtet von Unfällen, die sich dort bereits ereignet hätten. Die Verkehrsbehörde aber sieht das anders. „Der Bereich weist keine Unfallhäufigkeit auf“, teilt Britta Avantario mit. Die Behörde halte die bestehenden Schilder mit Hinweis auf „Doppelkurve“ deshalb für ausreichend.

Stattdessen solle die Gemeinde Heiligengrabe dafür sorgen, dass ausgefahrene Bankette und Mittelstreifen ausgebessert werden und zudem geprüft wird, ob Bewuchs zurückgeschnitten oder gar Bäume gefällt werden müssten, um die Sichtverhältnisse zu verbessern.

Tempo-30-Frage noch offen

Eine weiterer Wunsch des Ortsbeirates: Tempo 30 auf der Blumenthaler Straße im Bereich zwischen den beiden Bushaltestellen. Dazu stehe eine Entscheidung noch aus. Zunächst sollen Messungen zur gefahrenen Geschwindigkeit und zur Verkehrsstärke durchgeführt werden, heißt es aus der Kreisverwaltung. Diese Ergebnisse würden dann in die Entscheidung einfließen.

Schließlich wünschte sich der Ortsbeirat auch, dass an der Brücke über die Jäglitz am Ortsausgang Richtung Königsberg ein Schild aufgestellt wird, das auf den Namen des Flusses verweist. Die verkehrsrechtliche Anordnung für eine solche Beschilderung sei bereits im April 2013 an den Landesbetrieb Straßenwesen ergangen. Warum sie bislang noch nicht umgesetzt wurde, ließ sich am Montag nicht klären.

Von Björn Wagener

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