Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Ostprignitz-Ruppin Verkehrsberuhigung erkämpft
Lokales Ostprignitz-Ruppin Verkehrsberuhigung erkämpft
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:17 13.10.2016
Auch Geschäftsfrau Yvonne Gehrmann ist froh über die neue Beschilderung Quelle: Björn Wagener
Anzeige
Blumenthal

In der Blumenthaler Bahnhofstraße, die ab der Strecke hinter dem Bahnübergang Siedlung heißt, gelten seit Freitag neue Regeln für Kraftfahrer. Ab sofort dürfen Lkw mit einem Gesamtgewicht von mehr als 3,5 Tonnen dort nicht mehr passieren. Ausgenommen sind lediglich der Lieferverkehr sowie regionale Bauern, die mit ihren landwirtschaftlichen Fahrzeugen die Straße nutzen müssen, um zu ihren Ackerflächen zu gelangen. Darüber hinaus wurde auch eine streckenweise Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 Stundenkilometer angeordnet – in der Siedlung bis hinter dem Bahnübergang – etwa in Höhe des Frisörsalons Heese.

„Die Begrenzung auf 3,5 Tonnen gilt für die Zugmaschine einschließlich Anhänger. Alles zusammen darf dieses Gewicht nicht überschreiten. Manchen Fahrern ist das nicht klar“, betont Arno Beck vom Bauamt der Gemeinde Heiligengrabe.

Löcher in der Straße

Zu verdanken ist diese neue Verkehrsberuhigung dem Engagement von Anwohnern – in erster Linie bemühte sich Hartmut Wichmann darum, und das schon seit etwa anderthalb Jahren. Grund: Schwere landwirtschaftliche Fahrzeuge und Holzlaster fuhren immer wieder zu schnell durch die kleine Straße, der das mit der Zeit auch anzusehen war. Es hatten sich Löcher gebildet. Im August 2015 wurde die Fahrbahn deshalb auf einer Länge von rund 150 Metern ausgebessert und mit einer neuen Deckschicht versehen. Dennoch: Das Problem blieb bestehen. „Wir hatten im Spätsommer starken Lkw-Verkehr wegen des Abtransportes der Mais-Silage zur Vergasung nach Güstrow zu verzeichnen“, sagt Wichmann. Die Lkw seien bis tief in die Nacht hinein unterwegs gewesen – bis zu zehn Fahrzeuge in der Stunde.

Das alles sah Hartmut Wichmann vor allem auch als eine Gefahr für Passanten und Kinder an und ließ deshalb nicht locker. Schon im Sommer vergangenen Jahres regte er an, was nun umgesetzt wurde – eine Begrenzung der Tonnage für den Durchfahrtsverkehr und weitgehend Tempo 30. „Somit können sich nun Kinder und ältere Menschen ohne Gefahr auf der Straße bewegen“, freut sich der engagierte Blumenthaler.

Tempo 30 schont auch den Bahnübergang

Die Gemeinde Heiligengrabe half, dieses Ziel in Zusammenarbeit mit dem kreislichen Straßenverkehrsamt zu erreichen, nachdem Wichmann in einen Brief an Bürgermeister Holger Kippenhahn bereits 2015 auf das Problem aufmerksam gemacht hatte. „Danke an die Gemeinde Heiligengrabe, an Bürgermeister Holger Kippenhahn und Bauamtsleiterin Andrea Asse.“ Die Begrenzung auf Tempo 30 schone zudem auch den „mehr als desolaten Bahnübergang“, so der Blumenthaler.

Aber auch bei anderen Anwohnern in der Straße kommt der Erfolg an. „Das ist wirklich ein Verdienst von Hartmut Wichmann. Er hat sich da stark engagiert“, sagt Karmen Bork anerkennend.

Das Machbare ist erreicht

Yvonne Gehrmann, die den Dorfladen führt, freut sich ebenfalls über die Verkehrsberuhigung vor ihrer Geschäftstür. „Ach, deshalb wurde am Freitag hier gearbeitet. Dass es dabei um die Beschilderung ging, war mir noch gar nicht aufgefallen“, sagt sie.

Trotz des Erfolges ist zumindest Hartmut Wichmann auch Realist. Er weiß, dass Schilder allein längst jedes Problem lösen, weil Kraftfahrer solche Vorgaben auch gern mal ignorieren. Dennoch ist er froh, das Machbare erreicht zu haben.

Von Björn Wagener

Am Wochenende trafen sich unweit des Ostprignitz-Dorfes Babe Schäfer aus mehreren Bundesländern zu einem Hütewettbewerb. Eine sonst einsame Wiesenlandschaft verwandelte sich so für einen Tag in einen Parcours, in dem die Schäfer nebst ihren Hütehunden unter Aufsicht dreier gestrenger Punktrichter ihr Können unter Beweis stellen konnten.

13.10.2016

Insgesamt 22 ihrer Stadthäuser lässt die Rheinsberger Wohnungsgesellschaft jetzt sanieren. Dabei investiert die Rewoge je rund 20 000 Euro pro Gebäude – und verpasst ihnen einen neuen, frischeren Anstrich, der an Schwedenhäuser erinnern soll.

13.10.2016

Das Gewerbegebiet Temnitzpark liegt strategisch günstig vor den Toren Neuruppins direkt an der Autobahn zwischen Berlin, Hamburg und Rostock. Auf 56 Hektar können Industrie- und Gewerbefirmen dort noch neu investieren. Das Areal ist vollständig erschlossen. Deshalb wurde für den Temnitzpark jetzt sogar in München geworben.

13.10.2016
Anzeige