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Ostprignitz-Ruppin Senioren frischen Verkehrswissen auf
Lokales Ostprignitz-Ruppin Senioren frischen Verkehrswissen auf
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08:56 16.03.2018
Heidrun Bäckers (v. l.) und Bernhard Eders Fahrschulzeit liegt schon etwas zurück. Im Kurs wollen sie auch aktuelle Fragen loswerden. Quelle: Christian Bark
Wittstock

Wie war das nochmal mit Rechts vor Links an einer gleichberechtigten Kreuzung? Wie viele Warnwesten muss ich im Auto dabeihaben? Und bei welchem Schild beginnt eigentlich das Parkverbot? Diesen und weiteren Fragen gingen die Teilnehmer der Verkehrsschulung für Senioren am Dienstag im Wohngebietstreff der Röbeler Vorstadt in Wittstock nach. Gemeinsam mit Fahrschullehrer Ekkehard Rohwer ergründeten sie, was es Neues in der Straßenverkehrsordnung gibt und wie sie bei unübersichtlichen Situationen reagieren können.

In Florida darf fahren, wer zuerst da ist

„Am besten sind immer die Fragen, die ich nicht sofort beantworten kann“, sagte der Fahrschullehrer aus Neuruppin, der den zweiteiligen Kurs zum Projekt „sicher mobil“ im Auftrag des ADAC anbietet. Dann könne er zu Hause nochmal nachrecherchieren und den Teilnehmern beim zweiten Treffen eine detaillierte Antwort geben.

Fahrschullehrer Ekkehard Rohwer führte mit Senioren im Auftrag des ADAC in Wittstock die Verkehrsschulung durch. Quelle: Christian Bark

Zunächst spielte der Ekkehard Rohwer mit den Senioren verschiedene Situationen an einer Tafel durch. Bei den vier Fahrzeugen an einer gleichberechtigten Kreuzung besage die Verkehrsordnung eine Verständigung der Verkehrsteilnehmer untereinander. Primär unter jenen, die laut Rechts-vor-Links-Regel dem Anderen eigentlich Vorfahrt gewähren müssten. „In Florida ist es beispielsweise so, dass der, der zuerst an der Kreuzung ist, auch zuerst fahren darf“, blickte der Fahrschullehrer in die USA. Wichtig bei der Verständigung in Deutschland sei aber, dass alle die Zeichen verstehen würden und man sich dann langsam an die Kreuzung herantasten würde.

Rücksicht auf schwächere Verkehrsteilnehmer

Der Fahrschullehrer, der bis vor 15 Jahren in Wittstock gearbeitet hatte, beschrieb auch immer wieder Situationen im Ausland. In Österreich sei es zum Beispiel so, dass eine Warnweste für jeden Fahrzeuginsassen mitgeführt werden müsse. In Großbritannien würden die Verkehrsteilnehmer besonders viel Rücksicht aufeinander nehmen, während in Deutschland lieber „gegeneinander“ gefahren werde.

Lissy Boost (l.) nutzte auch die Gelegenheit, einige Fragen loszuwerden. Quelle: Christian Bark

Klar sei aber auch, dass Autofahrer besonders auf schwächere Verkehrsteilnehmer achten müssten. „Von Autofahrern sind Radfahrer und Fußgänger wie heilige Kühe zu behandeln“, erklärte Ekkehard Rohwer. Er bringe seinen Fahrschülern immer bei, auch dann zu halten, wenn der Radfahrer beim Passieren des Zebrastreifens nicht absteigen würde, wie es eigentlich seine Pflicht wäre. Und: Zebrastreifen ist nicht gleich Zebrastreifen. Wirklich gehalten werden müsse nur bei entsprechender Beschilderung. Sozialraumkoordinatorin Lissy Boost, die für die Volkssolidarität Veranstaltungen wie diese im Wohngebietstreff mit auf die Beine stellt, brachte dabei die Kreuzung Kettenstraße-Gröperstraße ins Spiel. Dort waren sich die Teilnehmer nicht sicher, ob der Zebrastreifen auch beschildert sei.

Theoretisch keine Rücksicht müssten aber Autofahrer, die die Kreuzung geradeaus in Richtung Bibliothek passieren würden, auf jene Fußgänger nehmen, die die Kettenstraße weiter in Richtung Rathaus auf der Seite ohne Zebrastreifen überqueren. „Auf Fußgänger und Radler ist insbesondere dann zu achten, wenn ich in eine Straße abbiege“, empfahl Ekkehard Rohwer.

Eine Übersicht kann nicht schaden. Quelle: Christian Bark

Für Heidrun Bäcker und ihren Lebensgefährten Bernhard Eder waren die 90 Minuten mit dem Fahrschullehrer äußerst aufschlussreich. „Ich habe 1973 meinen Führerschein gemacht“, berichtete Heidrun Bäcker. Seitdem habe sich vieles verändert. Weil sie aber nach wie vor oft mit dem Auto unterwegs ist, sei das ein willkommener Auffrischungskurs für sie. So sah das auch Bernhard Eder, der seit über 55 Jahren den Führerschein hat. „Wobei die Straßenverkehrsordnung der DDR oft eindeutiger war“, sagte er, wofür er von Ekkehard Rohwer Zustimmung erhielt.

Bernhard Eder nutzte zudem die Gelegenheit, einige Fragen loszuwerden. Beispielsweise zum Parkverbotsschild und seinen Pfeilen. „Wo fängt das Parkverbot an und wo hört es auf“, wollte er wissen. Laut dem Fahrschullehrer beginnt es, wenn der Pfeil auf die Fahrbahn zeigt und endet, wenn er auf den Bürgersteig weist.

Von Christian Bark

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