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Vermisster und Ausreißerin auf Martinimarkt

Neuruppin Vermisster und Ausreißerin auf Martinimarkt

Ein kurzzeitig vermisster Siebenjähriger, eine 14-jährige Ausreißerin, Hitlergruß, Festnahmen und Platzverweise gehören zur polizeilichen Einsatzbilanz am ersten Martinimarkt-Wochenende. Insgesamt beschrieb ein Polizeisprecher die Lage als ruhig.

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Quelle: Peter Geisler

Neuruppin. Für kurze Zeit sorgte am Freitagabend auf dem an diesem Tag mit 14 000 Besuchern eröffneten Martinimarkt ein siebenjähriger Vermisster für Aufsehen. Er war mit seinem Vater unterwegs. Als dieser für kurze Zeit abgelenkt war, verschwand der Junge. Noch während sich die Einsatzkräfte berieten, fand sich der Siebenjährige aber wieder selbstständig beim Vater ein. „Im Wesentlichen verlief das vergangene Wochenende aus polizeilicher Sicht ruhig“, teilte Sprecher Toralf Reinhardt mit.

Nach der Eröffnung und den zwei Fackelumzüge mit bis zu 4000 Personen durch die Innenstadt von Neuruppin wurde den Beamten vor Ort am Freitag gegen 22 Uhr ein gefundener Pkw-Schlüssel übergeben. Dieser gehörte zu einem Audi Q7 S-Line. Gerade als die Beamten dabei waren, dazu in der Inspektion die entsprechenden Unterlagen zu fertigen, meldete sich die aufgelöste Nutzerin des Fahrzeuges und fragte nach. Ihr konnte die Angst genommen und der Fahrzeugschlüssel übergeben werden.

Während der Veranstaltung wurden drei Strafanzeigen aufgenommen. Um 22.50 Uhr erhielt ein 34-Jähriger einen Faustschlag auf den Hinterkopf. Zwei Tatverdächtige konnten nicht näher beschrieben bzw. festgestellt werden. Der 34-Jährige wurde nicht verletzt. Eine Anzeige wegen Körperverletzung gegen unbekannt wurde durch die Beamten aufgenommen.

Platzverweis für 20-Jährigen mit Elektroschocker

Um 23.40 Uhr wurde vom Sicherheitsdienst gemeldet, dass ein Mann mit einer Taschenlampe mit integrierten Elektroschocker und Quarzsandhandschuhen festgestellt worden war. Der bereits der Polizei bekannte 20-Jährige hatte zudem eine Atemalkoholkonzentration von 1,69 Promille. Die Gegenstände wurden sichergestellt. Der 20-Jährige erhielt einen Platzverweis.

Betrunkener zeigt der Polizei den Hitlergruß

Um 23.55 Uhr zeigte ein bereits Polizei bekannter 23-Jähriger gegenüber den eingesetzten Polizeibeamten einen Hitlergruß. Der 23-Jährige hatte eine Atemalkoholkonzentration von 1,81 Promille und wurde in Gewahrsam genommen.

24-Jährige wollte Stromkasten manipulieren

Um 0.40 Uhr am Folgemorgen wollte eine Polizei bekannte 24-Jährige an einem Stromkasten manipulieren. Den Anweisungen des Sicherheitsdienstes und einem Platzverweis der Polizei kam sie nicht nach, so dass sie in Gewahrsam genommen werden musste. Dies ließ sie nach eigenen Angaben gerne geschehen, da sie derzeit ohne festen Wohnsitz ist.

Festnahme und Platzverweise in einer Bar

Am Samstagmorgen um 2.30 Uhr wurde in der Artur-Becker-Straße vor einer Bar durch drei junge Männer eine Ruhestörung durch Gegröle begangen. Weiterhin wurden Gäste der Bar belästigt sowie Flaschen durch die Gegend geworfen, ohne jedoch hierbei Personen zu gefährden. Ein 20-Jähriger, der bereits auf dem Martini-Markt mit einer Taschenlampe plus integrierten Elektroschocker festgestellt worden war, wurde zur Gefahrenabwehr in Gewahrsam genommen. Er hatte jetzt eine Atemalkoholkonzentration von 2,00 Promille. Die beiden anderen Männer erhielten einen Platzverweis.

14-Jährige Vermisste aus Oranienburg

Am Sonnabend strömten zirka 26 000 Besucher auf den Martini-Markt. Um 15 Uhr wurde eine 14-Jährige als vermisst gemeldet, da sie unerlaubt aus einer Einrichtung am Heidelberplatz in Oranienburg verschwunden war. Bekannt wurde, dass sie vermutlich mit zwei weiteren Freundinnen den Martinimarkt in Neuruppin besucht. Durch die Mutter der Vermissten, welche sich ebenfalls zufällig auf dem Martinimarkt befand, wurde eine detaillierte Personenbeschreibung abgegeben. Beamte trafen auf dem Martini-Markt die 14-Jährige um 18.15 Uhr an und brachten sie zur Ostprignitz-Ruppiner Inspektion. Um 19.30 Uhr wurde sie an einen Mitarbeiter der Oranienburger Einrichtung übergeben. Während der Veranlassung der Fahndungslöschung, riss sie sich aber los und verschwand wieder in Richtung Markt. Um 20.15 Uhr wurde sie wieder auf dem Markt entdeckt und zur Inspektion gebracht. In Absprache mit dem Krisendienst des Jugend- und Betreuungsamtes OPR wurde sie jetzt auf die Kinder und Jugendpsychiatrie des Ruppiner Klinikums gebracht.

Handtasche mit Handy lag neben Erbrochenem

Am Sonntag um 3.40 Uhr informierte ein Bürger die Polizei darüber, dass er auf der Breiten Straße/ Schlossstraße in Alt Ruppin vor einem Grundstück auf dem Bürgersteig und auf der Straße Erbrochenes, eine Handtasche mit Inhalt und Bekleidungsstücke aufgefunden hätte. Beamte fanden in der Handtasche ein Mobiltelefon. Sie ermittelten damit die Telefoninhaberin. Die Nutzerin gab an, dass sie an einer Feierlichkeit teilgenommen hatte und dann nach Hause ging. An Einzelheiten konnte sie sich nicht erinnern. Ihre Sachen waren vollständig und wurden ihrem Ehemann übergeben. Straftaten wurden nicht bekannt.

Aufgrund der Witterung (Regen) besuchten am Sonntag verhältnismäßig wenige Menschen das Fest und einige Händler schlossen vorzeitig ihr Geschäft.

Von MAZonline

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